Bild: Samag

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Mit 100 Mitarbeitern fertigt die Fritzmeier Technologie GmbH & Co. KG in Großhelfendorf im Landkreis München unter anderem Schäumwerkzeuge, Kunststoffpress- und Kunststoffspritzgusswerkzeuge sowie Schnitt-, Form-, Folge- und Verbundwerkzeuge. Das Unternehmen gehört zu den führenden Spezialisten für die Konstruktion und Fertigung von Werkzeugen und Vorrichtungen für die Herstellung großformatiger Fahrzeugteile.

Werkzeuglösungen für die Automotiveindustrie

Der Maschinenpark von Fritzmeier umfasst auf 5400 m2 vollklimatisierter Produktionsfläche drei Drehmaschinen, eine 1000-t-Presse, 14 Bearbeitungszentren und sechs 5-Achs-

Portalfräsmaschinen bis zu einer Größe von 6500 x 4000 mm. Ein Markenzeichen des Unternehmens ist die Konstruktionsabteilung. 14 Ingenieure mit langjähriger Erfahrung in unterschiedlichen Branchen sind hier beschäftigt. Gemeinsam mit den Kunden entwickeln sie anspruchsvolle Werkzeuglösungen, insbesondere für die Automobilindustrie.

Neben dem weiteren Ausbau der Marktposition im Automotivegeschäft verspricht sich Geschäftsführer Peter Berger weiteres Wachstum von der Expansion im Sondermaschinenbau, im

Samag TFZ 4-2000

Starke Leistung, hohe Produktivität: Die TFZ 4-2000 von Samag hat die Kapazitäten der Fritzmeier Technologie GmbH & Co. KG deutlich erweitert.
Bild: Fritzmeier Technologie

Werkzeugbau für Kunststoffwerkzeuge und der Luft- und Raumfahrtindustrie. Um seine Leistungen immer weiter zu verbessern, investiert Fritzmeier Jahr für Jahr mehrere Mio. Euro. Im Fokus stehen dabei die Senkung der Konstruktionszeiten, die Minimierung der Rüstzeiten und die Erhöhung der Prozess­qualität.

Trends µ-genau

Tiefbohrfräszentren

Charmante Lösung, um rationell zu bearbeiten: Zwei Technologien auf einer Maschine vereint. Gerade auf die Bedürfnisse des Werkzeug- und Formenbaus hin hat Samag die TFZ-Baureihe zum Fräsen komplexe kubische Werkstücke geschaffen. Die TFZ-Baureihe verspricht hohe Präzision bei guter Performance, dabei hohe Prozesssicherheit und die Bearbeitung von vier Seiten in nur einer Aufspannung. Kennzeichen der TFZ-Reihe ist eine kompakte und extrem steife Maschinenstruktur, die mittels FEM (Finite-Elemente-Methode) entwickelt wurde. Alle im Kraftfluss befindlichen Teile sind nach statischen und dynamischen Gesichtspunkten optimiert. Mit den fünf Größen der TFZ-Baureihe will Samag alle Anforderungen des Klein-, Mittel- und Großformenbaus abdecken. Die TFZ 4 ist für den Großformenbau bis zu einer maximalen Bohrtiefe von 2300 mm mit einem Bohrdurchmesser bis 65 mm und bis zu 50 t Tischbelastung ausgelegt.

Hohe Anforderungen an den Maschinenpark

Samag Tiefbohr-Fräszentrum TFZ4-2000

Nimmt es auch mit großen Werkstücken auf: Das Tiefbohr-Fräszentrum TFZ4-2000 von Samag.
Bild: Fritzmeier Technologie

Fritzmeier Technologie ist in der Unternehmensgruppe der Spezialist für besonders komplexe Werkzeugkonstruktionen. Diese stellen hohe Anforderungen an den Maschinenpark. „Um stets auf dem neuesten Stand der Technik zu sein, investieren wir kontinuierlich in neue Maschinen“, erklärt Berger. „So haben wir beispielsweise ein neues Tiefbohr-Fräszentrum gekauft, auf dem sich Gewichte bis zu 40 t bearbeiten lassen.“

Das Tiefbohr-Fräszentrum TFZ 4-2000 wurde von der Samag Saalfelder Werkzeugmaschinen GmbH 2013 in Großhelfendorf aufgebaut und getestet und läuft seitdem im Schichtbetrieb. Die Maschinen der Samag-TFZ-Baureihe, die vor allem im Werkzeug- und Formenbau eingesetzt werden, sind unter anderem für starke Leistungsdaten und hohe Produktivität bekannt. So können in nur einer Aufspannung vier Seiten komplett bearbeitet werden.

Fritzmeier führte vor der Beschaffung eine intensive Marktanalyse durch, bei der alle namhaften europäischen Hersteller einbezogen wurden, und entschied sich schließlich für das TFZ

Fritzmeier Tieflochbohren

70 Prozent der Bearbeitungsschritte bei Fritzmeier Technologie entfallen auf Tieflochbohrungen. Die TFZ 4-2000 von Samag erledigt sie besonders effizient.
Bild: Fritzmeier Technologie

4-2000. Das Gesamtkonzept des Bearbeitungszentrums überzeugte ebenso wie das Preis-Leistungs-Verhältnis. Ein wichtiges Detail war auch der Service, der direkt von Samag aus Deutschland geleistet wird, was Sicherheit und schnelle Unterstützung bei eventuellen Problemen bedeutet. Dass die Entscheidung richtig war, zeigte sich für die Fritzmeier-Ingenieure schon durch die faire und partnerschaftliche Zusammenarbeit in allen Detailschritten des Projekts.

Hohe Steifigkeit ermöglicht auch exakte Fräsoperationen

Aufgrund der Größe der zu bearbeitenden Teile wurde das zweitgrößte Modell der bewährten Samag-Baureihe gewählt. Es verfügt über die nötige Tischbelastung, um die geforderten 40 000 kg tragen zu können. Der Bohrungsdurchmesser beträgt 5 bis 65 mm, die Bohrtiefe geht bis zu 2300 mm. Der um 360° drehbare NC-Rundtisch hat eine Größe von 3000 x 2000 mm und ist damit auch für sehr große Werkstücke geeignet. Die zur Verfügung stehenden Verfahrwege der Maschine sind in X/Y/Z 3200 x 1650 x 2000 mm.

In der Z-Achse bewegt sich die komplette Bohr- und Fräseinheit horizontal. Die zusätzliche W-Achse, entlang derer die Bohr- und Frässpindel verfährt, erreicht einen Verfahrweg von 2775 mm. Damit sind Bohrdurchmesser von 5 bis 65 mm und Bohrtiefen bis 2300 mm in einem Zug möglich. Die Fräsleistung beträgt im S1-Betrieb 475 cm3/min. Der konstruktive Aufbau und die hohe Steifigkeit des Bearbeitungszentrums erlauben Fräs­operationen, deren Leistung und Genauigkeit mit denen reiner Fräsbearbeitungszentren vergleichbar sind. Der Werkzeugwechsler fasst 32 Werkzeuge und ist bei Bedarf auf die doppelte Kapazität aufrüstbar.

Profil

Fritzmeier Technologie GmbH & Co. KG.

Fritzmeier Technologie ist eine eigenständige Tochter der weltweit operierenden Fritzmeier Group, die mit Ihren rund 2800 Mitarbeitern als OEM-Lieferant Fahrerkabinen, Sicherheitsrahmen und Kabinenverkleidungsteile für die Fahrzeugindustrie herstellt. Das Größenspektrum reicht vom Gabelstaplerführerstand über Lkw-Kabinen bis zu Busaufbauten. Insgesamt fertigt das Unternehmen an acht Standorten in sieben Ländern ein Produktportfolio von weit mehr als 9000 kundenspezifischen Teilen. Alle dafür nötigen Entwicklungs- und Produktionsschritte werden komplett im eigenen Unternehmen durchgeführt.

Alle im Kraftfluss befindlichen Bestandteile der TFZ-Baureihe wurden unter statischen und dynamischen Gesichtspunkten nach der Finite-Elemente-Methode optimiert, um die besonders steife und kompakte Maschinenstruktur zu erzielen. Die Steuerung vom Typ Heidenhain iTNC 530 stellt eine Vielzahl von Programmen zur Verfügung, darunter Koordinatentransformation, spezifische Tiefbohr-Technologieprogramme und Fräszyklen. Die Überwachung der Werkzeuge auf Bruch sowie die Kontrolle von Kühlmitteldruck und -fluss ist bei den Samag-Tiefbohr-Fräszentren bereits seriengemäß integriert.

Mehr Flexibilität und höhere Kapazitäten

Fritzmeier Tieflochbohren Bearbeitung

Bis zu 2300 mm tief kann mit der TFZ 4-2000 von Samag in einem Zug gebohrt werden. Aufgrund der Größe der zu bearbeitenden Teile wählte Fritzmeier das zweitgrößte Modell der Baureihe.
Bild: Fritzmeier Technologie

Die neue Maschine erweitert die Kapazitäten von Fritzmeier, verschafft dem Unternehmen mehr Flexibilität und unterstützt die problemlose Einhaltung aller Kunden- und Liefertermine. Den Entscheidern in Großhelfendorf ging es mit der Investition aber vor allem auch darum, neue Bearbeitungsschritte ausführen zu können und die Qualität mit noch mehr Eigenbearbeitung zu verbessern. Mit dem kombinierten Fräsen und Tieflochbohren auf nur einer Maschine entfallen Transporte, Rüstzeiten und somit auch Kosten. Hinzu kommen höhere Leistung und Geschwindigkeit sowie flexiblere und effizientere Fertigungsprozesse. Die Werkstücke aus Aluminium und Stahl werden zu rund 30 Prozent durch Fräsen bearbeitet. 70 Prozent der Bearbeitungsschritte entfallen auf Tieflochbohrungen.

„Die Einarbeitung unserer Mitarbeiter auf der neuen Produktionsanlage verlief reibungslos. Deshalb konnten wir bereits nach kurzer Startphase eine hohe Produktivität erreichen und die neu verfügbare Bearbeitungskapazität erfolgreich am Markt platzieren, was sich bereits in zusätzlichen Produktionsaufträgen niedergeschlagen hat.“ Auch im laufenden Betrieb hat sich Peter Bergers gutes Urteil über den Service aus Saalfeld bestätigt: „Die faire und partnerschaftliche Zusammenarbeit mit Samag hat uns wirklich begeistert. Die kurzen Reaktionszeiten bei Problemen und die perfekt ausgearbeiteten Lösungen, die teilweise auch per Fernwartung übermittelt werden, sorgen für hohe Verfügbarkeit. Das gibt uns die nötige Planungssicherheit in der Produktion.“

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