Modul vCheck, Visi-Version, Mecadat

Die Visi-Prozesskette in der Elektrodenfertigung wurde von den Entwicklern um zusätzliche automatisierte Funktionen für das Messen erweitert. Eine davon ist das Messen der produzierten Elektroden mit dem Modul vCheck. - Bild: Mecadat

In der Konstruktionsphase sollte die Elektrodengeometrieerstellung beschleunigt werden. Das Modul Visi Elektrode ist die Basis für die Elektrodenfunktionen. Zuerst können die Elektrodenbereiche mit den verschiedensten Selektionstechniken einfach erfasst werden. Das System erstellt automatisch die entsprechenden Rohteile und ergänzt die Erodierbereiche mit tangentialen Verlängerungen zu fräsbaren Volumenmodellen. Für die Prozesskette wichtige Informationen wie die Anfahrposition, Verdrehung, Untermaße, Art der Auslenkung werden erfasst, automatisch den Elektroden zugewiesen sowie im Elektrodenmanager verwaltet.
Für die Programmierung der Elektrode kommt das Modul für die automatische Elektrodenbearbeitung „Electrodemachining“ zum Einsatz. Mit diesem Modul hat der Anwender nunmehr die Möglichkeit, die Erodierinformationen wie Elektrodennamen, Material, Rohteilabmessungen, Elektrodenhalter und den Elektrodennullpunkt automatisch für den CAM-Navigator und deren Projekte zu übernehmen.

Trends µ-genau

Gespiegelte Werkzeugwege

Ein Highlight der neuen Version Visi 2018R2 liegt in der Fräsbearbeitung. So umfasst die neue Version nun einen komplett erneuerten Spiegelbefehl für Werkzeugwege. Die wichtigste und meist geforderte Verbesserung ist dabei die Möglichkeit der Beibehaltung der Schnittrichtung bei jeder beliebigen Fräsoperation. Die neue Funktionalität erlaubt das Erzeugen einer Kopie des aktuellen Projekts und das Spiegeln aller im Projekt enthaltenen Frässtrategien. Alle 5-, 3- und 2-Achs-Bedingungen werden dabei neu berechnet, bezogen auf die gespiegelte Z-Achsenausrichtung. Der größte Nutzen dieser neuen Technik ist die extreme Zeitersparnis vor allem bei gespiegelten Bauteilen und Werkzeugen, die den normalen und spiegelbildlichen Artikel beinhalten.

Ausgang dieser neu entwickelten Funktionalität sind die im Elektrodenmanager des Elektrodenmoduls erfassten Elektroden. Die Elektroden werden nun über die hinterlegten Bearbeitungsvorlagen mit den gewünschten und effektiven Frässtrategien versehen. Diese vom Elektrodenprogrammierer angelegten Vorlagen entsprechen der üblichen unternehmensspezifischen Bearbeitungsweise. Das neue Modul für die Elektrodenbearbeitung verspricht dem Anwender somit eine enorme Zeitersparnis. Eine manuelle Definition von Werkstück, Rohteil, Hindernissen, Projekt, Material, CAM-Nullpunkt oder Strategie entfällt komplett.

Digitale Durchgängigkeit

Der nächste Schritt in der Visi-Prozesskette für die Elektrodenfertigung ist das digitale Weiterleiten der im Elektrodenmanager von Visi Elektrode erstellten Daten zur entsprechenden Senkerodiermaschine mit dem Modul EdmLink. Sämtliche Werkstück- und Elektrodeninformationen wie Positionen, Drehwinkel, Anzahl der Elektroden, Funkenspalt und Auslenkung werden je nach Maschinentyp aufbereitet und übergeben.

EdmLink steuert unter anderem Senkerodiermaschinen von Agie Charmilles, Exeron und OPS/Ingersoll an. Diese Daten werden dann in die internen Programmiersysteme der Senkerodiermaschinen importiert. Die Visi-Prozesskette in der Elektrodenfertigung wurde zudem um zusätzliche automatisierte Funktionen für das Messen erweitert. Eine davon ist das Messen der produzierten Elektroden mit dem Modul vCheck. Der sogenannte Prozess-Manager sorgt für die optimale Verwaltung sämtlicher im Elektrodenprozess entstehender Daten. nh