Rund 300 Vertreter aus Jury, Presse und Industrie nahmen im letztjährigen Wettbewerb an der Preis­verleihung teil. Als „Werkzeugbau des Jahres 2016“ erhielt am 26. Oktober die Phoenix Contact GmbH & Co. KG den begehrten Pokal. Das Unternehmen hatte die Jury mit seiner hervorragenden Leistungsfähigkeit überzeugen können. -  Bild: WZL/IPT

Rund 300 Vertreter aus Jury, Presse und Industrie nahmen im letztjährigen Wettbewerb an der Preis­verleihung teil. Als "Werkzeugbau des Jahres 2016" erhielt am 26. Oktober die Phoenix Contact GmbH & Co. KG den begehrten Pokal. Das Unternehmen hatte die Jury mit seiner hervorragenden Leistungsfähigkeit überzeugen können. - Bild: WZL/IPT

Mit dem Wettbewerb „Excellence in Production“ küren das Werkzeugmaschinenlabor WZL der RWTH Aachen und das ebenfalls in Aachen ansässige Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT jährlich die besten Werkzeug- und Formenbaubetriebe im deutschsprachigen Raum. Der Wettbewerb richtet sich sowohl an selbständige Werkzeugbaubetriebe als auch interne Werkzeugbauabteilungen innerhalb produzierender Unternehmen.

In diesem Jahr ist der Wettbewerb in seiner 14. Runde – der richtige Zeitpunkt nach Meinung der Verantwortlichen, den Benchmark auf den Prüfstand zu stellen und, wo notwendig, Reformen einzuleiten. Augenfällig sind einige organisatorische, aber auch inhaltliche Änderungen am Konzept. So hilfreich der umfrangreiche Fragebogen ist – für nicht wenige stellte er schon aufgrund der Fülle der abgefragten Daten ein Hindernis dar.

Um hier die Hemmschwelle für die Verantwortlichen in den Werkzeug- und Formenbauunternehmen – insbesondere für diejenigen, die zum ersten Mal dabei sein wollen – zu senken, wurde der einleitende Fragenkatalog deutlich abgespeckt. Auch sonst wurde der Wettbewerbsmodus zeitgemäßer gestaltet: Nach Anmeldung unter www.excellence-in-production.de können Unternehmen zunächst den ersten Teil des Fragebogens ausfüllen. Im Anschluss an diese einleitende Runde erhalten die Teilnehmer sogleich eine erste Auswertung, bevor es mit vertiefenden Fragen in die zweite Wettbewerbsphase geht.

Dank klarer Fokussierung auf die wichtigsten Kennwerte haben die Experten aus WZL und IPT den Aufwand für die Verantwortlichen in teilnehmenden Unternehmen deutlich reduzieret, ohne dass sich die Aussagekraft der Auswertung verändert. Auf Basis der Gesamtergebnisse bildet das Expertenteam anhand eines wissenschaftlich fundierten, praxiserprobten Kennzahlensystems eine Rangfolge der Teilnehmer. Die besten Unternehmen nimmt das Team bei Vor-Ort-Besuchen detailliert unter die Lupe.

Trends µ-genau
Werkzeugbau mit Zukunft

Das Kolloquium „Werkzeugbau mit Zukunft“, das auch der Preisverleihung des Wettbewerbs „Excellence in Production“ den Rahmen gibt, hat sich als zentraler Branchentreffpunkt etabliert. Die hochkarätigen Referenten der Veranstaltung bieten am 22. und 23. November in ihren Vorträgen praktische Handlungsempfehlungen, die Unternehmen im Wettbewerb EiP Logolangfristig zum EWrfolg fürhren sollen. Die Vorträge des diesjährigen Kolloquiums halten renommierte Experten der besten Unternehmen aus dem Werkzeug- und Formenbau und aus den Aachener Forschungseinrichtungen. Die Veranstalter versprechen damit Erfolgsbeispiele aus erster Hand mit hohem praktischen Nutzen. Nicht unwichtig: Die Teilnehmer erhalten selbstverständlich auch reichlich Gelegenheit, mit den Referenten direkt in Kontakt zu treten und ihre Erfahrungen zu diskutieren.

Die Unternehmen der Werkzeug- und Formenbaubranche erhalten mit dem Benchmark-Wettbewerb „Excellence in Production“ die Gelegenheit, sich kostenlos und anonym mit dem Wettbewerb zu vergleichen. Die Teilnehmer erfahren so, wie sie in den einzelnen Teildisziplinen gegenüber dem Wettbewerb aufgestellt sind. Die detaillierte Auswertung der Unternehmensdaten umfasst mehr als 90 Kennzahlen, die den Teilnehmern als Ansatzpunkte für Verbesserungen im eigenen Betrieb dienen können. Ein unschätzbarer Vorsprung beim Erschließen und Optimieren der eigenen Potenziale.

Gradmesser für die Leistungsfähigkeit der Unternehmen

Die untersuchten Daten decken alle relevanten Bereiche eines Unternehmens ab: Prozesse, Ressourcen, Organisation, Strategie und Führung fließen ebenso in die Bewertung ein wie finanzielle, kunden- und produktbezogene Ergebnisse. So erlangen nicht zuletzt auch die Verantwortlichen in den Unternehmen Transparenz über die eigenen Kennwerte. Der Wettbewerb ist aufgrund seiner klaren Strukturen seit Jahren etabliert als Gradmesser für die Bewertung der Leistungsfähigkeit von Unternehmen.

Um den Wettbewerb gerade für jene Unternehmen attraktiver zu gestalten, die erstmals teilnehmen, die sich vielleicht keine Chancen auf einen Platz auf dem Treppchen ausrechnen, verlosen die Veranstalter zusätzlich zwei weitere Unternehmensbesuche unter allen Teilnehmern des Wettbewerbs – eine fundierte Beratungsleistung, für die sonst teuer zu bezahlen ist.

Für annähernde Chancengleichheit der so unterschiedlich aufgestellten teilnehmenden Betriebe sorgen die Veranstalter mit einer Aufteilung in Kategorien: Zum einen werden interne und externe Werkzeugbaubetriebe getrennt betrachtet, schließlich sind hier die Voraussetzungen teilweise höchst verschieden. Und weil auch der interne Werkzeugbau eines Automobilkonzerns nicht unbedingt mit der Werkzeugbauabteilung eines kleinen Familienbetriebs zu vergleichen ist, übrigens genauso wenig wie der Zwölf-Mann-Betrieb die gleichen Anforderungen und Möglichkeiten hat wie der Großwerkzeugbau, wurde hier auch nach Betriebsgröße differenziert – mehr als 50 Mitarbeiter oder weniger. Mit dieser Matrix lassen sich faire Bewertungen vornehmen.

Wer es in die Spitzengruppe schafft und wer sich damit unbestritten zu den Besten der Branche rechnen darf, auf den wartet ein besonderes Ereignis: Die Finalisten werden während einer feierlichen Abendveranstaltung am 22. November 2017 im Krönungssaal des Aachener Ratshauses ausgezeichnet.

„Excellence in Production“ wird von Hasco Böhler-Uddeholm Deutschland sowie der WBA Aachener Werkzeugbau Akademie und dem VDMA unterstützt. Weiterer Unterstützer ist die Messe formnext. Als Medienpartner berichten die VDI nachrichten und das Fachmagazin werkzeug & formenbau – hier finden Sie auch jeweils im Folgejahr in unserer Serie „Lernen von den Besten“ die Portraits der Finalisten.

Kontakt: Werkzeugmaschinenlabor – WZL der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) Aachen, http://www.excellence-in-production.de