Arburg smarte Kofferanhänger

Arburg präsentiert "smarte" Kofferanhänger auf der Messe FIP + 3D Print. - Bild: Arburg

Das Exponat auf dem Arburg-Stand D14/E11in Halle 2 veranschaulicht die flexibel automatisierte, wirtschaftliche Produktion in Losgröße 1. Für die kundenspezifische Individualisierung des Serienteils werden Spritzgießen, industrielle additive Fertigung und Automation kombiniert und die Prozessdaten über das Leitrechnersystem ALS erfasst.

“Die Zusammenlegung der Messen FIP und 3D Print ist für Arburg optimal. Wir werden den Fachbesuchern unser breites Produktprogramm zur Kunststoffverarbeitung präsentieren – von der Allrounder-Spritzgießmaschine und dem Freeformer für die industrielle additive Fertigung bis zu Automationslösungen und unserem Leitrechnersystem”, erläutert Marc Schuh, Niederlassungsleiter von Arburg Frankreich. "Wir zeigen in Lyon eine vernetzte und flexibel automatisierte Fertigungsabfolge an räumlich getrennten Orten. Die Fachbesucher können selbst erleben, wie sich durch Kombination von Spritzgießen und additiver Fertigung Großserienteile individualisieren lassen. Über unser Arburg Leitrechnersystem ALS wird zudem jedes individuelle Bauteil lückenlos rückverfolgt."

Station 1: Spritzgießen des Serienbauteils

An der ersten Station produziert eine individuelle Turnkey-Lösung, bestehend aus einem Allrounder 375 V und einer flexiblen, platzsparenden Roboterzelle mit integriertem Sechs-Achs-Roboter, das Serienteil "Kofferanhänger". Der Roboter entnimmt das fertige Spritzteil und montiert nachgelagert einen NFC-Chip (Near Field Communication). Durch die Integration des Chips kann das Produkt Informationen speichern und kommunizieren.

Zu den erfassten Daten zählen Herstelldatum, Zykluszeit, Einspritzdruck und Verarbeitungstemperatur aus dem Spritzgießprozess sowie die später hinzukommenden persönlichen Daten des Besuchers und die Prozessdaten aus der additiven Fertigung.

Station 2: Spritzteil personalisieren

Beim nächsten Schritt des flexiblen Herstellprozesses wählt der Besucher an einem Eingabe-Terminal eine Grafik für das Design des Anhängers aus und lässt seine elektronische Visitenkarte (vCard) erstellen. Die zugehörigen Auftragsdaten für den weiteren Produktionsablauf werden direkt auf den NFC-Chip des Kofferanhängers übertragen. Damit ist das Bauteil selbst zum Datenträger geworden, der sich an den einzelnen Stationen identifiziert und seinen weiteren Herstellprozess selbst steuert. Zudem erhält jeder Kofferanhänger eine eigene Website in der Cloud. Dort werden auch alle vom Arburg Leitrechnersystem ALS erfassten Prozess- und Qualitätsdaten archiviert.

Stationen 3 und 4: Kofferanhänger individualisieren

Bei der folgenden individuellen Laserkennzeichnung werden die persönlichen Daten wie Name, Adresse, Telefonnummer sowie die vCard in Form eines QR-Codes auf den Kofferanhänger aufgebracht. Das gesamte Teilehandling übernimmt ein Integralpicker V.

Anschließend individualisiert ein Freeformer den Kofferanhänger weiter, indem er die an der zweiten Station ausgewählte Grafik additiv aus Kunststoff in 3D aufträgt. Aus dem Serienprodukt ist ein individuelles Unikat geworden.

Station 5: Smartes Produkt für Online-Aktionen nutzen

An der letzten Station erfahren die Besucher, wie sie mit ihrem smarte Kofferanhänger datengestützte Aktionen ausführen können, wie etwa die Online-Bestellung von Broschüren über den integrierten NFC-Chip. Zudem lassen sich über den QR-Code bzw. NFC-Chip die Kontaktdaten auslesen. Enthalten ist auch die individuelle URL-Adresse der Website des jeweiligen Produkts, über die alle Prozess- und Qualitätsdaten jederzeit zu 100 Prozent rückverfolgt werden können.

4.0-Bausteine flexibel kombinierbar

Die digitale Vernetzung schafft Transparenz und Durchgängigkeit und ermöglicht eine optimale Auslastung der gesamten Produktion, auch und gerade bei kleineren Stückzahlen und häufigen Produktwechseln.

Auf dem Arburg-Stand erfahren die Messebesucher zum einen, wie sich 4.0-Bausteine von Arburg individuell kombinieren lassen und die flexible Serienproduktion in Losgröße 1 effizient umgesetzt werden kann. Zum anderen geben Experten für das Arburg Kunststoff-Freiformen (AKF) Auskunft zu den Einsatzmöglichkeiten des Freeformers für die industrielle additive Fertigung. nh