komplexe Automationslösungen und Greifersysteme
Die Werkzeugbauer bei Hofmann in Lichtenfels fertigen Spritzgusswerkzeuge, etwa zur Produktion von Fahrzeugaußenspiegeln, mit einem Gewicht zwischen 500 kg und 30 t. Darüber hinaus sind sie im Maschinenbau tätig und haben jüngst auch komplexe Automationslösungen und Greifersysteme für den Spritzguss im Produktportfolio. - Bild Hofmann

Geschäftsführer Stefan Hofmann erklärt: "Natürlich ist es interessant, sich mit den Besten der Branche zu benchmarken. Wir sehen den Wettbewerb aber auch als Chance, mit anderen Marktteilnehmern in Kontakt und vor allem in den Austausch zu kommen." Die Werkzeugbauer sind sehr breit aufgestellt und fertigen Spritzgusswerkzeuge von 500 kg bis 30 t für eine Vielzahl an Branchen, wobei die Automobil- und Hausgeräteindustrie die größten Anteile des Umsatzes tragen. "Wir bedienen ein großes Feld an Technologien und sind bewusst breit aufgestellt. Wenn es Schwerpunkte gibt, liegen die im Bereich der optischen sowie technischen Teile mit hohen Ansprüchen an Aussehen und Maßhaltigkeit", berichtet Hofmann. "Darüber hinaus sind wir im Maschinenbau tätig und bieten nun seit etwa einem Jahr komplexe Automationslösungen und Greifersysteme für den Spritzguss an."

Vielseitige Servicedienstleistungen

Um ihre Kunden sowohl bei spritzguss- als auch werkzeugbezogenen Themen optimal unterstützen zu können, gibt es ein qualifiziertes Assistance-Team. "Für uns endet die Zusammenarbeit nicht nach der Werkzeugauslieferung. Auch wir bieten eine abgestimmte Prozessbetreuung, Werkzeugschulungen sowie Wartungs-, Instandhaltungs- und Reparaturdienstleistungen selbst für Fremdwerkzeuge an und sind weltweit schnell zur Stelle", betont der Geschäftsführer.

Für die Experten endet die Zusammenarbeit nicht nach der Werkzeugauslieferung. Sie stellen ein Assistence-Team bereit, um ihre Kunden optimal zu unterstützen.

Da es sich bei den Spezialisten oft um Sondertechnologien handelt, ist es nicht möglich, die notwendigen Maschinen und Peripherien für den Spritzguss selbst vorzuhalten. Ein Großteil der Werkzeuge wird deshalb direkt beim Kunden vor Ort eingefahren. "Auf Wunsch stellen wir unsere Werkzeuge jedoch direkt auf der Serienspritzgussanlage unseres Kunden bei uns in Lichtenfels ein und bemustern die Teile. Für solche Fälle halten wir Platz für ein kleines Technikum bereit", erklärt Hofmann. Die Verantwortung obliegt dann den Experten, sie nehmen Werkzeug und Maschine ab und liefern dem Kunden ein Komplettpaket aus. "Die Vorteile liegen auf der Hand: Der Kunde spart sich nicht nur Wege und Zeit, sondern profitiert auch von einem vollfunktionsfähigen Werkzeug, das sofort die Produktion aufnehmen kann."

Simulationstools als Grundlage

Die Werkzeugbauer unterstützen ihre Kunden schon ab Beginn der Artikelentwicklung und sorgen für eine fertigungsgerechte Auslegung und kunststoffgerechte Herstellung der gewünschten Artikel. Dafür haben sie mehrere Simulationstools im Einsatz.

Hofmann: "In mehr als 15 Jahren konnten unsere Werkzeugbauer ein enormes Know-how mit 3D-Druck und konturnaher Temperierung ansammeln. In diesem Bereich entwickeln wir teilweise so abgefahrene und komplexe Sachen, deren Machbarkeit wir ohne Simulations- oder speziellen Strömungssimulations-Tools überhaupt nicht abklären könnten."

Zitat

"Auf Wunsch stellen wir bei uns in Lichtenfels die Werkzeuge auf der Serienspritzgussanlage unseres Kunden ein." Stefan Hofmann

Zur besseren Organisation aller Abläufe setzen sie seit rund einem Jahr außerdem auf ein noch relativ neues Manufacturing Execution System von Hummingbird Systems. Hofmann berichtet: "Das System ist das Rückgrat für unsere Planung, Steuerung und Prozessautomation und bildet die Basis für die Umsetzung von Industrie 4.0 in unserem Unternehmen. Wir schätzen an dem System seine Plattformunabhängigkeit, Flexibilität und Mobilität. Das erlaubt uns, in alle Richtungen flexibel weiterzuwachsen."

Stefan Hofmann
Stefan Hofmann, Geschäftsführer Werkzeugbau Siegfried Hofmann GmbH. - (Bild: Hofmann)

Automatisierung ist für die Werkzeugbauer schon seit rund 14 Jahren ein Thema, mit dem sie sich bis heute intensiv auseinandersetzen. Was damals mit einer Fertigungslinie fürs Graphitelektrodenfräsen begann, setze sich drei Jahre später mit einer zweiten Senkerosionslinie fort. Heute sind beide verfahrensgemischten Automationszellen miteinander verknüpft und sorgen für ein hocheffizientes Arbeiten. In den Jahren 2012 und 2016 folgten weitere Automationskonzepte, diesmal für die Schlichtbearbeitung von Stahl. Hofmann erklärt: "In jeder unserer Fertigungszellen ist immer auch eine Messmaschine installiert, was unserer Firmenphilosophie entspricht. Aktuell liegt unser Automationsgrad bei zirka 40 Prozent." Und das nächste Projekt lässt schon auf sich warten. "Wir planen bereits die nächsten Automatisierungen. Allerdings sind uns dort noch solange die Hände gebunden, bis wir räumlich gewachsen sind", meint der Geschäftsführer "Platztechnisch sind unsere Kapazitäten im Moment voll ausgereizt."

Neue Impulse für die Branche setzen

Die Werkzeugbau Siegfried Hofmann GmbH sieht sich – deshalb auch der Slogan "Ihr Impulsgeber" – als Trendsetter, der neue Werkzeug- und Spritzgusstechnologien nicht nur entwickelt, sondern auch gemeinsam mit den Kunden am Markt etabliert. Das Fundament dafür bildet eine intensive Forschungs- und Entwicklungsarbeit. "Wir kooperieren sehr eng mit Forschungsinstituten und Hochschulen und haben allein derzeit fünf Projekte, die sich wirklich mit neuen Fertigungstechnologien beschäftigen", betont Hofmann. "In diesem Bereich sehen wir unser Alleinstellungsmerkmal. Denn nur durch neue Impulse können wir unseren Kunden den gewissen Mehrwert an Effektivität, Schnelligkeit und Genauigkeit bieten."

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