Branche

Interview mit Florian Niethammer, Projektleiter Moulding Expo

Warum schafft sich die MEX ihr eigenes Give-away?

17.02.2017

Herr Niethammer, die Moulding Expo fertigt mit „3-2-eat!“ ihr eigenes Give-away. Was hat es damit auf sich?
Wir wollten, als vermutlich erste Messe, unser eigenes Give-Away vom ersten Entwurf bis zur Serienproduktion begleiten: Ein kompaktes „Ess-Werkzeug“. Wir wollen unsere Besucher und Aussteller mit einer greifbaren Erinnerung an die Moulding Expo begeistern.

Und wir wollen zeigen, was per Kooperation in der Branche möglich ist: Gemeinsam mit der Hochschule Reutlingen und unseren Partnerunternehmen haben wir etwas geschaffen, das die Herausforderungen an den Werkzeug- und Formenbau widerspiegelt und dabei auch einen hohen Nutzwert für den Empfänger hat.

Florian Niethammer, Messe Stuttgart

Florian Niethammer, Moulding Expo: „Bei diesem Projekt haben wir als Messeveranstalter unglaublich viel ĂĽber unsere Branche lernen dĂĽrfen.“ – Bild: Messe Stuttgart

Wie sind Sie an dieses Projekt herangegangen?
Als Messe sind wir im Prinzip als „Kunde“ aufgetreten und veranstalteten unter den 20 Studierenden des Masterstudiengangs Maschinenbau von Professor Steffen Ritter an der Hochschule Reutlingen einen „Lieferantenwettbewerb“ – fast wie im richtigen Leben. Es ging darum, einen beispielhaften Prozess der Produktentwicklung komplett zu durchlaufen. Drei Bauteilteams hatten unabhängig voneinander verschiedene Entwürfe erarbeitet. Daraus wurde gemeinsam die beste Variante ausgewählt, die nun bis zur Serienproduktion weiter verfolgt wird.

Welche Anforderungen sind hier zu meistern?
Es muss innovativ und ergonomisch sein, einteilig transportierbar und robust. Dazu ein hoher Integrationsgrad sowie die Fertigung aus Hochleistungskunststoff. Wichtig waren uns zudem die Mehrwegverwendung, Flächen für Logoanbringung, zweckorientierte Funktionsgestaltung und selbsterklärende Bedienung, verbunden mit ansprechendem Design und Habtik und einem auf der Messe realisierbaren Produktionszyklus.

Und wer soll das Ganze zu einem realen Produkt werden lassen?
Neben der Hochschule und uns sind fünf weitere Unternehmen am Projekt beteiligt: Bei der Werkzeugkonstruktion stand Werkzeugbau David Erz beratend zur Seite. Dort wird auch das Werkzeug gefertigt und anschließend bei der Werz Vakuum-Wärmebehandlung gehärtet. Wir konnten das Unternehmen Reichle als Spezialisten für die Einbringung einer hochwertigen Textur ins Werkzeug gewinnen. In Sachen Kunststoffmaterial sind BASF und Granula mit im Boot, und Arburg unterstützt uns großzügig mit einer Spritzgießmaschine Allrounder, die vor Ort live produzieren wird.

Und wo auf der Messe ist „3-2-eat!“ zu finden?
Ergebnisse und Produkte aus diesem Projekt, bei dem wir als Messeveranstalter unglaublich viel lernen durften, werden auf der Moulding Expo exklusiv im Eingangsbereich der Halle 4 Stand A02 zu sehen und erleben sein. Ăśberzeugen Sie sich selbst!


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