Stefan Brand, Vollmer-Gruppe: „Im Fokus steht unsere neue Schleifmaschine Vgrind 160 für die Fertigung von Vollhartmetallwerkzeugen. 
Wir sind gespannt, wie virtuos die Teilnehmer des Wettbewerbs unsere Maschine 
einsetzen werden“

Stefan Brand, Vollmer-Gruppe: „Im Fokus steht unsere neue Schleifmaschine Vgrind 160 für die Fertigung von Vollhartmetallwerkzeugen. Wir sind gespannt, wie virtuos die Teilnehmer des Wettbewerbs unsere Maschine einsetzen werden“

Herr Brand, Vollmer gestaltet den Branchenwettbewerb „Werkzeugschleifer des Jahres 2016“ als Maschinenpartner mit. Warum?
Stefan Brand: Für uns ist der Wettbewerb ein ideales Forum, um junge Menschen für Technik zu begeistern und den unbekannten Helden an der Maschine eine Plattform zu geben. Gleichzeitig kann hier der Beruf des Werkzeugschleifers präsentiert werden als das, was er ist: ein vielfältiger Beruf mit anspruchsvollen Aufgaben und kreativen Ideen an High-Tech-Maschinen.

Welche Maschine wird Vollmer für den Wettbewerb auswählen?
Stefan Brand: Im Fokus steht unsere neue Schleifmaschine Vgrind 160 für die Fertigung von Vollhartmetallwerkzeugen, die wir speziell für das Werkzeugschleifen entwickelt haben. Dank der zwei vertikal angeordneten Spindeln gelingt mit der Vgrind 160 erstmals die Mehr-Ebenen-Bearbeitung, um Fräser und Bohrer in großen Stückzahlen schnell und präzise zu fertigen. Zudem bietet die Vgrind 160 eine große Palette an Schleiffunktionen für individuelle Aufgabenstellungen. Wir sind gespannt, wie virtuos die Teilnehmer des Wettbewerbs unsere Maschine einsetzen werden.

In der Branche fehlen Fachkräfte. Wie engagiert sich Vollmer über den Wettbewerb hinaus für die Gewinnung interessierter Jugendlicher?
Stefan Brand: Wir möchten junge Menschen früh für Technik gewinnen, daher pflegen wir enge Partnerschaften mit Schulen, die wir lebendig und praxisnah gestalten. Dazu gehören auch der Tag der Ausbildung und der Girls‘ Day bei Vollmer vor Ort. Jährlich stellen wir rund 15 Azubis ein und bilden aktuell 61 junge Menschen aus. Genau wie beim Werkzeugschleifer des Jahres sind hier technische Kompetenz, handwerkliches Geschick und der Blick für wirtschaftlich Machbares gefragt. Zur Auswahl stehen bei uns die Berufe Industriemechaniker, Mechatroniker, Elektroniker für Geräte und Systeme sowie Industriekaufmann. Zudem stehen duale Studiengänge in den Bereichen Maschinenbau, Elektrotechnik und International Business auf unserer Agenda. Die Ausbildungsquote liegt aktuell bei zwölf Prozent mit einer Übernahmequote von nahezu 100 Prozent. Zudem bieten wir unseren Mitarbeitern ein breites Spektrum an Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen an. So schaffen wir es, unser hohes Niveau an qualifizierten Mitarbeitern zu halten und auszubauen.
Schulen fördern wir durch Initiativen wie die Schüler-Ingenieur-Akademie, kurz SIA genannt. Mit SIA bieten wir Gymnasiasten die Möglichkeit, die Vielseitigkeit des Ingenieursberufs früh kennenzulernen. Grundschulen unterstützen wir beispielsweise beim Thema Robotik über die TeCbox. Dieser Experimentierkoffer bringt bereits den Jüngsten die Welt der Technik altersgerecht näher.

Derzeit suchen wir den Werkzeugschleifer 2016 im deutschsprachigen Raum – macht das Sinn, oder sollte man internationaler, also europäisch oder gar global ausschreiben?
Stefan Brand: Die GrindTec als Europas Leitmesse der Schleiftechnik zieht mittlerweile Menschen aus mehr als 50 Nationen nach Augsburg – sie machen rund ein Drittel der Besucher aus. Auch die Aussteller sind international und natürlich auch unsere Kunden, die wir auf der Messe treffen. Warum also nicht den Wettbewerb global ausschreiben? Dabei gilt es jedoch im Vorfeld, die organisatorischen und sprachlichen Herausforderungen zu meistern – vielleicht ja eine Idee für 2018.

Das Finale des Wettbewerbs wird auf der Branchenmesse „Grindtec 2016“ ausgetragen. Ist das sinnvoll, auch unter der neuen Ausrichtung der Messe auf Schleiftechnik insgesamt?
Stefan Brand: Seit ihren Anfängen hat sich die GrindTec immer mehr zur weltweit führenden Plattform für die allgemeine Schleiftechnik etabliert. Somit stimmt nach wie vor das Branchenumfeld, und das internationale Fachpublikum ist vertreten. Wo sonst, wenn nicht hier auf der GrindTec, sollten sich denn die besten Werkzeugschleifer messen?