Clevere Lösung für das Feinstaubproblem in der Nachbearbeitung additiv gefertigter Werkstücke: Mit der EneskaPostpro hat joke Technology aus Bergisch Gladbach eine in mehrfacher Hinsicht intelligente Lösung für alle post-processing-Arbeiten entwickelt.

Ein dichter, komplett eingehauster Arbeitsraum, ausgestattet mit verschiedenen elektrischen und pneumatischen Werkzeugen sowie leistungsstarken Absaugvorrichtungen mit Explosionsschutz erlaubt den Bedienern ein sicheres Arbeiten im post-processing ohne Gesundheitsgefährdung. Die intelligent konzipierte Ausstattung ermöglicht ein weites Spektrum an Anwendungen.

Was sind die Grenzwerte für Feinstaub am Arbeitsplatz?

A-Staub (Feinstaub) besteht nach den Technischen Regeln für Gefahrstoffe (TRGS) aus Partikeln, die so klein sind, dass sie über die Atemwege bis in die Lungenbläschen gelangen können. Die Grenzwerte für die Belastung am Arbeitsplatz regelt die TRGS 900: Wurden für ein Material keine eigenen Grenzwerte festgelegt, gilt der allgemeine Staubgrenzwert für granuläre biobeständige Stäube. Für A-Stäube liegt der bei 0,5 ppm.

Die beste Lösung für die Nachbearbeitung

Eneska Postpro ermöglicht alle Nacharbeiten
Egal ob es um Entfernung von Restpulver, das Trennen von der Substratplatte, die Supportentfernung, eine Oberflächenglättung oder das Finish geht – für all diese Arbeitsschritte ist die EneskaPostpro die passende Lösung. - Bild: werkzeug&formenbau

Das joke-Entwicklerteam hatte zum Ziel, die beste machbare Lösung zu liefern, ganz nach dem Motto: „Lieber eine Schippe drauf als zu wenig.“ Das zeigen schon die Maße: Knapp einen Quadratmeter groß ist der Arbeitsraum in der EneskaPostpro. Hier haben selbst große Substrat- und Druckplatten genug Platz. Ebenso spiegeln die Sicherheitsstandards und die vielen funktionalen Details den Ansatz wider.

Einzigartig ist aber vor allem die Vielseitigkeit des geschlossenen Systems aus Bergisch-Gladbach. Egal ob es in der Nachbearbeitung um die Entfernung von restlichem Pulver, das Trennen von der Substratplatte, die sichere Supportentfernung, eine Oberflächenglättung oder um das Finish geht – alle anfallenden Arbeitsschritte lassen sich mit der EneskaPostpro effizient, sauber und sicher erledigen.

Metallische Pulver haben es in sich

Eneska Postpro schützt vor Staub
Live auf der formnext zu sehen: ENESKApostpro, die neue Lösung für Staubschutz bei manueller Nachbearbeitung, sichert den Mitarbeiter zuverlässig vor den Gefahren des lungengängigen Staubs. - Bild: werkzeug&formenbau

Die Entpulverung wirkt auf den ersten Blick noch trivial, doch meist steckt der Teufel im Detail – in diesem Fall in den Rückständen des Pulvers. Spätestens beim Trennen von der Druckplatte oder der Entfernung der Stützstrukturen wird es dann kniffliger. Mikromotorwerkzeuge helfen dabei, Beschädigungen oder Verformungen zu vermeiden, die die Funktion des Bauteils einschränken würden. Anschließend müssen die Oberflächen entgratet, geschliffen und zum Finish gegebenenfalls poliert werden.

Welche Gesundheitsgefahren gibt es im Umgang mit metallischen Pulvern?

Kaum im Bewusstsein der Anwender additiver Technologien ist das gesundheitliche Risiko, das der Umgang mit den als feine, also lungengängige Pulver aufbereiteten Werkstoffen mit sich bringt. Grob lassen sich die Gesundheitsgefahren in vier Gruppen einteilen:

Hautreizung:

Berufsbedingte Hauterkrankungen, sogenannte Berufsdermatosen, gehören zu den häufigsten anerkannten und entschädigungspflichtigen Berufskrankheiten in Deutschland. Die Symptome sind Rötungen, trockene Haut, Schuppung, Juckreiz und Einrisse bis hin zu chronischen Entzündungen.

Krebserkrankungen:

Vor allem Feinstaub erhöht das Risiko, an verschiedenen Tumorarten zu erkranken. Das Lungenkrebsrisiko war schon länger gut dokumentiert. Jüngere Forschungen zeigen aber auch bei Tumoren im oberen Verdauungstrakt, an Brust, Leber, Pankreas oder Gallenblase ein deutlich höheres Risiko.

Asthma:

Das medizinisch "Asthma bronchiale" genannte Krankheitsbild kennzeichnet eine chronische, entzündliche Erkrankung der Atemwege mit dauerhafter Überempfindlichkeit. Die Entzündung kann zu anfallsweiser Atemnot infolge einer akuten Verengung der Atemwege führen. Auf verschiedene Reize reagieren die Atemwege empfindlich und können sich dann entzünden.

Staublunge:

Die Staublunge (oder Pneumokoniose) entsteht durch Inhalation von anorganischen Stäuben. Es kommt zu Lungenveränderungen, die zur Lungenfibrose führen können. Sie ist eine der häufigsten Berufskrankheiten in Deutschland.

Post-processing auf Nummer sicher

Alle diese Bearbeitungsmöglichkeiten bietet die ENESKApostpro in einer einzigen Anlage. Bei jedem dieser Arbeitsschritte spielen spezielle Aspekte für die Sicherheit und Ergonomie des Anwenders eine wichtige Rolle – und auch hier gibt das neue System von joke Technology die richtige Antwort.

Ein wichtiger Faktor ist der geschlossene Arbeitsraum, der sich erst öffnet, nachdem in einer rund zehnsekündigen Nachsaugphase Pulver aus dem Arbeitsraum gründlich abgesaugt werden. So ist sichergestellt, dass keine Stäube mehr vorhanden sind, die in die Umgebung entkommen können. Denn gerade bei den lungengängigen Partikeln ist zu beachten, dass sie, einmal aufgewirbelt, unter Umständen für mehrere Stunden schweben können, bevor sie sich wieder absetzen. rw

Alles Wissenswerte zu ENESKApostpro

Ein System für alle Bearbeitungsfälle: Vom Entpulvern über das Abtrennen der Substratgrundplatte und das Entfernen von Supports, das Glätten von Oberflächen oder das Finish - ENESKApostpro ermöglicht die verschiedensten Bearbeitungsschritte. Der knapp einen Quadratmeter große Innenraum bietet selbst für die größten Druckplatten genug Platz. Diese in mehrfacher Hinsicht intelligente Lösung für alle Postprocessing-Arbeiten wird auf der Rapid.Tech 3D in Erfurt dem Fachpublikum präsentiert. Besuchen Sie joke Technology auf der Messe vom 05.05. bis 07.05.2020!

Für weitere Informationen klicken Sie hier!