Die mögliche Komplettbearbeitung in einer Aufspannung führt zu einer enormen Zeit- und Kosteneinsparung – damit wird gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit deutlich erhöht.

Die mögliche Komplettbearbeitung in einer Aufspannung führt zu einer enormen Zeit- und Kosteneinsparung – damit wird gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit deutlich erhöht.

In Remscheid investiert man kontinuierlich. Meist in Bohrwerke und Karusselldrehbänke. Die Werkstückgrößen von Durchmesser 25 cm bis 2,30 m, Werkstückgewichte bis 18 t machen deutlich, dass es den Verantwortlichen, Stefan und Andreas Gießmann, den Geschäftsführern und Inhabern, dabei vorrangig um Flexibilität geht. Das war bei der Investition in ein neues Bearbeitungszentrum nicht anders. Man war auf der Suche nach neuer Technologie, die Maschine sollte schnell sein, fünf Achsen haben, Innenkühlung mit Hochdruck und das Ganze, wenn möglich, in einem vertretbaren Preis-Leistungs-Verhältnis sein.

Mit dem neuen 5-Achs-Bearbeitungszentrum U5-2520 von Spinner wurde man da schnell fündig. Der teilbare Arbeitsraum sowie das Drehmoment im mittleren Drehzahlbereich hatten es Andreas Gießmann angetan: „Der Dreh-Schwenk-Tisch auf der einen Seite, auf der anderen Seite der lange Arbeitsraum kam enuns sehr entgegen, weil wir vor allem beim Rüsten schneller werden wollten. Das heißt, während wir nun auf einer Seite bearbeiten, können wir parallel dazu auf der andere Seite rüsten. Bei Bedarf lässt sich der Arbeitsraum aber zudem komplett auf 2560 mm öffnen. Es ist so, als hätten wir zwei Maschinen.“

Für das hauptzeitparallele Rüsten muss das Teilespektrum passen, in Remscheid rechnet es sich. „In Verbindung mit der möglichen Komplettbearbeitung in einer Aufspannung kann man preislich am Markt anders agieren, ist wettbewerbsfähiger geworden“, erklärt Stefan Gießmann. „Ein Bearbeitungsbeispiel sind Hydraulikleisten, die bislang in mehrfachen Aufspannungen bearbeitet werden mussten.“ Die lassen sich jetzt nicht nur komplett in einer Aufspannung bearbeiten, sondern selbst die Tieflochbohrungen von zwei Seiten mit je 50 x D werden innerhalb weniger Hundertstelmillimeter äußerst präzise eingebracht.

Maschinenkonzepte gründlich überprüft

Das 5-Achs-Bearbeitungszentrum U5-2520 war bei Gießmann bereits die vierte Spinner-Maschine. Ein Selbstläufer war es deshalb aber nicht, denn es wurden unterschiedliche Maschinenkonzepte auf den Prüfstand gestellt. Gescheitert sind die unter anderem wegen Einschränkungen der tatsächlichen Verfahrwege durch einen Schwenkkopf oder auch an Stabilitätsproblemen.

Trends µ-genau

Flexibel einsetzbar

Bei großem Zerspanvolumen wechselt man in Remscheid für gewöhnlich auf Bohrwerke. Auf Grund der Kosten, aber auch wegen der Zerspanleistung der Spinner U5-2520 werden Arbeiten jetzt auf dieses Zentrum verlagert. Die große Flexibilität der neuen Maschine ermöglicht es, auf ihr ein breites Spektrum an Bearbeitungen wirtschaftlich auszuführen.

Die U5-2520 dagegen konnte neben dem möglichen Pendelbetrieb beim Arbeitsraum auch mit dem Direktantrieb in der X-Achse bei einem Verfahrweg von 2560 mm, einem Werkzeugmagazin von 2 x 32 Plätzen oder der hohen

spinner_u5_2520

Die U5-2520 konnte unter anderem mit dem möglichen Pendelbetrieb beim Arbeitsraum punkten.

Bahngenauigkeit punkten. Der Werkzeugwechsler begeistert Stefan Gießmann, weil er gut zugänglich ist und sich die Werkzeuge auch manuell wechseln lassen. Hinzu kommt, dass sich damit Positionierfehler im Schwenkzyklus aufgrund der geringeren Verlagerung der Drehachsen reduzieren lassen und sich ein optimiertes Schwingungsverhalten äußerst positiv auf Oberflächen auswirkt.

Für Andreas und Stefan Gießmann war aber auch wichtig, dass man über eine hohe Drehzahl, aber dennoch auch über ein entsprechendes Drehmoment im mittleren Drehzahlbereich verfügt und man bislang mit Maschinen von Spinner ausschließlich gute Erfahrungen hatte: „Die Investition in das U5-2520 wurde sicher von den technischen Daten und der möglichen Flexibilität beeinflusst“, erläutert Stefan Gießmann. „Für uns war aber auch entscheidend, dass wir bereits drei Maschinen von Spinner hatten, wir mit dem Service sehr zufrieden sind und die Maschinen nach zehn Jahren noch präzise und zuverlässig arbeiten.“

Zufriedenheit und Vertrauen

Diese Zufriedenheit in Verbindung mit Vertrauen ermöglichte es wohl auch, dass man mit der ersten vollwertigen 5-Achs-Maschine keine Berührungsängste hatte. Dazu Stefan Gießmann: „Man muss bei einem solchen Bearbeitungszentrum sicher einige Dinge wie beispielsweise die Kollisionskontrolle beachten. Im Moment ist es auch so, dass nur ich an der Maschine arbeite. Ich möchte die Fehler in der Maschine, in der Steuerung erkennen, wissen wie sie reagiert und was möglich ist. Bin ich mir darüber bewusst, werde ich das an unsere Mitarbeiter weitergeben.“

Das Bearbeitungszentrum U5-2520 ist bei Gießmann seit drei Monaten im Einsatz, und wie es scheint, sind die Verantwortlichen mehr als zufrieden. Obwohl die Maschine erst 2013 auf den Markt kam, hatte man in Remscheid aber auch zu keinem Zeitpunkt Bedenken, dass man als einer der ersten Anwender mit Kinderkrankheiten zu kämpfen hat. Im Gegenteil, die Verantwortlichen sind sich in dem Punkt einig: Bei Spinner muss man sich da keine Sorgen machen.

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