Ewikon-Geschäftsführer Peter Braun konnte mehr als 100 interessierte Teilnehmer aus dem gesamten deutschen Sprachraum begrüßen.
Bild: werkzeug&formenbau

Ewikon-Geschäftsführer Peter Braun konnte mehr als 100 interessierte Teilnehmer aus dem gesamten deutschen Sprachraum begrüßen. Bild: werkzeug&formenbau

Seit dem Jahr 1999 lädt Heißkanalspezialist Ewikon Interessierte zu seinem Heißkanalforum nach Frankenberg ein. Mehr als 100 Besucher waren gekommen, um sich über neueste Trends und Entwicklungen in der Branche zu informieren und sich untereinander auszutauschen. Auf die Teilnehmer wartete unter anderem ein interessantes Vortragsprogramm.

Ewikon-Geschäftsführer Peter Braun ging auf die aktuellen Entwicklungen im Unternehmen ein. In seinem Vortrag stellte er die Möglichkeiten der Prozessbeeinflussung mittels Nadelverschlusstechnik in den Mittelpunkt und stellte unterschiedliche Konzepte und Lösungsansätze aus der Praxis vor. Aufgrund ihrer vielfältigen Vorteile kommen Nadelverschlusssysteme in allen Branchen der kunststoffverarbeitenden Industrie verstärkt zum Einsatz. Ewikon ermöglicht mit seinem umfangreichen Programm technisch und wirtschaftlich optimierte Lösungen für vielfältigste Anwendungsanforderungen und Werkzeugkonzepte.

In seinem Keynote-Beitrag beleuchtete Prof. Heinz Kraus von der Technischen Hochschule Mittelhessen „die vierte industrielle (R)Evolution“: In anschaulichen Beispielen zeigte er den Teilnehmern, was Industrie 4.0 bedeuten kann und wie sich das Konzept sinnvoll in den Unternehmen der Werkzeug- und Formenbaubranche sowie in der Kunststoffindustrie umsetzen lässt.

In weiteren Vorträgen befasste sich Kerstin Krallmann, Leitung Werkzeugbau Campus Hemer/WMV Calmar GmbH/WestRock Gruppe, mit der Direktanspritzung kleiner Artikel in der Medizin- und Verpackungsindustrie. Die Korrosions- und Belagbildungsphänomene in der Kunststoffbearbeitung standen bei Sascha Sedelmeier aus dem Bereich Kunststoffe des Fraunhofer-Instituts für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF im Fokus. Christian B. Töpfer, Geschäftsführer der Werkzeugbau Ruhla GmbH, berichtete aus dem Erfahrungsschatz des Unternehmens im Russland-Geschäft: Stefan Eimecke, Leiter Entwicklung bei Ewikon, gab einen Einblick in die neuesten Entwicklungen des Heißkanalherstellers. Über additive Fertigungstechnologien und ihre Anwendung in Spritzgießwerkzeugen sprach Augustin Niavas, Business Development Manager Tooling bei der EOS GmbH. Und über neueste Entwicklungen bei BA und PBT mit Flammschutz referierte Klaus Uske, Technical Development Engineering Plastics bei BASF. Welche Vorteile sich aus einer engen Zusammenarbeit von Maschinenbauer, Werkzeugbauer und Automatisierungshersteller ergeben können, zeigte Peter Pokorny, Leitung Anwendungstechnik bei Engel Austria.

Trends µ-genau

Nadelverschlusstechnik

Nadelverschlusssysteme bieten vielfältige Vorteile, daher kommen sie inzwischen in allen Branchen der kunststoffverarbeitenden Industrie verstärkt zum Einsatz: So ist mit Nadelverschluss das Füllen über größere Anschnittdurchmesser möglich – das fürht dazu, dass der Kunststoff im Formteil weniger stark orientiert ist. Der Nadelverschluss vermeidet das bei offenen Anschnitten oft zu beobachtende Fadenziehen und ermöglicht mit kaum sichtbaren Anschnitten eine höhere Teilequalität. Zudem ermöglicht die Nadelverschlusstechnik kleinere Zykluszeiten.

Ausgiebig nutzten die Teilnehmer die Pausen und das abendliche Beisammensein für den fachlichen Austausch. Interessante Vorführungen im Ewikon-Technikum sowie Betriebsführungen bei Ewikon und dem benachbarten Spritzgießwerk Hettich rundeten die Veranstaltung ab.

Kontakt: Ewikon Heißkanalsysteme GmbH,  www.ewikon.com

Weitere interessante Videos finden Sie auf dem Youtube-Kanal der werkzeug&formenbau.