Mehr an Sicherheit

Durch das Mehr an Sicherheit haben sich in Biedenkopf auch die Durchlaufzeiten beim Erodieren um 30 Prozent reduziert. - Bild: OPS-Ingersoll

Begonnen hatte alles mit der Investition in eine Senkerodiermaschine Gantry Eagle 500. In relativ kurzer Zeit folgte bei Krüger Erodiertechnik der Ausbau mit einem MultiChange-Roboter und einer zweiten Senkerodiermaschine, einer Gantry Eagle 800. Im Zug dieser Erweiterung wurden die Magazinkapazitäten mehr als verdoppelt, es entstand ein MoldCenter mit zwei Senkerodiermaschinen.

Das MoldCenter
Das MoldCenter, inklusive der Chipidentifikation und OIPM-Software, wird seit Ende 2017 genutzt und gibt den Mitarbeitern Sicherheit. - Bild: OPS-Ingersoll

Geschäftsführer Friedhelm Krüger ging es aber weniger darum, weitere Maschinen zu platzieren, vielmehr sollten – ohne zusätzliches Personal – weitere Kapazitäten in der gesamten Fertigung geschaffen werden. Die Lösung fand er bei OPS-Ingersoll. Seit Ende 2017 verfügt man für die Durchgängigkeit der Prozesse über einen Workflow mit Chipidentifikation und der Software OIPM (OPS-Ingersoll Part Managementsystem).

Profil

Krüger Erodiertechnik GmbH & Co. KG

Das Unternehmen wurde 1996 gegründet, beschäftigt heute 25 Mitarbeiter und hat sich als inhabergeführtes Familienunternehmen vom Drahterodieren zum Spezialisten in den Bereichen Senk- und Drahterodieren sowie Fräsen und Elektrodenherstellung für Kunden aus aller Welt entwickelt. Zum Kundenkreis zählen unter anderem Unternehmen aus der Automobilzulieferindustrie, dem Maschinenbau und der Medizintechnik. Als Systemlieferant bietet die Krüger Erodiertechnik neben der Fertigung von Bauteilen auch die Entwicklung und Konstruktion von Bauteilen an. Aktuell hat das Unternehmen die additive Fertigung (Metalldruck) mit in das Fertigungsprogramm aufgenommen.

Aus Daten sichere Abläufe generieren

Software-Messpunkte definieren
Mit entsprechender Software Messpunkte definieren und den Datensatz der Elektroden vermessen, direkt aus dem CAD. - Bild: OPS-Ingersoll

Dabei ist eine Software wichtig, die aus vorhandenen Informationen sichere Abläufe und lauffähige Programme generiert. OIPM verspricht eine praxisorientierte Lösung. Parallel dazu bietet OPS-Ingersoll ein System, mit dem alle relevanten Daten für die Bearbeitung aus dem CAD- oder Programmiersystem übernommen werden. Bei Krüger Erodiertechnik werden auch die technologierelevanten Daten aus dem CAD-System abgegriffen. Man übernimmt aus dem Programmiersystem die Positionierdaten, Erodiertiefen, die Oberflächenklassen, Untermaße, die Graphitqualität und könnte selbst die Anzahl der Elektroden vorgeben. Diese Daten lassen sich über einen Importfilter in das Programmiersystem MultiProg übernehmen, und man erhält so alle relevanten Informationen, um in Richtung automatisiertes Programmieren zu gehen.

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OIPM ist nicht als vollwertiges Job-Management-System zu sehen, vielmehr ist es eine Software, die man als Einstieg in die digitale Vernetzung definiert und damit hinsichtlich Preis-Leistung vor allem für klein- und mittelständische Unternehmen attraktiv sein soll. Für OIPM werden keine Lizenzgebühren fällig, das System ist zudem nach oben kompatibel. OIPM stellt den Workflow sicher, die Joblisten werden in der Maschinensteuerung erzeugt.

Manuelle Eingabe als Fehlerquelle

Aufträge, Workflow
Aufträge sollen bei Krüger Erodiertechnik kurzfristig und schnell abgearbeitet sowie der Workflow entsprechend organisiert werden. - Bild: OPS-Ingersoll

"Die manuelle Eingabe von Versatzdaten hatte bei uns in der Vergangenheit immer wieder zu Problemen geführt", erklärt Krüger. "Da wurde eine Kommastelle vertauscht oder ein Vorzeichen vergessen. Diese Fehlerquelle haben wir eliminiert und auch unsere vorhandene Messmaschine in diesen Workflow eingebunden. So lassen sich jetzt direkt aus dem CAD-System die Messpunkte definieren und der Datensatz der Elektroden vermessen. Dank diesem Mehr an Sicherheit konnten wir unsere Durchlaufzeiten um 30 Prozent reduzieren."

Um auch die Nacht und das Wochenende nutzen zu können, ist es Krüger Erodiertechnik vor allem wichtig, Aufträge kurzfristig und schnell abzuarbeiten sowie den Workflow entsprechend zu organisieren. Vorrangig ist deshalb, wie bestehende Systeme in solch eine Prozesskette integriert werden können. Ein Beispiel ist die Senkerodiermaschine Gantry Eagle 1200, die bereits vor Einführung der Automatisierung als Stand-Alone-Maschine da war. Die Maschine wurde problemlos in den Verbund übernommen. Deshalb überlegt man derzeit, auch die High-Speed-Fräsmaschine Eagle V9 der Prozesskette anzuschließen. nh

Trends µ-genau

OPS-Ingersoll Part Managementsystem

OIPM ist nicht als vollwertiges Job-Management-System zu sehen, vielmehr ist es eine Software, die man als Einstieg in die digitale Vernetzung definiert und damit hinsichtlich Preis-Leistung vor allem für klein- und mittelständische Unternehmen attraktiv sein soll. Für OIPM werden keine Lizenzgebühren fällig, das System ist zudem nach oben kompatibel. OIPM stellt den Workflow sicher, die Joblisten werden in der Maschinensteuerung erzeugt.