Quittenbaum Werkstueck

Ober- und Unterseite eines fertig abgemusterten Folgeverbundwerkzeugs mit Streifenlayout. Die Durchlaufzeit im Werkzeugbau beträgt im Schnitt etwa 20 Wochen. - Bild: Visi

Seit Jahren stehen die Zeichen bei Quittenbaum in Schönau am Königsee auf Wachstum. "Kompromisslose Qualität" lautet die Erfolgsformel des vorwiegend auf Mikrostanz- und -ziehteile fokussierten Spezialisten. Darum werden alle benötigten Werkzeuge im eigenen Haus konstruiert und gebaut. Die 3D-Werkzeugbaulösung Visi spielt dabei eine wichtige Rolle.

"Wir fokussieren uns bewusst mit hoher Innovationskraft auf Materialdicken von 0,1 bis 1,2 mm, produzieren aber auch schon mal dickere Teile. Schließlich gilt bei uns grundsätzlich die Unternehmensphilosophie: je kleiner und komplexer das Teil, umso geringer der Materialanteil und desto höher die Wertschöpfung", unterstreicht Günther Schöfegger, Geschäftsführer von Quittenbaum. "Zu unserem heutigen exzellenten Ruf trägt natürlich auch die hohe Bauteilqualität bei. Denn selbst bei millionenfacher Wiederholung halten wir in den Stanzprozessen die geforderte Präzision von oft nur wenigen µm sicher ein."

Visi-Module

Visi Peps-Wire
Visi Peps-Wire erkennt erodierbare Geome­trien des 3D-CAD-Modells automatisch und unterstützt auch Funktionen wie den automatischen Wechsel der Drahtdicken. – Bild: Visi

Konstruiert wird bei Quittenbaum ausschließlich in 3D – und zwar mit Visi. Ein System, das für den Alltag der Spezialisten wie maßgeschneidert ist. Visi deckt mit zahlreichen Modulen für CAD, CAM, PDM und Simulation auch den Blechbereich vollständig ab. Bereits seit 2007 verfügt der Werkzeugbauer mit Visi über eine schnittstellenfreie, gut funktionierende 3D-Prozesskette auf Basis eines durchgängigen Datenmodells, die sich aktuell von den ersten Kundenkontakten über Machbarkeitsstudien, Methodenplanung und die Werkzeugkonstruktion bis zur NC-Programmierung und Visualisierung in der Fertigung erstreckt.

Derzeit nutzt Quittenbaum die Visi-Module auf sechs Arbeitsplätzen, zuzüglich der sechs PCs in der Fertigung, auf denen der Visi-Viewer läuft. Hier können sich die Mitarbeiter im Werkzeugbau anhand des CAD-Modells sofort ein Bild machen, wie das Bauteil aussieht, wohin es im Werkzeug gehört und wie es montiert wird. Eine wertvolle Hilfe, schließlich kommt auch hier das selbsterklärende Bedienkonzept von Visi zum Tragen, was eine Einarbeitung der Mitarbeiter weitgehend überflüssig macht.

Trends µ-genau

Durchgängige Softwarewelt
Visi ist eines der umfassenden Konstruktions- und NC-Programmiersysteme für den Werkzeug- und Formenbau. Es bietet die Kombination von Anwendungen, die integrierte Draht-, Flächen- und Volumenmodellierung, umfangreiche 2,5-Achs-, 3+2-Achs- und 5-Achs-Bearbeitungsstrategien inklusive effektiver HSC-Optionen vereinen. Anwendungen für Draht- und Senkerodieren komplettieren die CAM-Funktionalität. Branchenspezifische Anwendungen für die Konstruktion und Entwicklung von Folgeverbundwerkzeugen mit schrittweiser Abwicklung versprechen dem Werkzeugbauer eine hohe Produktivität. Visi kann direkt mit Parasolid-, Iges-, Catia-V5-, Pro-E, Siemens-NX-, Step-, Solid-Works-, Solid-Edge-, Acis-, DXF-, DWG-, STL- und VDA-Dateien arbeiten.