Arburg fertigt seine Allrounder-Spritzgießmaschinen zentral am deutschen Stammsitz in Loßburg, Nordschwarzwald. 
Bild: Arburg

Arburg fertigt seine Allrounder-Spritzgießmaschinen zentral am deutschen Stammsitz in Loßburg, Nordschwarzwald. Bild: Arburg

Der Kunststoffbranche ist Arburg als Hersteller von High-End-Technik bestens bekannt. Aber nur wenige Endverbraucher wissen, dass auf Allrounder-Spritzgießmaschinen viele Produkte des täglichen Gebrauchs entstehen – wie Zahnbürsten, Joghurtbecher und Pkw-Schlüssel .

Das Magazin Wirtschaftswoche hat in seiner Ausgabe 47 vom 11. November 2016 die 50 innovativsten deutschen Mittelständler gelistet. Mit einem Innovationsscore von 181 von max. 200 möglichen Punkten belegt Arburg Platz acht.

Unabhängiges Auswahlverfahren

Für das Ranking hatte die Münchner Unternehmens-beratung Munich Strategy Group (MSG) in einem mehrstufigen Auswahlverfahren insgesamt 3.500 Betriebe mit einem Umsatz zwischen zehn Millionen und einer Milliarde Euro hinsichtlich ihrer Innovationskraft analysiert. Dazu wurden zunächst Jahresabschlüsse und Präsentationen gesichtet und z. B. mit Kunden, Branchenexperten und Geschäftsführern gesprochen.

Für jedes der 400 Unternehmen, die in die engere Wahl kamen, berechnete MSG einen sogenannten Innovationsscore. Hier war wichtig, dass sich das Unternehmen durch ständige Neuerungen auszeichnet, von Wettbewerbern als innovativ angesehen wird und eine ideenfördernde Kultur etabliert hat. Weitere Kriterien waren Umsatzwachstum und Ertragskraft. Neben Technologie wurden außerdem neue Ansätze im Marketing oder in der Organisation berücksichtigt.

Innovative Maschinentechnik für Kunststoffprodukte

Arburg ist ein Hersteller von Spritzgießmaschinen. Die ersten Produkte waren jedoch ganz andere: Firmengründer Arthur Hehl fertigte 1923 zunächst medizinische Präzisionsinstrumente. Während des zweiten Weltkriegs und der Zeit des Wirtschaftswunders reagierte er flexibel auf immer neue Marktanforderungen. Flexibilität und Innovationskraft sind bis heute zwei wichtige Triebfedern für den Erfolg.

Der große Durchbruch und Einstieg in die Spritzgießtechnik gelang Mitte der 1950er-Jahre: Um ein Problem in der eigenen Produktion zu lösen, erfand Arthurs Sohn Karl Hehl eine kleine handbetätigte Spritzgießmaschine, die 1956 in Serie ging. Dessen Bruder Eugen Hehl baute mit Weitsicht die Strukturen für den weltweiten Vertrieb auf.

Arburg ist seit Jahrzehnten Pionier: im Verarbeiten unterschiedlicher Materialien, in der Automation und Steuerungstechnik sowie im Bereich der vernetzten Produktion mit Industrie 4.0-Technologien. Mit Allrounder-Spritzgießmaschinen und dem Freeformer für die additive Fertigung kann Arburg derzeit als einziger Hersteller der Branche seine Kunden über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg von der Einzelteil- bis zur Großserienfertigung betreuen.

Kontakt: Arburg GmbH + Co KG, www.arburg.com