Technologietag-Geschäftsführer Rudolf HeinBild: Konstruktionsbüro Hein

Technologietag-Geschäftsführer Rudolf Hein Bild: Konstruktionsbüro Hein

In einem Markt, der sich aktuell extrem schnell verändert und in Zeiten des demografischen Wandels sind zukunftssichernde Weichenstellungen in Richtung Automatisierung in Europa unerlässlich.

Diese Plattform für Kommunikation und Kooperation hat sich im Laufe der Jahre in der Kunststoffbranche etabliert und zieht mehr als 500 Fachleute aus Deutschland und den Nachbarländern an. Der Netzwerkgedanke steht dabei immer im Vordergrund, das Miteinander von Menschen und Unternehmen zu fördern und gemeinsam gute und zukunftsweisende Wege zu finden. Das Thema Automatisierung nimmt hier eine Schlüsselrolle ein: So werden Produktentwicklungen auf die vollautomatische Herstellung abgestimmt, vorhandene Fertigungszellen im Formenbau mit dem Roboter verbunden, Spritzgießprozesse vollautomatisch korrigierbar und möglicherweise auch bald automatisch anfahrbar.

Auf dem Technologietag präsentieren sich 2016 70 Ausstellerunternehmen. Sie kommen aus unterschiedlichen Bereichen der Kunststoffbranche, aus Produktentwicklung, Formenbau und Produktion, die Mischung macht den Reiz aus. So sind die Wege kurz, um für alle Aspekte eines Projektes einen oder mehrere Ansprechpartner zu finden und vielleicht sogar spontan ein Projektteam mit mehreren Partnern zusammen zu stellen.

Etwa 500 Teilnehmer werden sich über neue Technologien und intelligente Lösungen informieren und austauschen, „mit anderen Worten, die Köpfe zusammen stecken, intensiv diskutieren und möglicherweise neue Allianzen bilden,“ so Veranstalter Alexander Hein. Diese Möglichkeit zum fachlichen Austausch ist einer der ersten Kunststoff-Treffpunkte des Jahres, der für viele zu einer festen Größe im Terminkalender geworden ist.

Auch der Nachwuchs kommt auf dem Technologietag zu seinem Recht: Das Wissens- und Innovationsnetzwerk Polymertechnik, kurz WIP, führt mit der Aktion „Schüler entdecken Kunststoff“, etwa 30 junge Menschen mit Vorträgen, Versuchen und einem Rundgang durch die Ausstellung an die Berufsfelder der Kunststoffwelt heran. Weitere Schüler besuchen die Ausstellung auf Einladung des Veranstalters mit ihren Lehrern, erleben so Praxisnähe und bekommen Anregungen für die Berufswahl.

Wer A sagt, der muss nicht B sagen. Er kann auch erkennen, dass A falsch war. (Bertolt Brecht)
Dieses Motto spiegelt die Schlagworte Fehlervermeidung und Industrie 4.0 wider – sie werden die 15 Fachvorträge des 20. Hein-Technologietages bestimmen.

In das Themenfeld Industrie 4.0 fallen die Vorträge von Konstruktionsbüro Hein GmbH (Werkzeugkonzept 4.0), Harting Applied Technologies GmbH (Automatisierung im Werkzeugbau), Mecadat AG (Datenbankbasierte Werkzeugkonstruktion), Kistler Gruppe (Werkzeugsensorik in der vernetzen Spritzgiessfertigung) und cirp GmbH (Generative Fertigung / Rapid Tooling)

Zur Fehlervermeidung und prozesssicheren Fertigung gibt es beispielsweise Beiträge aus den Bereichen Anguss- und Entlüftungslösungen (Nonnenmann GmbH), Hochleistungskunststoffe (Barlog Gruppe), Beschichtungen (CemeCon Scandinavia A/S), Verschleißschutzschichten (Boyke Wear Technology GmbH), Spritzgießverarbeitung (SKZ – KFE gGmbH), Messtechnik (Brabender Messtechnik GmbH & Co. KG), Heißkanalsysteme (PSG Plastic Service GmbH), Stahlauswahl (STM Stahl Vertriebs GmbH), sowie variotherme Temperierung (HB Therm GmbH) und konturnahe Temperierung (Hermle Maschinenbau GmbH). vg