Logopress bietet die Möglichkeit, Werkzeuge für Folgeverbundwerkzeuge schnell zu erstellen.

Logopress bietet die Möglichkeit, Werkzeuge von der Abwicklung bis zum kompletten Werkzeug für Folgeverbundwerkzeuge schnell zu erstellen. (Bild: LAS)

Angebotserstellung, Methodenplanung und Werkzeugkonstruktion von Stanzbiegeteilen erfolgen bei der LAS Löhmann Automotive Systeme durch die Kombination aus dem CAD-System Solidworks und dem werkzeugspezifischen Add-on Logopress. Mit dem Ergebnis, dass das System für die Werkzeugkonstruktionen Zeit und Geld spart.

Das ist LAS Löhmann Automotive Systems

Seit mehr als 30 Jahren beliefert die 1996 gegründete LAS Löhmann Automotive Systems aus Iserlohn die Automobil- und Elektrobranche mit anspruchsvollen Stanz- und Stanzbiegeteilen mit einer Größe bis zu 150 x 150 Millimeter. Das Unternehmen arbeitet mit einem modernen Maschinenpark mit Stanzautomaten bis 1.300 Kilonewton Presskraft, Bihler-Stanzbiegeautomaten sowie Schweißsystemen und bietet das komplette Leistungsangebot von der Beratung über den Prototypenbau bis zur Fertigung von Serien.

Mit 18 Mitarbeitenden erwirtschaftet die LAS Löhmann Automotive Systems einen jährlichen Umsatz von rund drei Millionen Euro. Durch die Übernahme der auf Drahtbiegeteile spezialisierten Menke GmbH hat sich LAS seit Ende 2020 breiter aufgestellt.

Geschäftsführer in zweiter Generation ist seit Dezember 2020 Marc Löhmann. Der 42-Jährige ist gelernter Kaufmann und seit vielen Jahren im Unternehmen aktiv. Rund ein halbes Dutzend Werkzeugneukonstruktionen im Jahr entstehen an seinem PC. Bauen lässt LAS die Werkzeuge von externen Dienstleistern.

Solidworks und Logopress beschleunigen den gesamten Prozess

In der Stanzbiegetechnik ist Löhmann versiert und übernimmt sowohl die Bearbeitung der Anfragen als auch die Konstruktion der Werkzeuge: „Dabei sparen wir Zeit. Vor allem bei der Bearbeitung von Anfragen für Stanzbiegeteile, aber auch in der Werkzeugkonstruktion“, berichtet der Geschäftsführer. „Der Beschleuniger ist die Kombination aus dem CAD-System Solidworks mit dem werkzeugspezifischen Add-on Logopress. Der Umstieg auf Solidworks und Logopress erfolgte übrigens vor Jahren mit Unterstützung des Dienstleisters Coffee.“

Auf einen Blick: Vorteile Logopress von Autoform

  • zugeschnitten auf die Bedürfnisse von Folgeverbundwerkzeugbauern
  • beinhaltet Werkzeugkonstruktion, Abwicklung sowie Vorhersage der Platinenform und Verschachtelung
  • geeignet für die Modellierung von komplex ­geformten Zwischenstufen
  • mit Logopress Progsim können Anwender Streifenlayouts am Computerbildschirm simulieren, modifizieren und validieren, um kostspielige Zeit in der Tryout-Presse und anschließende Nacharbeitskosten zu vermeiden

Viele Kunden von LAS sind Kunststoffbearbeiter und benötigen anspruchsvolle Stanzbiegeteile zum Beispiel als Einlegeteile, die mit Kunststoff umspritzt werden. Gerade diese Kunden schätzen die fertigungstechnische Expertise und die Kompetenz in der Werkzeugkonstruktion der Iserlohner.

Daten und Hintergrundinformationen für eine kompetente Beratung liefert die Werkzeugauslegung mit dem CAD-System Solidworks in Verbindung mit dem werkzeugspezifischen Add-on Logopress - und zwar mit einem vertretbaren Aufwand schon bei der ersten Anfrage.

Sowohl bei Biegeteilen als auch bei Freiformteilen lässt sich mit Logopress relativ schnell die Abwicklung erzeugen.
Sowohl bei Biegeteilen als auch bei Freiformteilen lässt sich mit Logopress relativ schnell die Abwicklung erzeugen. Dabei werden bereits die Umformstufen für das Streifenlayout festgelegt. (Bild: Autoform)

Wobei hilft Logopress konkret?

Das A und O eines belastbaren Angebots für Stanzbiegeteile ist die Abwicklung und das Streifenlayout: „Ein Streifenlayout zu erstellen, ohne eine Software wie Logopress, da sitzt man Stunden dran. Das macht für eine Anfrage keiner“, unterstreicht Löhmann.

„Mit Logopress geht es deutlich schneller. Aus der 3D-STEP-Datei des Bauteils wird relativ schnell mit Logopress Flatten die Abwicklung ermittelt, und zwar sowohl für Biegeteile als auch für Freiformteile.“ In diesem Tool werden die ersten Umformstufen definiert und anschließend in Logopress StripLayout zum Streifenlayout erweitert, das festlegt, wo und wie Elemente ausgestanzt und gebogen werden.

Marc Löhmann.
Marc Löhmann, LAS Löhmann Automotive Systems. (Bild: LAS)

Beim Designen des Streifenlayouts bietet Logopress die Möglichkeit, sich schnell die erforderlichen Stanz- und Biegestempel zusammen zu klicken. Das hat den Vorteil, dass LAS den Kunden zeitnah sagen kann, wo Einklinkungen oder Überschnitte erforderlich sind oder andere Probleme auftauchen könnten. Dies kann dem Kunden kommuniziert und so im Vorfeld fertigungstechnisch erforderliche Änderungen berücksichtigt werden.

Damit liegen die wichtigsten Informationen für die Angebotserstellung vor. „Man weiß, wie viel Material man braucht, kennt die Zahl der Stationen, kennt die Werkzeuglänge und die erforderlichen Schnittkräfte.

Für die endgültige Preisfindung müssen noch Annahmen zum Beispiel für die maximale Hubzahl getroffen werden“, beschreibt Löhmann. „Aber insgesamt kommen wir mit Logopress schneller zu einem belastbaren Angebot. Ein für die Angebotskalkulation brauchbares Streifenlayout stelle ich in der Regel in weniger als einer halben Stunde fertig.“

Für ein Streifenlayout wird auch bei komplexeren Teilen mit Logopress rund eine halbe Stunde benötigt.
Für ein Streifenlayout, das für die Angebotserstellung reicht, benötigt Marc Löhmann auch bei komplexeren Teilen mit Logopress rund eine halbe Stunde. (Bild: Autoform)

Für die endgültige Werkzeugkonstruktion erstellt Löhmann einen neuen Null-Datenträger und erzeugt ein neues, endgültiges Streifenlayout mit den exakten Stanz- und Biegestempeln. Bei der anschließenden Konstruktion des Werkzeugaufbaus mit Logopress DieDesign schätzt der Geschäftsführer die Vorteile der Werkzeugvorlagen. Mit diesen lassen sich Werkzeuggestelle mit allen Elementen nach eigenen Vorgaben erstellen, speichern und als Basis für neue Werkzeugkonstruktionen nutzen.

Entwicklung von Standards unterstützt Automatisierung

LAS hat spezielle Standards entwickelt, wie das Unternehmen Werkzeuge bauen will. Diese Standards sind mit den Werkzeugvorlagen festgelegt worden. Sind in der Werkzeugvorlage beispielsweise für die Plattenbefestigung immer vier M8 x 50 Schrauben vorgesehen, dann ist das in jedem Werkzeug der Iserlohner so und keiner kommt ohne Grund auf die Idee, es anders zu machen. Das bringt Konstanz in die Konstruktion und verhindert Fehler.

Aus den 3D-Daten der Werkzeugkonstruktion lassen sich in Logopress alle Zeichnungen und Zeichnungsableitungen wie Stücklisten und dergleichen automatisch erzeugen. Änderungen in den bidirektionalen Stücklisten werden in der Zeichnung direkt nachgeführt und umgekehrt. Zudem werden Teiledaten oder auch die Bohrtabelle für Startlochbohrungen automatisch ausgegeben. „Wir geben unseren Lieferanten nur die CAD-Daten, die Zeichnungen und die Daten im Neutralformat“, resümiert Löhmann.

Quelle: Autoform Engineering Deutschland GmbH

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