EAM 2018

Die EAM 2018 konnte bei Besuchern und Ausstellern punkten. – Bild: Messe Augsburg

Im September 2018 startete die EAM in Augsburg mit einem vielversprechenden Debüt. Von anderen Fachveranstaltungen mit dem Thema "Additive Fertigungsverfahren" unterscheidet sie sich durch ihre ausgeprägte Anwendungsorientierung. Während die meisten Veranstaltungen in Deutschland von einer starken Ausrichtung auf Produkte und Hersteller geprägt sind, zeigt die EAM additive Fertigungsverfahren aufgeteilt in sämtliche Prozessabschnitte der Wertschöpfungskette. Erlebbar dargestellt wird die Wertschöpfungskette in unterschiedlichen Schaubereichen im Pre-, In- und Post-Processing. Dieses Konzept ist bisher einzigartig.

Der Standort Augsburg liegt direkt auf der Technologieachse Süd, einer Region, die einen großen Teil der Wirtschafts- und Innovationskraft Deutschlands bündelt. Um von diesem Umfeld zu profitieren, ist die EAM zugeschnitten auf die in der D-A-CH Region ansässigen Anwenderbranchen: Luft- und Raumfahrt, Mobility und Automotive, Werkzeug- und Formenbau, Medizin- und Dentaltechnik. Entscheidend erweitert wird das Programm in diesem Jahr um die Anwendungsbranche Maschinen- und Anlagenbau. "Der globale Markt für Additive Manufacturing und 3D-Druck wächst Schätzungen zufolge in den kommenden Jahren um jährlich mehr als 20 Prozent", sagt Gerhard Reiter, Geschäftsführer der Messe Augsburg. "Besonderes Innovationspotenzial wird unter anderem dem metallischen 3D-Druck zugeschrieben", so Reiter weiter.

Ziel der EAM ist es, den Besuchern Einblick und Überblick über die vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten und Potentiale der industriellen additiven Fertigung zu verschaffen. "Starter können auf der EAM entscheidende Kontakte knüpfen und geeignete Geschäftspartner für den Einstieg in die Technologie finden. Professionals treffen auf der EAM weitere Geschäftspartner und erhalten den Überblick über neueste Entwicklungen in dieser schnelllebigen Technologie", erklärt Sarah Puttner, Projektleiterin der EAM bei der Messe Augsburg.

Wie im Jahr zuvor wird parallel zur EAM das etablierte "Augsburger Seminar für additive Fertigung" in seiner 23. Auflage stattfinden. Das diesjährige Thema lautet "Perspektiven der Additiven Fertigung: Reproduzierbarkeit und neue Technologien". Das Seminar wird ausgerichtet von den beiden Veranstaltungspartnern der Messe Augsburg, dem Fraunhofer IGCV und dem Institut für Werkzeugmaschinen und Betriebswissenschaften iwb der TU München. "Wir freuen uns, den Teilnehmern am 23. Augsburger Seminar für additive Fertigung auch in diesem Jahr wieder einen Mehrwert anbieten zu können: Mit der EAM ermöglicht unser Partner Messe Augsburg interessante Einblicke in die Welt der Additiven Fertigung und bringt Angebot und Nachfrage zusammen", sagt Andreas Bachmann, Mitglied der Institutsleitung – Themengruppe Additive Fertigung des iwb der TU München.

Ein weltweiter Technologie- und Qualitätsführer für High-End-Lösungen im Bereich des industriellen 3D-Drucks, der sich erstmals an der EAM beteiligt, ist die EOS GmbH. Das Technologie- und Kundenzentrum von EOS wird für die Teilnehmer des EAM Industry Shuttles seine Türen in Krailling bei München öffnen. Dr. Marius Lakomiec von der EOS GmbH hierzu: "Wir freuen uns, dass es jetzt am Standort Bayern ein neues, anwenderorientiertes Eventformat zum industriellen 3D-Druck gibt, welches die gesamte industrielle AM-Wertschöpfungskette abbildet. Wir bieten den Teilnehmern der EAM einen Industry Shuttle zu unserem Technologie- und Kundenzentrum in Krailling bei München an. Dort erhalten diese - u.a. in unserem Showroom - Einblicke in die Technologie selber, zu Anwendungsbeispielen aus diversen Industrien und zu den Möglichkeiten des industriellen 3D-Drucks zur Erschließung neuer Geschäftsmodelle."

Einer der Top-Player im Metall-3D-Drucken ist die Firma Trumpf aus Ditzingen in Baden-Württemberg. In diesem Jahr ist sie Partner der sogenannten "AM Table Talks", einer interaktiven Vortragsreihe für Anwender auf der EAM. "3D-Druck birgt für den Werkzeug- und Formenbau viele Chancen, etwa eine bessere Temperierung der Werkzeuge durch konturnahe Kühlung. Die EAM in Augsburg bietet mit ihrem Multi-Location-Format, verschiedenen Branchenteilnehmern und dem regionalen Teilnehmerkreis eine gute Plattform, sich darüber auszutauschen, wie Trumpf beim Einstieg in den 3D-Druck unterstützen kann. Das Branchenteam freut sich auf die nächste EAM in Augsburg", sagt Marc Dimter, Branchenmanager Werkzeug- und Formenbau bei Trumpf.

Wolfgang Hansal, Geschäftsführer der bekannten Hirtenberger Engineered Surfaces GmbH aus Österreich, freut sich auf die Teilnahme als Aussteller und Registrierungssponsor der EAM 2019: "Als Anbieter der einzigen vollautomatisierten, nicht mechanischen Prozesslösung zum Post-Processing 3D-gedruckter Metallbauteile lautet unser Motto "Let´s talk Post-Processing!". Aus diesem Grund möchten wir auf der EAM 2019 einem fachkundigen Publikum unsere Möglichkeiten zur Nachbearbeitung additiv gefertigter Teile vorstellen und anhand von konkreten Fallbeispielen diskutieren. Aus unserer Erfahrung ist es insbesondere auf kleineren, zielgerichteten Fachmessen besser möglich mit einem interessierten Fachpublikum in Kontakt zu treten und konkret über Anwendungen zu sprechen".

"Die erste EAM in Augsburg 2018 war aus meiner Sicht ein sehr guter Erfolg. Das Feedback der anwesenden Fachbesucher aus den lokalen und überregionalen Instituten und Industrien deutet auf das hohe Potential der EAM hin, sich in den nächsten Jahren fest im Messekalender zu verankern", resümiert Matthias Leidescher von Premium Arotec. vg