Die 5-Achs-Portalfräsmaschine FZU ist kompakt und genau. - Bild: F. Zimmermann

Die 5-Achs-Portalfräsmaschine FZU ist kompakt und dank ihres thermosymmetrischen Aufbaus sehr genau. Sie bietet eine hohe Produktivität und Verfügbarkeit. - Bild: F. Zimmermann

Kaspar Hürlimann ist seit 2012 Geschäftsführer der Formbar mit Sitz im Schweizer Kirchdorf: „Wie wir wettbewerbsfähig bleiben? Wir schlafen nicht und versuchen, uns permanent zu verbessern.“ Aktuell besteht sein Team aus 13 erfahrenen Mitarbeitern und zwei Auszubildenden. Gemeinsam fertigen sie präzise Formen in sämtlichen Dimensionen aus Holz, Aluminium oder auch verschiedenen Kunststoffen.

Die Kunden kommen unter anderem aus der Automobilindustrie, der Luftfahrt oder dem Rennsport. „Es gibt kaum eine Branche, für die wir nicht fertigen“, sagt der Geschäftsführer. Seine Kollegen kümmern sich hausintern um die Vorbereitung, die Programmierung, die Montage und Produktion bis zur Veredelung der Bauteile.

Seit er als Geschäftsführer in das Unternehmen eingestiegen ist, hat sich viel verändert. Bis dahin waren Großprojekte aus dem Gießereimodellbau das Standbein der Firma. Damit wurden rund 80 Prozent des Umsatzes generiert. „Heute sind es nur noch 15 Prozent, denn durch die verstärkte Abwanderung der Produktion in den Osten Europas sind die Preise immer stärker gefallen“, beschreibt Hürlimann.

Das Team von Formbar. - Bild: F. Zimmermann
Formbar: Das Team besteht aus erfahrenen Mitarbeitern und zwei Auszubildenden. - Bild: F. Zimmermann

Qualität bestimmt den Markt

Verändert haben sich auch die Anforderungen an die Qualität. Insbesondere in der Automobilindustrie, aber auch in den anderen Branchen erwarten die Kunden nahezu perfekte Oberflächen der Bauteile und immer höhere Genauigkeiten. Dazu kommt der Zeitdruck, mit der die Aufträge abgearbeitet werden sollen. Konnten Modell-, Werkzeug- und Formenbauer früher auf lange Sicht planen, müssen sie heute wesentlich rascher auf Anfragen reagieren können. Kosten und Zeit würden im Betrieb immer wichtiger werden, sagt Hürlimann.

Um in diesem harten Wettbewerb überleben zu können, gelte es, effizient zu arbeiten. Das mit dem nicht Schlafen stimme deshalb sicherlich nicht, aber das permanente Verbessern schon. Und das bezieht sich nicht nur auf die wachsende Kompetenz der Mitarbeiter, sondern auch auf den Maschinenpark.

Denn das Kerngeschäft der Formbar ist das Fräsen von Formen. „Die Fertigung der Bauteile unterliegt hohen Qualitätsanforderungen. Um auf die unterschiedlichen Aufträge flexibel zu reagieren, haben wir Maschinen verschiedener Baugrößen im Einsatz“, sagt der Formbar Geschäftsführer.

Zimmermann-Maschinen erfüllen Anforderungen der Formenbauer

Dabei setzt der Betrieb seit etwa 20 Jahren auf Maschinen der F. Zimmermann mit Sitz in Neuhausen auf den Fildern in der Nähe von Stuttgart. „Wir schätzen die Stabilität, die hohe Geschwindigkeit und die Flexibilität dieser Anlagen“, sagt Hürlimann. „Sie arbeiten präzise und zuverlässig, und meine Kollegen müssen die Bauteile nach der Entnahme von der Maschine nicht mehr nachbearbeiten.“ Allein das spart erheblich Zeit und Geld. Die Bauteile werden auf den Anlagen komplett geschruppt und geschlichtet.

Zuverlässig und präzise: Zimmermann-Maschinen. - Bild: F. Zimmermann
Zuverlässig und präzise: Seit 20 Jahren setzt die Formbar auf Zimmermann-Maschinen. - Bild: F. Zimmermann

In der neuen klimatisierten Werkshalle befindet sich seit 2015 eine Portalfräsmaschine der Baureihe FZ33 Compact. Die Y-Achse verfährt bis 4.000, die Z-Achse bis 1.500 und die X-Achse bis 2.500 Millimeter. „Das Besondere an der Baureihe ist ihr eigensteifer Basiskörper aus Guss mit integrierter Tischplatte“, beschreibt Alexander Wetzel, Vertriebsgebietsleiter bei Zimmermann, der Formbar betreut. „Dazu kommen aufgesetzte, mit Spezialbeton gefüllte Seitenwände und ein struktursteifes Portal.“ Damit konnte Formbar die Anlage auf dem soliden Industrieboden aufstellen – ohne ein spezielles Maschinenfundament.

Effizientes Fräsen mit hoher Oberflächengüte möglich

Durch die Leistungsstärke und Stabilität der FZ33 Compact lassen sich zum Beispiel Bauteile aus Aluminium und Verbundwerkstoffen 5-achsig schnell und wirtschaftlich bearbeiten – ebenso Komponenten aus Stahl und Guss. „Wir nutzen diese Maschine vorzugsweise für die Aluminium-Nassbearbeitung“, berichtet Hürlimann. Mit der Maschine sind Vorschubgeschwindigkeiten bis zu 60 m/min möglich, die Achsbeschleunigung reicht bis zu fünf m/s². „Damit lassen sich sehr effizient exzellente Oberflächen fräsen.“

Zehn Jahre lang war zudem eine 5-Achsen CNC-Portalfräsmaschine der Baureihe FZ30 erfolgreich im Einsatz. Damit konnte Formbar Werkstücke mit Längen von bis zu drei Meter bearbeiten. „Wegen den oft ganz unterschiedlichen Aufträgen suchten wir eine kompaktere und äußerst flexible Lösung“, sagt Hürlimann. Die Maschinenbauer kamen mit einem fairen Eintausch-Angebot, das Formbar nicht ablehnen konnte. Im Dezember hat das Unternehmen dann die FZ30 gegen eine FZU ersetzt.

Profil: F. Zimmermann

Die F. Zimmermann aus dem schwäbischen Neuhausen a.d.F. ist einer der weltweit führenden Hightech-Anbieter für Portalfräsmaschinen. Diese zeichnen sich durch riesige Arbeitsräume, enorme Dynamik und Zerspanleistung aus. Das Unternehmen, gegründet 1933 von Friedrich Zimmermann, hat mittlerweile über 200 Mitarbeiter weltweit. Mit seinem Produktprogramm hat das innovative Unternehmen vor allem ein Ziel: Die passende Lösung für seine Kunden anzubieten und damit eine hohe Wirtschaftlichkeit gewährleisten zu können. „Quality made in Germany“. Die Spezialmaschinen sind weltweit in den Bereichen Automobil-, Luftfahrt- und Maschinenbau im Einsatz.

Die kompakte 5-Achs-Portalfräsmaschine arbeitet dank ihres thermosymmetrischen Aufbaus hochgenau. Bearbeiten lassen sich insbesondere Aluminium, das speziell für die Herstellung von Modellen und Formen entwickelte Polyurethan Ureol und andere Kunststoffe. Die Y-Achse verfährt bis 4.000, die X-Achse bis 3.000 und die Z-Achse bis 5.000 Millimeter. Das Grundgestell besteht aus einer durchgängigen U-Konstruktion. Darauf sitzt ein thermosymmetrisches Portal: Frässpindel, Führungen und andere genauigkeitsbestimmende Bauteile sind so angeordnet, dass ihre Erwärmung keinen Einfluss auf die Bearbeitungsqualität hat.

„Mit der neuen FZU können wir noch schneller auf spezielle Anforderungen reagieren.“

Kaspar Hürlimann, Formbar

Der mittig geführte Z-Schlitten hat einen achteckigen Querschnitt. „Um eine hochwertige Maschine zu einem günstigen Preis anbieten zu können, haben wir unser Augenmerk darauf gelegt, durch höhere Standardisierung preislich interessant zu bleiben und dennoch auf individuelle Kundenwünsche eingehen zu können“, sagt Wetzel. „Wie bei allen unseren Maschinen setzen wir deshalb auch bei der FZU auf ein Baukastensystem.“ Dieses ermöglicht nicht nur unterschiedliche Größenvarianten und Leistungsklassen. Es gibt auch zahlreiche Ausstattungsoptionen. „Mit der neuen FZU können wir noch schneller auf spezielle Anforderungen reagieren“, freut sich Hürlimann. „Wir fräsen auf dieser Maschine insbesondere Prototypen und Einzelteile."

Quelle: F.Zimmermann GmbH

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