Berkenhoff schließt Investorensuche erfolgreich ab

„Die Verträge konnten in der vergangenen Woche nach intensiven Verhandlungen unterzeichnet werden“, erklärt Berkenhoff-Geschäftsführer Askan Duhnke. Der Unternehmensverkauf steht noch unter dem obligatorischen Vorbehalt der kartellrechtlichen Freigabe. „Der Antrag zur kartellrechtlichen Genehmigung wird zurzeit vorbereitet, eine Entscheidung wird bis Anfang Oktober erwartet“, so Askan Duhnke weiter.

Berkenhoff wurde in 2009 im Zuge eines Rettungserwerbs über die nexpert AG für einen symbolischen Kaufpreis erworben. Ziel war die nachhaltige Sanierung mit einem abschließenden Verkauf an einen potenten strategischen Investor, um die Marktposition der Berkenhoff auch mittel- und langfristig zu sichern. Ende vergangenen Jahres wurde deshalb mit einer strikt selektiven Investorenansprache begonnen. Alle Finanzinvestoren und Investoren ohne Eigenkapital und Risiko wurden bewusst nicht in die Ansprache mit einbezogen.

„Wir haben die zahlreichen Anfragen von nicht geeigneten Interessenten stets abgewehrt. Für uns war es sehr wichtig, dass Berkenhoff einen passenden strategischen Partner mit ausreichender Kapitalausstattung bekommt. Alles andere wäre nicht nachhaltig genug im Interesse des Unternehmenserhalts gewesen“, so nexpert-CEO Thomas Kresse.

Aus der selektiven Ansprache konnten drei potenzielle Investoren gewonnen werden. In den letzten Wochen wurden die Verhandlungen mit der Powerway Group forciert. Das Unternehmen konnte die notwendige finanzielle Stabilität und eine geeignete Gesamtstrategie von allen Bietern am besten darstellen. Die Verhandlungen waren aufgrund der Kulturunterschiede und der generellen Gesellschafterstruktur allerdings eine echte Herausforderung. „In den Gesprächen mit dem Management und den Beratern von Powerway waren die Transaktionssicherheit und das gemeinsame Zukunftskonzept die wohl wichtigsten Verhandlungspunkte. Durch den Verkauf an die Powerway Group sollte die Zukunft und Marktposition der Berkenhoff bestmöglich gesichert werden. Dieses konnte in intensiven Verhandlungsrunden erreicht werden“, so Thomas Kresse. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

Im Rahmen der Übernahmevereinbarungen hat Powerway für die nächsten drei Jahre ein millionenschweres Investitionsprogramm in Forschung und Entwicklung, Produkte, Maschinen und Anlagen sowie die Ausbildung und Qualifikation der Mitarbeiter fest zugesagt. Die Marktstellung der Marke bedra soll gefestigt und ausgebaut werden. Ebenso ist der Erhalt der beiden Standorte Heuchelheim und Merkenbach bis Ende 2020 vertraglich vereinbart. Allerdings wird ein Personalabbau aufgrund zu erwartender Synergien und gemeinsamer Zukunftsprojekte diskutiert. Denkbar ist dabei der Bezug von Vormaterialien aus China. Umgesetzt werden soll dies bis Ende 2016, ein finales Konzept wird aber erst in den nächsten Monaten mit allen Beteiligten erarbeitet. Powerway hat die Übernahme der Kosten für einen voraussichtlich notwendigen Sozialplan ebenfalls bereits vertraglich zugesichert und eine möglichst sozialverträgliche Umsetzung angekündigt. Für die dann verbleibende Stammbelegschaft werden betriebsbedingte Kündigungen bis Ende 2018 ausgeschlossen.

„Um die Perspektiven der Berkenhoff GmbH wäre es ohne das Engagement des neuen Eigentümers Powerway Group sehr schlecht bestellt gewesen. Daher freuen wir uns umso mehr, jetzt wieder in eine vielversprechende Zukunft blicken zu können und die Möglichkeit zu haben, zu unserer alten Stärke zurückzukehren“, so Askan Duhnke.

 Kontakt: Berkenhoff GmbH, www.bedra.com