Abkoppeln und Aufsetzen des Zentrisch-Spanners. - Bild: Gressel

Abkoppeln und Aufsetzen des Zentrisch-Spanners in das Nullpunkt-Spannsystem auf dem Maschinentisch. - Bild: Gressel

Mit der Leistungsbeschreibung „Lohnfertigung für den Werkzeug- und Vorrichtungsbau, Sondermaschinenbau und Automatisierungstechnik sowie von Serienteilen“ wäre der Geschäftszweck des mittelständischen Unternehmens Stanztech Fertigungskompetenz aus Höchst im österreichischen Vorarlberg eigentlich bereits umfassend dargestellt. Jedoch steckt hinter dem nun mehr 24 Fachkräfte zählenden Betrieb in der Praxis tastsächlich mehr als ein weiterer Lohnfertiger.

Die im Jahr 1997 von Peter Humpeler im Zuge einer Betriebsübernahme gegründete Einzelfirma hat sich zügig vom reinen Lohnfertiger zum gefragten Zulieferer von rotativen und kubischen Präzisionsteilen sowie zum Hersteller von Komplettwerkzeugen entwickelt. Zu den Kunden zählen heute europaweit Automotive-Zulieferer, Maschinen- und Sondermaschinenbauer, Medizintechnik-Hersteller, Produktionsbetriebe und eben auch Werkzeug-und Vorrichtungsbauer.

Mit dem Zusatz „Fertigungskompetenz“ im Firmennamen wird zudem klargestellt, dass es hier nicht mit der präzisen Dreh- und Fräsbearbeitung getan ist, sondern dass mit der konsequenten Ergänzung des Maschinenparks um Rund-, Innen-, Flach- und Koordinaten-Schleifen, Senk- und Drahterodieren, Säge- und Trennmaschinen, Poliertechnik und nicht zuletzt Messtechnik im eigenen Haus ein Portfolio vorhanden ist, das sämtliche für einen Komplettfertiger relevanten Technologien abdeckt.

Basierend auf der schon langen Zeit praktizierten 4-Achsen-Bearbeitung, wurde im Jahr 2015 der Einstieg in die 5-Achsen-Komplett-/Simultanbearbeitung vollzogen, um den Kunden seither Fertigungstechnik „State oft the art“ bieten zu können. Dazu führte der Sohn des Gründers und heute einer der drei Geschäftsführer, Wayne Humpeler, aus: „Einerseits haben wir permanent in neue Technologien und Maschinen sowie in das Fachpersonal investiert. Andererseits liegt unser Augenmerk sehr stark auf Transparenz, bezogen auf Toleranzvorgaben und Daten Übersichtlichkeit, weshalb wir am liebsten auf der Grundlage von Zeichnungen im pdf-Format, Step-, DXF-Files und 3D-Modellen mit Farbcodes arbeiten.“

Investition in Roboter macht konkurrenzfähiger

„Das mag zwar nach Old School klingen“, so Humpeler weiter, „geht aber im täglichen praktischen Betrieb weit darüber hinaus, in dem wir termingerecht und messbar präzise Qualitätsteile liefern. Um wirtschaftlicher arbeiten zu können, und damit auf Dauer konkurrenzfähig zu bleiben, sind wir vor kurzem in die hoch automatisierte Teilefertigung eingestiegen, und haben dafür in ein neues 5-Achsen-CNC-Bearbeitungszentrum sowie ein Werkstückspeichersystem mit Roboterbeschickung investiert.“

Der Roboter nimmt ein Rohteil aus dem Tablar-Nest. - Bild: Gressel
Der Roboter nimmt mit dem im Robotermodul eingespannten Zentrisch-Spanner ein Rohteil aus dem Tablar-Nest. - Bild: Gressel

Im Zuge der Evaluation für das neue Fertigungssystem favorisierten Wayne Humpeler und seine verantwortlichen Mitarbeiter zunächst eine Automatisierungslösung auf Basis eines Rundspeichers, traten aber anlässlich einer Fachmesse in Kontakt mit dem Schweizer Spezialisten für Werkstück-Spanntechnik und Produktions Automatisierung, der Firma Gressel aus Aadorf. Dort bekamen sie das neue Robotermodul R-C2 zu Gesicht, das als kombiniertes, an einen Industrieroboter anzudockendes Kombisystem die Funktionen Greifen und Spannen in sich vereint. Die Idee, die dahinter steckt, nämlich nicht mehr für jedes im Magazin befindliche Werkstück einen eigenen Zentrisch-Spanner beschaffen zu müssen, sondern im Werkstück-Magazin auf Tablaren lediglich vorpositionierte Werkstücke mit dem kombinierten Greif- und Spannmodul per Roboter vollautomatisch zu handhaben, überzeugte auf Anhieb.

Folgerichtig fiel die Wahl auf die kombinierte Werkstück-Greif- und Spanntechnik R-C2 von Gressel und zudem auf das Roboter-Werkstückspeichersystem XCellerate vom Gressel-Kooperationspartner Cellro aus den Niederlanden. Hilfreich waren natürlich auch die zuvor mit Gressel-Werkstückspanntechnik gemachten sehr guten Erfahrungen. Denn unter anderem ist das zuerst beschaffte 5-Achsen-CNC-Bearbeitungszentrum mit dem Nullpunkt-Spannsystem gredoc (auf Konsole), zwei Zentrisch-Spannern C2 125 L160 und einer gredoc 6-fach Platte sowie zwei Spannstöcken grepos 125 auszurüsten.

Quelle: Gressel AG

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