A beautiful firework over the water in the night sky

Das Jubiläum feierte Exeron mit zwei Tagen der offenen Tür – hier wurden sowohl Highlights aus dem aktuellen Erodier- und Fräsmaschinenprogramm von exeron als auch die neue HSC MP7 ausführlich präsentiert. Neben den gesamten nationalen und internationalen Vertriebs- und Servicepartnern waren auch Kooperationsunternehmen präsent, um ihre eigenen Leistungen im Rahmen einer kleinen Hausmesse vorzustellen. Die Partner Heidenhain (Steuerungen), Cimatron (Software), Erowa und Certa Systems (Automationssysteme und -softwarelösungen) hielten an beiden Tagen jeweils halbstündige Impulsvorträge zu den Themen „Steuerungsfeatures iTNC530“, „Mensch und Maschine im Werkzeug- und Formenbau“ sowie „Automation im Werkzeug- und Formenbau“, die von den Besuchern mit großem Interesse verfolgt wurden.

Neue Maschine mit Linearantrieben
Highlight war jedoch die Vorstellung der neuen Fräsmaschine HSC MP7 mit Linearantrieben. Die HSC MP7 soll die bisherigen Fräsmaschinen nicht ersetzen, sondern vielmehr sinnvoll ergänzen. „Wenn man unsere Maschinen mit Kugelgewindetrieben noch besser machen will, dann geht das nicht nur über den Einbau von Lineardirektantrieben“, erklärt Joachim Mayer, Technischer Leiter bei exeron. „Dann muss man es schon richtig machen und darf die Neuerungen nicht allein auf die Antriebe beschränken. Wir haben die gesamte Technik komplett überdacht und daraus resultierend eine ganz neue Maschine aufgebaut.“

Die Kugelgewindetrieb-Maschinen haben übrigens durchaus auch weiterhin durchaus ihre Anwendungsgebiete, in denen sie nach wie vor das bessere Konzept sind. exeron will den Anwendern mit der Ausweitung der Maschinenpalette indes künftig ermöglichen, das individuell richtige Maschinenkonzept passend zur gewünschten Bearbeitung auswählen zu können, und verspricht in beiden Technologien stimmige und ausgereifte Lösungen.

Trends µ-genau

Wenn besser, dann richtig
Die MP7 soll als High-End-HSC-Maschine im Portfolio von exeron neue Maßstäbe überall dort setzen, wo es auf maximale Genauigkeit in der Bearbeitung ankommt. Insbesondere im Mikrobereich soll das neue Maschinenkonzept seine Vorteile ausspielen. Das „MP“ in der Typenbezeichnung steht für „Micro Precision“, wobei „Micro“ auf die besondere Eignung der Maschine für die Mikrobearbeitung abzielt und „Precision“ auf die Summe vieler anderer Verbesserungen, die zu höchster Genauigkeit im Werkstück führen sollen. Die „7“ schließlich steht nicht in erster Linie für die Maschinengröße, sondern für den Evolutionsschritt: Nach der HSC 600/5, so will exeron signalisieren, jetzt die MP7 als der nächste große Wurf.

exeron 2

Exeron will mit der HSC MP7 die Maschinen
mit Kugelrollspindeln nicht ersetzen, sondern
in bestimmten Bereichen sinnvoll ergänzen.

„Wenn besser, dann richtig“ – dieser im Zuge der Entwicklung der neuen Maschine selbstgewählte Anspruch bedeutete für die Verantwortlichen bei Exeron beispielsweise auch, dass die Kühlung der Maschine völlig neu ausgelegt wurde. Sie bekam bei der MP7 neun Kreisläufe, um den Anwendern ein sauberes Temperaturmanagement für eine optimale Bearbeitung garantieren zu können.

„Die HSC MP7 ist dementsprechend nicht nur ein weiteres, linear angetriebenes Fräszentrum, sondern will mit technischen Feinheiten bis ins Detail überzeugen“, betont Mayer. „Die Biegesteifigkeit der Achsschlitten mit hoher Dämpfung und gleichzeitig geringen Massen durch Hohlkörperkonstruktion resultiert aus umfangreichen Modal- und FEM-Analysen.“

Hochauflösende Positionsgeber sind bei der MP7 ebenso Serie wie sehr steife, aber trotzdem reibungsarme Linearführungen mit praktisch reibungsfreiem Gewichtsausgleich. Mit der hochdynamischen Heidenhain-Steuerung iTNC 530 HSCI FS soll es dem Anwender umfassend ermöglicht werden, den gesamten Produktionsprozess transparent im Griff zu behalten. Diese leistungsfähige Bahnsteuerung kombiniert optimierte Bewegungsführung, kurze Satzverarbeitungszeiten und spezielle Regelungsstrategien. Der durchgängig digitale Steuerungsaufbau sorgt zusammen mit der integrierten digitalen Antriebsregelung inklusive Umrichter für hohe Bearbeitungsgeschwindigkeiten bei optimaler Konturgenauigkeit.

Die MP7 gibt es in einer Drei- und Fünf-Achsen-Version. Die Spindeldrehzahl liegt bei 42 000 min-1, die Spindelleistung S1/S6 bei 10 respektive 13 kW. Die Eilgänge in den Achsen X x Y x Z fahren zwar maximal durchaus 100 m/min, sind aber aus Sicherhheitsgründen auf 40 m/min begrenzt. Auch an die Möglichkeit zur optimalen Automatisierung wurde von Anfang an gedacht. Die MP7 ist mit und ohne integriertem Palettenwechsler im Angebot.