Maßgefertigte 3D-Druckwerkzeuge von GKN Driveline Florenz

GKN Driveline Florenz hat mit Hilfe von maßgefertigten 3D-Druckwerkzeugen die Werkzeugproduktionszeit von fast einer Woche auf weniger als einen Tag verkürzt. - Bild: Stratasys

Nach Angaben des Werks reduziert sich die Produktionszeit durch den Einsatz kundenspezifischer Werkzeuge aus dem 3D-Drucker um 70 Prozent, kostspielige Ausfallzeiten in der Produktion werden vermieden. Die Fertigung einzelner Maschinenersatzteile für den gesamten Produktionsbetrieb per 3D-Drucktechnologie von Stratasys reduziert die Abhängigkeit von Lieferanten und Bauteile können schneller an Kunden geliefert werden. Die Sparte verzeichnet wesentlich kürzere Vorlaufzeiten, da anstelle herkömmlicher Kunststoff- und gering belasteter Metallwerkzeuge nun maßgefertigte Montagewerkzeuge aus dem 3D-Drucker eingesetzt werden. Darüber hinaus fertigt das Team mit dem 3D-Drucker Ersatzteile für Produktionsanlagen nach Bedarf.

Innovation mit Vollgas

Fortus 450mc 3D-Drucker
Mit dem Fortus 450mc 3D-Drucker von Stratasys testet GKN Driveline Florenz eine Reihe neuer Tooling-Anwendungen (wie die oben abgebildeten End-of-Arm-Werkzeuge), um kostspielige Produktionsausfälle zu vermeiden. - Bild: Stratasys

GKN Driveline beliefert weltweit über 90 Prozent der Automobilhersteller mit Antriebssystemen und -lösungen. Da sich die Vorlaufzeiten der Kunden immer weiter verkürzen, hat der Geschäftsbereich weitere Anwendungsbereiche in der Produktion identifiziert, in denen der 3D-Druck herkömmliche Fertigungsverfahren ersetzen kann und somit die Produktivität steigert.

Laut Carlo Cavallini, GKN Lead Process Engineer und Teamleiter der Niederlassung Florenz, kann sein Team seit der Einführung eines Fortus 450mc 3D-Druckers von Stratasys komplexe Montagewerkzeuge für die Fertigungsstraße in einem Bruchteil der Zeit, gegenüber herkömmlichen Methoden, herstellen. Dadurch können die Mitarbeiter die Werkzeuge in kurzer Zeit auf ihre Praktikabilität überprüfen, wesentlich schneller in der Produktion einsetzen und den gesamten Produktionsablauf beschleunigen.

Um die Innovation des Fertigungsverfahrens mittels 3D-Druck voranzutreiben, hat das Team mit dem 3D-Drucker ein spezielles End-of-Arm-Werkzeug hergestellt, das einzelne Komponenten von einer Fertigungsstufe zur nächsten befördert. Mithilfe des hochleistungsstarken 3D-Druckmaterials ULTEM 9085 wird das Tool erfolgreich am Fließband eingesetzt und hält, wie herkömmliche Metallteile auch, einer längeren Nutzung stand.

Maßfertigung auf vollen Touren

GKN Driveline Florenz fertigt inzwischen eine Reihe kundenspezifischer End-of-Arm-Werkzeuge per 3D-Druck und spart im Vergleich zu den vorherigen Abläufen dadurch zwei Monate Arbeitszeit.

"Da wir Werkzeuge und Bauteile für spezielle Produktionsanforderungen in kürzester Zeit mit dem 3D-Drucker maßfertigen können, sind wir wesentlich flexibler und können unsere Lieferkette verkürzen", erläutert Cavallini und fügt hinzu: "Wir entwickeln weiterhin Bauteile speziell für die additive Fertigung und finden dadurch immer mehr Anwendungen, die einen Mehrwert bieten. Ich bin davon überzeugt, dass die FDM 3D-Drucktechnologie von Stratasys in Zukunft ein fester Bestandteil unseres gesamten Werkzeugentwicklungszyklus werden und uns dabei helfen wird, unsere Geschäftszahlen weiter zu verbessern." nh

Auf der formnext vom 14. bis 17.11.2017 in Frankfurt am Main, ist Stratasys in Halle 3.1, Stand F40 und G48, vertreten.