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In diesem Jahr kürten die Juroren bereits zum elften Mal die Besten der Branche. Der Sieg, die Bestätigung, der Beste in der Branche zu sein, zu wissen, dass man weltweit an der absoluten Spitze der Werkzeug- und Formenbaubetriebe mitspielt – das ist für so manchen Werkzeugbau eine starke Motivation, sich von den Experten des Werkzeugmaschinenlabors WZL der RWTH Aachen und des Fraunhofer-Instituts für Produktionstechnologie IPT detailliert in den verschiedensten Kategorien und nach einem durchdachten, umfangreichen Kriterienkatalog durchleuchten und bewerten zu lassen. Wer Finalist, Kategorie- oder gar Gesamtsieger ist, hat mit dem attraktiven Award ein gewichtiges Marketinginstrument zur Verfügung und kann dank des neu gewonnenen Renommees in der Regel auf neue Kunden hoffen.

Für nicht wenige Unternehmen steht indes ein ganz anderer Aspekt des Benchmark-Wettbewerbs im Vordergrund: Die Erkenntnisse, die im Verlauf der Audits von den Experten systematisch über das eigene Unternehmen zusammengetragen werden, sind für die Teilnehmer bares Geld wert. Denn die gesammelten Daten werden von den Wissenschaftlern akribisch ausgewertet und in die jeweiligen Unternehmen zurückgespielt – so bekommen die Teilnehmer wertvolle Hinweise auf eigene Stärken und Schwächen sowie auf wichtige Stellschrauben, um die eigene Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern.

Das sagt die Redaktion

Tolles Gesamtpaket

Die enge Verknüpfung zwischen Werkzeugbau und Technical Competence Center bei Gerresheimer Regensburg schafft die Voraussetzung dafür, dass die Werkzeugbauer innerhalb des Prozesses ihres Kunden mit einem sehr breiten Dienstleistungsangebot umfassend Verantwortung übernehmen können bis hin zur Generalunternehmerschaft zur Bereitstellung von automatisierten Anlagen zur Herstellung medizintechnischer Produkte. Die im Werkzeugbau gefertigten Werkzeuge lassen sich im TCC unter seriennahen Bedingung umfassenden Anwendungs- und Verarbeitungsprüfungen unterziehen und so zur Serienreife bringen – ein deutlicher Mehrwert für den internen Kunden.
Richard Pergler

Für viele Unternehmen ist dies ein starker Anreiz, sich jährlich oder zumindest alle paar Jahre am Benchmark zu beteiligen. Zeit und Geld, die hier investiert werden, sind gut angelegt – in Zukunftsfähigkeit. Die wiederholte Teilnahme am Wettbewerb lässt interessante Rückschlüsse auf die Entwicklung einzelner Unternehmen zu.

Kategorien schaffen faire Bedingungen

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Das Team des Technical Competence Centers von Gerresheimer Regensburg überzeugte die Jury mit dem besten Gesamtpaket.

Die hochkarätigen Juroren aus Industrie, Verbänden und Forschungseinrichtungen müssen einen Spagat bewältigen – vom kleinsten externen Betrieb bis zum internen Werkzeugbau eines Großkonzerns mit ein paar hundert Mitarbeitern müssen sie die Unternehmen und Betriebsteile nach einer fairen Skala bewerten – auf den ersten Blick ist das wie der Vergleich von Äpfeln mit Birnen. Um zu einer fairen Messlatte zu kommen, wird der Wettbewerb in vier Kategorien ausgetragen, die die Chancengleichheit für alle Teilnehmer gewährleisten sollen: „Interner Werkzeugbau unter 50 Mitarbeiter“, „Interner Werkzeugbau über 50 Mitarbeiter“, „Externer Werkzeugbau unter 50 Mitarbeiter“ und „Externer Werkzeugbau über 50 Mitarbeiter“.

Insgesamt hatten in diesem Jahr 292 interne und externe Werkzeugbauten am Wettbewerb teilgenommen. Anhand ausführlicher Benchmarktests bei mehr als 50 Unternehmen ermittelte die Jury diesmal 15 Kandidaten für die vorletzte Runde, aus diesen dann die elf Finalteilnehmer auswählte.

Trends µ-genau

Excellence in Production 2015

Der Wettbewerb geht in die zwölfte Runde. Hier bieten WZL und IPT den teilnehmenden Unternehmen die Möglichkeit, sich kostenlos und anonym mit ihren Wettbewerbern zu messen. Jedes Unternehmen erhält eine eip_logodetaillierte Auswertung über die eigenen Stärken und über Verbesserungspotenziale. Die 20 besten Unternehmen erhalten das Gütesiegel des Wettbewerbs – ein nicht zu unterschätzendes Marketinginstrument. Am 25. November 2014 fällt der Startschuss zum Wettbewerb „Werkzeugbau des Jahres 2015“, am 7. April 2015 ist der Einsendeschluss. Und am 11. November 2015 wird wieder im Krönungssaal die Spannung ins Unermessliche steigen, wenn es wieder heißt: „Der Gewinner ist …“.

Die Gewinner wurden am 4. November, am Vorabend des Kolloquiums „Werkzeugbau mit Zukunft“, im festlichen Rahmen eines Empfangs im Krönungssaal des Aachener Rathauses bekannt gegeben. Die elf Finalisten durften sich bereits vor der Bekanntgabe als Sieger fühlen. „Denn“, so erklärte Professor Günther Schuh, „die Unternehmen, die hier ins Finale kommen, sind alle technologisch auf der Höhe der Zeit und verfügen über einen jungen, leistungsfähigen Maschinenpark. Sie sind in Sachen Organisation sehr gut aufgestellt, und sie haben sehr gut ausgebildete und hoch motivierte Mitarbeiter. Würde nur ein Kriterium fehlen, hätten die Kandidaten keine Chance, ins Finale zu kommen.“ Mehr zu den elf Finalisten finden Sie auf den folgenden Seiten.

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„Der Gesamtsieg beim Wettbewerb Excellence in Production bringt dem Gewinner durchaus Renommee – ich wurde sogar von unseren japanischen Kunden auf den Award angesprochen.“
Laudator Axel Wittig,
Geschäftsführer des Vorjahressiegers Webo Werkzeugbau Oberschwaben GmbH

Mit intelligenten Strukturen an die Spitze

Die Spannung unter den Zuschauern stieg spürbar, als die Laudatoren die bis dahin verschlossenen Umschläge öffneten und zunächst die Sieger und Finalisten in den einzelnen Kategorien bekannt gaben.

In der Kategorie „Interne Werkzeugbauten bis 50 Mitarbeiter“ traten die Werkzeugbauten der CeramTec GmbH aus Lauf an der Pegnitz und Harting Applied Technologies GmbH aus Espelkamp an. Als Kategoriesieger konnten sich letztendlich die Werkzeugbauer von Harting durchsetzen.

Anspruchsvolle Kategorien

Die Kategorie „Interne Werkzeugbauten über 50 Mitarbeiter“ umfasste diesmal das Technical Competence Center der Gerresheimer Regensburg GmbH in Wackersdorf, den Werkzeugbau der Phönix Contact GmbH & Co. KG in Blonheim sowie den Volkswagen AG Werkzeugbau Fahrzeuge, Wolfsburg, der die Werkzeugbauten im Konzern steuert. Sieger in dieser Kategorie wurde das Technical Competence Center der Gerresheimer Regensburg GmbH.

In der Kategorie „Externe Werkzeugbauten bis 50 Mitarbeiter“ trat die Formenbau Glittenberg GmbH aus Frankenberg gegen die Opus Formenbau GmbH aus Heiligkreuzsteinach an. In dieser Kategorie konnte sich Opus als Sieger durchsetzen.

Voll wurde die Bühne bei der Kategorie „Externe Werkzeugbauten über 50 Mitarbeiter“ – hier trafen die Meissner AG aus Biedenkopf-Wallau, die Schneider Form GmbH aus Dettingen unter Teck, die Heinz Schwarz GmbH & Co. KG aus Preußisch Oldendorf sowie die Werkzeugbau Ruhla GmbH aus Seebach aufeinander. Kategoriesieger wurde Schneider Form.

Gesamtkonzept überzeugte die Jury

Laudator für den Gesamtsieger ist traditionell der Gesamtsieger des Vorjahres, Axel Wittig vom Webo Werkzeugbau Oberschwaben machte es noch einmal spannend und zeigte, was der Preis für sein

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Der Preis wurde im vergangenen Jahr neu gestaltet. Es ist kein Zufall, dass er von der Formgebung an ein Drehwerkzeug angelehnt ist.

Unternehmen in Sachen Renommee gebracht hat – er wurde sogar von japanischen Kunden darauf angesprochen. „Der Preis wird sicher auch vom diesjährigen Gesamtsieger in Ehren gehalten“, erklärte er, bevor er den Sieger verkündete. Das TCC der Gerresheimer Regensburg AG hat die Juroren mit seinem Gesamtkonzept einer Generalunternehmerschaft und der in sich stimmigen Integration in die Prozesskette des Kunden am besten überzeugen können.

Von Anfang an dabei

Das Fachmagazin werkzeug & formenbau ist von Beginn an Medienpartner des Wettbewerbs. Wir werden auch im kommenden Jahr wieder für Sie, liebe Leser, die Sieger und Finalisten in unserer Benchmark-Serie im Detail porträtieren. Wie jedes Jahr gilt übrigens auch diesmal: Nach dem Wettbewerb ist vor dem Wettbewerb.

Auch 2015 werden sich die besten Werkzeugbauunternehmen wieder miteinander messen. Der Startschuss fällt auf der Messe EuroMold (mehr dazu im Kasten Trends µ-genau).

Interessenten können sich unter www.excellence-in-production.de registrieren. Die Teilnehmer des Wettbewerbs erhalten eine individuelle Auswertung über ihre Stärken sowie ihre Verbesserungsmöglichkeiten.

Finalisten des Wettbewerbs „Werkzeugbau des Jahres 2014“

belegschaft_ceramtecCeramTec GmbH, Lauf an der Pegnitz
Kategorie 1: Interner Werkzeugbau unter 50 Mitarbeiter

Der interne Werkzeugbau der CeramTec GmbH im Werk Lauf existiert seit 1921. CeramTec in der heutigen Form entstand 1996 im Zuge der Akquisition der Hoechst CeramTec AG durch die Cerasiv GmbH. Das Produktprogramm von CeramTec umfasst heute weit über 10 000 verschiedene Produkte, Komponenten und Bauteile und eine Vielzahl keramischer Werkstoffe, die unter anderem in der Automobilindustrie, der Elektronik, der Energie- und Umwelttechnik, dem Geräte- und Maschinenbau sowie der Medizintechnik eingesetzt werden. Mit über 3600 Mitarbeitern weltweit und Produktionsstätten und Tochtergesellschaften in Europa, Amerika und Asien ist CeramTec international präsent. Ende 2013 wurde die Ceramtec GmbH von der Beteiligungsgesellschaft Cinven übernommen.

Harting Applied Technologies GmbH, Espelkampbelegschaft_ harting
Kategorie 1: Interner Werkzeugbau unter 50 Mitarbeiter

Die Harting Applied Technologies GmbH in Espelkamp ist der Werkzeugbau der Harting Technologiegruppe, die 1945 gegründet wurde und seitdem kontinuierlich gewachsen ist. Der Werkzeugbaubereich von Harting Applied Technologies entwickelt, konstruiert und fertigt Spritzgießwerkzeuge, Druckgussformen und Stanz-Biege-Werkzeuge und ist spezialisiert auf hoch präzise Fertigungstechnik für Anwendungen der Elektro- und Automobilindustrie. Die Bandbreite der Produkte der Harting Technologiegruppe reicht von relativ großvolumigen Gehäusebauteilen für Steckverbinder aus Kunststoff und Aluminium bis hin zu Mikrospritzgussteilen mit Schussgewichten von unter 1 g und Strukturgrößen von wenigen Hundertstelmillimetern und höchsten Ansprüchen an die Oberflächengüte. Die Kavitäten reichen dabei von 1- bis 64-fach mit entsprechenden Heißkanalsystemen. Im eigenen Technikum werden Abmusterung und Serienfertigung von 1- und 2K-Spritzgussteilen durchgeführt.

belegschaft_gerresheimerGerresheimer Regensburg GmbH, Wackersdorf, Technical Competence Center
Kategorie 2: Interner Werkzeugbau über 50 Mitarbeiter

Die Gerresheimer Regensburg GmbH fertigt seit 1958 sowohl für die Kunststoffverarbeitung innerhalb der Gerresheimer Medical Plastic Systems Gruppe als auch für externe Auftraggeber anspruchsvolle Spritzgießwerkzeuge für medizinische Kunststoffe, die überwiegend für die Reinraumfertigung eingesetzt werden. Der Werkzeugbau stellt niedrig- und hochbelegte Spritzgießwerkzeuge (bis zu 128 Kavitäten), Einfach- und Mehrkomponentenwerkzeuge, Indexplatten-Werkzeuge, Werkzeuge für Insert-Molding, Etagenwerkzeuge und Heißkanalwerkzeuge her, die modular und standardisiert aufgebaut sind. Im angeschlossenen Technikum werden die gefertigten Werkzeuge unter seriennahen Bedingung umfassenden Anwendungs- und Verarbeitungsprüfungen unterzogen und zur Serienreife gebracht.

Phoenix Contact GmbH & Co. KG, Blombergbelegschaft_Phoenix_contact
Kategorie 2: Interner Werkzeugbau über 50 Mitarbeiter

Phoenix Contact ist weltweiter Marktführer für Komponenten, Systeme und Lösungen im Bereich der Elektrotechnik, Elektronik und Automation. Das Familienunternehmen beschäftigt 13 000 Mitarbeiter weltweit und hat in 2013 einen Umsatz von 1,64 Mrd. Euro getätigt. Das Produktspektrum umfasst Komponenten und Systemlösungen für die Energieversorgung inklusive Wind- und Solar, den Geräte- und Maschinenbau sowie den Schaltschrankbau. Weltweit wird in neun Ländern mit einer hohen Fertigungstiefe produziert. Nicht nur Schrauben, Kunststoff- und Metallteile, sondern auch hochautomatisierte Montagemaschinen, Stanz-Biege- und Spritzgießwerkzeuge werden selbst gebaut. Das Leitwerk des globalen Netzwerks zum Bau von Spritzgießwerkzeugen befindet sich am Stammsitz von Phoenix Contact in Blomberg. Es handelt sind um einen industrialisierten Werkzeugbau mit zwei Neuwerkzeugsegmenten und einem Service- und Reparatursegment. Das Produktportfolio umfasst Beratungsdienstleistungen, Prototypen, Kleinserien, Rapid Tools sowie komplexe Mehrkavitäten- und Schnellläuferwerkzeuge. Ein etabliertes Projektmanagement, eine eigene Technologieentwicklung sowie ein breites Angebot an additiven Fertigungstechnologien runden das Profil ab.

belegschaft_vwWerkzeugbau Marke Volkswagen, Wolfsburg
Kategorie 2: Interner Werkzeugbau über 50 Mitarbeiter

In der Marke Volkswagen gibt es weltweit mehr als 70 verschiedene Fahrzeugmodelle. Diese werden in 14 verschiedenen Ländern gefertigt und in über 150 Märkten vertrieben. Die Karosserie ist bei Volkswagen Kernkompetenz und ein Alleinstellungsmerkmal. Daher sind im Werkzeugbau der Marke Volkswagen in Wolfsburg die Kernbereiche Werkzeuge, Anlagen und Prüfmittel verankert. Aktuell arbeiten 1280 Mitarbeiter in diesem Bereich. Dieser Werkzeugbau hat für die Marke Volkswagen die Lead-Funktion und verantwortet als Generalunternehmer zusammen mit den vier weiteren Werkzeugbauten im Verbund weltweit alle Anläufe neuer Fahrzeuge im Gesamtkarosseriebereich.

Formenbau Glittenberg GmbH, Frankenbergbelegschaft_glittenberg
Kategorie 3: Externer Werkzeugbau unter 50 Mitarbeiter

Die Formenbau Glittenberg GmbH in Frankenberg wurde 1990 mit fünf Mitarbeitern gegründet. Von Beginn an konzentrierte sich das Unternehmen auf Spritzgießwerkzeuge für thermoplastische Kunststoffe mit hohem technischen Anspruch. Die Formenbau Glittenberg GmbH ist seitdem kontinuierlich gewachsen und hat sich auf die Fertigung von Mehrkomponentenwerkzeugen sowie Multikavitäten und anspruchsvolle Einkomponententeile spezialisiert. Hierbei werden im Mehrkomponentenbereich nicht nur marktübliche Kunststoff-Kunststoff-Verbundlösungen realisiert, sondern auch Kunststoff-Elastomer-Verbindungen. Das Kundenspektrum der Firma Glittenberg ist sehr breit gefächert und umfasst unter anderem die Bereiche Elektrotechnik, Medizintechnik, Verpackungsindustrie, Automotive und Haushaltswaren.

belegschaft_opusOpus Formenbau GmbH, Heiligkreuzsteinach
Kategorie 3: Externer Werkzeugbau unter 50 Mitarbeiter

Die Opus Formenbau GmbH wurde 2007 neu gegründet. Der Formenbau hat sich auf die Entwicklung und Fertigung von Spritzgieß- und Vulkanisationsformen für die Automobilzulieferindustrie spezialisiert. Es werden maßgeschneiderte Lösungen für Fahrzeugabdichtungen in den Geschäftsfeldern Karosseriedichtsysteme, Glasumspritzungen und Mehrkomponententechnologie angeboten. Zum Leistungsspektrum zählen Formen von elementar einfach aufgebauten Prototypen aus Aluminium bis hin zu voll kinematisierten und prozessintegrierten Serienformen, wie auch Dienstleistungen aus dem Spritzgießtechnikum. Opus konnte sich mit seiner Nischenstrategie sehr erfolgreich am Markt etablieren und bedient heute mit seinen Leistungen ein breit aufgestelltes Kundenportfolio in ganz Europa.

Meissner AG Modell- und Werkzeugfabrik, Biedenkopf-Wallaubelegschaft_meissner
Kategorie 4: Externer Werkzeugbau über 50 Mitarbeiter

Das 1922 von Theodor Meissner in Wolzhausen gegründete Unternehmen hat seit 1925 seinen Sitz in Biedenkopf-Wallau an der Lahn. Seit 1997 ist Meissner eine Aktiengesellschaft, deren Aktien sich mehrheitlich im Besitz der Mitarbeiter befinden. Die Meissner AG beliefert Automobilhersteller aus aller Welt und ihre Zulieferer mit Gießerei- und Kunststoffformwerkzeugen. Dabei ist Meissner mit Joint-Venture-Unternehmen und Kooperationen international aufgestellt. Das Produktspektrum umfasst Werkzeuge zum Gießen von Motorblöcken, Zylinderköpfen und anderen Gussteilen, Blasformen vornehmlich zur Herstellung von Kraftstoffbehältern und Einfüllrohren sowie Werkzeuge zur Produktion von Fahrzeugauskleidungsteilen aus verschiedensten Materialien. Das Leistungsspektrum umfasst die Entwicklung, die Konstruktion und die Herstellung von Prototyp- und Serienwerkzeugen. Zudem ist Meissner in vielfacher Weise Entwicklungspartner seiner Kunden.

belegschaft_ruhlaWerkzeugbau Ruhla GmbH, Seebach
Kategorie 4: Externer Werkzeugbau über 50 Mitarbeiter

Mit 54 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern stellt Werkzeugbau Ruhla hochkomplexe Spritzgießwerkzeuge, vor allem für die Automobil- und Medizinindustrie her. Multikavitätenwerkzeuge werden mit kurzen Zykluszeiten gefertigt, ebenso wie Werkzeuge für den Mehrkomponentenspritzguss. Die Technologie des Inmold-Labeling zählt zu den Stärken des Unternehmens, so dass es hier zu den Technologieführern gehört. 2008 wurde eine vollautomatisierte Anlage für die Senkerosion und die Elektrodenfertigung aufgebaut. Die Bereiche Drahterosion und Fräsen wurden in den vergangenen Monaten automatisiert. Jedes Werkzeug wird im hauseignen Technikum erprobt. Darüber hinaus bietet das Unternehmen einen umfangreichen Wartungs- und Reparaturservice an. Werkzeugbau Ruhla hat sich in Osteuropa als Marke etabliert und erzielt dort mittlerweile mehr als 50 Prozent seines Umsatzes. Seit mehreren Jahren steht das Unternehmen seinen russischen Kunden als Servicepartner vor Ort zur Verfügung. Werkzeugbau Ruhla legt großen Wert auf hoch qualifizierte Mitarbeiter. Jedes Jahr werden so mindestens 6 neue Auszubildende eingestellt.

Schneider Form GmbH, Dettingen unter Teckbelegschaft_schneider
Kategorie 4: Externer Werkzeugbau über 50 Mitarbeiter

Schneider Form wurde 1961 von Peter Schneider gegründet und hat seitdem mit vielen wegweisenden Entwicklungen im Formenbau Geschichte und sich selbst einen Namen gemacht. So kamen beispielsweise der erste Stuhl aus Kunststoff (1966) und der weltweit erste CFK-Rohbau eines Serienfahrzeugs (2013) aus Werkzeugen von Schneider Form. Das Portfolio des Unternehmens umfasst Produktentwicklung, Spritzgieß- und Druckgusswerkzeuge von 1200 bis 5000 t Schließkraft sowie große Thermoformen für CFK-Bauteile. Anwendungsbeispiele mit Schwerpunkt Automobil sind der gesamte Außen- und Innenbereich, Strukturbauteile und der Antriebsstrang. Schneider Form besitzt Tochterunternehmen in Portugal, England und China und betreibt Kooperationen mit Unternehmen in Japan, Indien und Nordamerika.

belegschaft_schwarzHeinz Schwarz GmbH & Co. KG aus Preußisch Oldendorf
Kategorie 4: Externer Werkzeugbau über 50 Mitarbeiter

Die Heinz Schwarz GmbH & Co. KG aus Preußisch Oldendorf wurde 1964 vom Werkzeugmachermeister Heinz Schwarz in der elterlichen Garage gegründet. Von Kleinwerkzeugen in der Anfangszeit hat sich der Werkzeugbau zum Lieferanten für komplexe Karosserieteile (Struktur und Außenhaut) entwickelt und hat sich insbesondere auf Platinenschneid-, Folgeverbund-, Stufen- und Transferwerkzeuge für die Blechverarbeitung spezialisiert. Zu den Abnehmern zählen Unternehmen aus den Branchen Automobil, Möbel und Weiße Ware sowie der metallverarbeitenden Industrie. Das Unternehmen liefert mit einer Exportquote von rund 20 Prozent in unterschiedliche Staaten der Europäischen Union sowie in die USA, Mexiko, Russland, Indien und auch China.