Praxisnahes Wissen

Hier bekommen Werkzeug- und Formenbauer das notwendige Rüstzeug für ein erfolgreiches Agieren im weltweiten Wettbewer.

Damit dieser Vorsprung auch erhalten bleibt, wird es künftig indes nicht mehr ausreichen, nur die Fertigungstechnologien sehr gut zu beherrschen. „Die Beherrschung der technischen Prozesse ist die selbstverständliche Basis für den unternehmerischen Erfolg im Werkzeug- und Formenbau“, erklärt Boos. „Mehr denn je müssen die Unternehmen heute jedoch in der Lage sein, sich verändernden Bedingungen erfolgreich zu stellen. Die Branche steht vor der Herausforderung, intelligente Antworten auf den gestiegenen Wettbewerbsdruck zu finden.“

Effizienz konsequent steigern
Insbesondere die internationalisierten Märkte und die Wettbewerbssituation auf dem weltweiten Markt erfordern, dass die Unternehmen ihre Effizienzsteigerungspotenziale konsequent ausschöpfen. „Die vorwiegend handwerklich geprägte Traditionsbranche Werkzeug- und Formenbau ist dabei, sich zu industrialisieren – einige Unternehmen sind dabei schon sehr weit fortgeschritten“, erläutert Boos. „Ein zentraler Erfolgsfaktor, das zeigt sich immer wieder, sind hochqualifizierte und motivierte Mitarbeiter in den Unternehmen. Sie sind der Schlüssel für nachhaltigen Erfolg.“

Profil

Aachener Werkzeugbau Akademie
Die Werkzeugbau Akademie sieht sich unter anderem als Vertrauenspartner des Werkzeugbaus für anwendungsnahe Forschung sowie als Industrieberatung zu aktuellen Fragestellungen in der Branche. Das Angebot der Aachener Werkzeugbau Akademie umfasst darüber hinaus maßgeschneiderte und modular aufgebaute Weiterqualifizierungsmöglichkeiten für Nachwuchs- und Führungskräfte in Unternehmen der Werkzeug- und Formenbaubranche. Die Vermittlung von aufbereitetem Branchenwissen erfolgt mittels moderner Weiterbildungskonzepte, die eine direkte Anwendung des erlernten Wissens in Fallstudien oder an der Maschine ermöglichen und somit einen sehr hohen Praxisnutzen aufweisen sollen. Erstmalig im Seminarprogramm besteht darüber hinaus das Angebot, auf den individuellen Bedarf von Unternehmen abgestimmte Seminare als Inhouse-Schulungen vor Ort durchzuführen.

Ausbildung ist eine wichtige Säule, die angesichts des Facharbeitermangels immer wichtiger wird. Daneben gilt es aber auch, den Mitarbeitern im Unternehmen Perspektiven zu geben – es gilt, attraktive Karrieren für motivierte Mitarbeiter zu schaffen, in denen sich gute Leute weiterentwickeln können. Und damit letztlich auch ihr Unternehmen voranbringen.

Wolfgang Boos

„Ein zentraler Erfolgsfaktor, das zeigt sich immer wieder, sind hochqualifizierte und motivierte Mitarbeiter in den Unternehmen. Sie sind der Schlüssel für nachhaltigen Erfolg.“ Wolfgang Boos WBA Aachener Werkzeugbau Akademie

Um ihren Unternehmenserfolg dauerhaft zu sichern, investieren deshalb vorausschauende Unternehmer regelmäßig in die Weiterbildung und Qualifizierung ihrer Mitarbeiter. „Der Werkzeug- und Formenbau lebt von dem Wissen der Experten in der Branche“, erklärt Boos. „Um hier weiter an der Spitze zu bleiben, reichen die herkömmlichen Ausbildungskarrierewege nicht mehr aus. Hier sind neue Weiterbildungs- und Qualifizierungskonzepte erforderlich.“

Für Nachwuchs- und Führungskräfte
Speziell für den Bereich Forschung sowie Weiterbildung von Nachwuchs- und Führungskräften wurde die Aachener Werkzeugbau Akademie ins Leben gerufen. Das Angebot umfasst eine modular aufgebaute Hochschulausbildung, in die befähigte Teilnehmer auch ohne „klassischen“ Hochschulzugang einsteigen können. Die Module lassen sich, je nach Interessenslage und Bedarf, einzeln belegen. So ist ein risikoloser Einstieg möglich. Bei tieferem Interesse lassen sich die Module zu einem praxisnahen Masterstudium ausbauen.

„Unser Ziel ist, der Branche mit der Aachener Werkzeugbau Akademie eine zentrale Einrichtung für technologische und organisatorische Fragestellungen zu bieten“, erläutert Boos. „Ein Schwerpunkt ist die Weiterbildung und Qualifizierung mit speziell aufbereitetem Branchenwissen unter Nutzung aktuellster Weiterbildungskonzepte. Die direkte Anwendung des erlernten Wissens in unserem einzigartigen Demonstrationswerkzeugbau, in dem die komplette Prozesskette von der Konstruktion bis zum Try-out abgebildet werden kann, ermöglicht den Teilnehmern einen sehr praxisorientierten Zugang, der entsprechend im eigenen Unternehmen umgesetzt werden kann.“ Der eigene Qualifizierungs- und Forschungswerkzeugbau ist das Zentrum der Aktivitäten der Aachener Werkzeugbau Akademie. Hier werden auch Forschung und Entwicklung betrieben, insbesondere in den Projekten, die zusammen mit den Partnerunternehmen der Akademie initiiert werden.

Namhafte Unternehmen als Partner
In unterschiedlichster Weise engagieren sich namhafte Unternehmen der Branche in der Aachener Werkzeugbau Akademie. Premiumpartner wie der Audi Werkzeugbau, Rath, Gira oder Rathgeber beispielsweise haben sich für eine intensive und langfristige Zusammenarbeit entschieden. Sie haben in der Werkzeugbau Akademie ihr eigenes Büro und können die Ressourcen der Einrichtung zu einem bestimmten Anteil mit nutzen. Daneben gibt es weitere Partnerschafts-Modelle, die auf unterschiedliche Weise zum einen gemeinsame Forschungsprojekte, zum anderen aber auch die gezielte Weiterbildung von Mitarbeitern umfassen. Hier können aktuelle Fragestellungen aus der Branche in Pilotprojekten untersucht werden und Erfahrungen in Best-Practice-Workshops ausgetauscht werden.

Weiterbildung

Theorie und Praxis werden innerhalb eines Moduls systematisch kombiniert – so kann das Gelernte sofort angewendet werden, und auch das Unternehmen profitiert unmittelbar von der Weiterbildung.

Wichtige Handlungsfelder erfassen
Neben den technischen Themenfeldern, zu denen die Bereiche der Produktions- und Werkstofftechnologien ebenso zählen wie die Informations- und Kommunikationstechnologien, werden in der Aachener Werkzeugbau Akademie auch ökonomische Handlungsfelder behandelt – der Wandel vom Verkäufer zum Käufermarkt ist hier ebenso relevant wie die Ressourcenknappheit und die Verschiebung vom Industrie- zum Dienstleistungsbereich im Werkzeugbau. Der dritte Komplex umfasst die gesellschaftlichen Themenfelder, allen voran die Thematik Facharbeitermangel. Aber auch die Motivation von Mitarbeitern, Werte- und Führungsthemen, die Unternehmenskultur sowie das Agieren eines Unternehmens im Kontext der Gesellschaft, in die es eingebunden ist, sind wichtige Treiber für den Unternehmenserfolg.

Trends µ-genau

Studium für Werkzeugbauer
Auch ohne Abitur ist in der Aachener Werkzeugbau Akademie eine Hochschulausbildung sinnvoll möglich – bis zum Masterabschluss reichen die Möglichkeiten in der Akademie. Der modulare Aufbau des Angebots erlaubt es, zunächst mit kleinem Aufwand in diesem Studium zu „schnuppern“ und erste Kurse auch einzeln zu belegen, ganz nach Bedarf. Interessierte Werkzeug- und Formenbauer, aber auch Unternehmen können so mit relativ geringem Einsatz testen, ob dieser Ansatz für sie interessant ist. Die Werkzeugbau Akademie ist aus den Aktivitäten des Werkzeugmaschinenlabors WZL der RWTH Aachen und des Fraunhofer-Instituts für Produktionstechnologie IPT in der Branche Werkzeug- und Formenbau hervorgegangen. Eine enge Bindung zu diesen beiden Instituten der Produktionstechnik prägt weiterhin die Arbeitsweise. Zur Verwirklichung der angestrebten Weiterbildung und Qualifizierung von Nachwuchs- und Führungskräften in der Branche sowie für praxisorientierte Forschung und Industrieberatung steht ein großes Netzwerk zur Verfügung. Neben den beiden zentralen Partnern ergänzen weitere Forschungsinstitute und führende Unternehmen der Branche die Aktivitäten der Werkzeugbau Akademie mit Ihrer jeweiligen Expertise und Know-how aus den Bereichen Forschung und Anwendung.

Die Aachener Werkzeugbau Akademie ist offen für weitere Industriepartner. Gegenstand der Zusammenarbeit sind folgende Felder:

  • wissenschaftlicher Gedankenaustausch auf dem Gebiet der Branche Werkzeugbau
  • Transfer innovativer Technologien und Organisationsmodelle in die praktische Anwendung
  • Information über Verfahrensmöglichkeiten und -grenzen neuer Technologien der Branche
  • Aufzeigen von Einsatzpotenzialen sowie erzielbarer Zeit- und Kosteneinsparungen durch neue Entwicklungen in der Branche
  • Bearbeitung von Projekten unter Berücksichtigung von Aufgaben- und Problemstellungen der Partner
  • Impulse für zukünftige Aktivitäten und Entscheidungen der Partner

Expertise auch für Forschung
Sowohl für Weiterbildung als auch für Forschungsvorhaben kann die Aachener Werkzeugbau Akademie auf die Expertise und das gebündelte Know-how der RWTH Aachen zu Branchenthemen technologischer sowie organisatorischer Art zugreifen. „Die enge Verzahnung mit führenden Unternehmen der Branche in zahlreichen interdisziplinären Industrieprojekten stellt sowohl bei Forschungs- als auch bei Weiterbildungsprojekten eine sehr hohe Praxisrelevanz sicher.“

Einzigartig ist als wesentliche Basis für Wissen um die Branche die Datenbank, die aus dem Benchmarking-Wettbewerb „Excellence in Production“ gespeist wird – hier ist insbesondere erkennbar, was die führenden Werkzeug- und Formenbauunternehmen hierzulande so erfolgreich macht. „Mit aktuellen Studien vertiefen wir zudem Schwerpunktthemen, um einen Überblick über organisatorische und technologische Trends sowie aktuelle Entwicklungen im Markt zu behalten.“

„Die Aachener Werkzeugbau Akademie steht für die Professionalisierung und Vertiefung des an die Branche gerichteten Weiterbildungs- und Qualifizierungsangebots sowie für die Verstetigung der gemeinsam mit der Industrie ausgeführten vorwettbewerblichen Forschung an den Zukunftsthemen der Branche“, erklärt Boos. „Mit modernsten Weiterbildungskonzepten und aktuellem Wissen haben wir ein attraktives Angebot für die Branche geschaffen – es wird inzwischen auch schon sehr gut angenommen.“

Aus- und Weiterbildungsangebot

Das Aus- und Weiterbildungsangebot lässt sich modular an den eigenen Bedarf anpassen. Für die Teilnahme ist keine klassische Hochschulzugangsberechtigung wie Abitur oder Fachabitur notwendig, wohl aber Berufserfahrung. Interessant für Unternehmen, die ihre Nachwuchs- und Führungskräfte systematisch weiterbilden wollen.