Die SPK-Spannklauenkästen lassen jede Menge Platz im Maschinenraum. Ihre Geometrie ermöglicht eine gute Zugänglichkeit der Werkstücke. 	
Bilder: Schunk

Die SPK-Spannklauenkästen lassen jede Menge Platz im Maschinenraum. Ihre Geometrie ermöglicht eine gute Zugänglichkeit der Werkstücke. Bilder: Schunk

In der Drehtechnik gelten Backenschnellwechselsysteme als effizienter Weg zu mehr Flexibilität. Besonders komfortabel sind Drehfutter mit integriertem Schnellwechselsystem, die die Wechselzeit für einen Spannbackensatz von rund 10 bis 15 min bei konventionellen Futtern auf deutlich unter 1 min reduzieren. Die Handhabung ist einfach: So genügt bei den Schunk-Kraftspannfuttern der Rota-THW-Serie eine Vierteldrehung mit dem Ausklinkschlüssel, um die Grundbackenverzahnung zu entriegeln. Nachdem die neue Backe eingesetzt und die Keilstangenverzahnung eingerastet ist, lässt sich der Schlüssel zurückdrehen. Ein Federmechanismus wirft den Schlüssel aus und verhindert, dass er im Futterkörper vergessen wird.

Noch einen Schritt weiter gehen die Schunk-Handspannfutter der Serie Rota-S plus 2.0 – diese kommen gänzlich ohne zusätzliches Werkzeug aus. Stattdessen wird der Wechselmechanismus einfach per Knopf betätigt. Ein Anzeigestift signalisiert nach dem sekundenschnellen Wechselvorgang, ob die Backen sicher verriegelt sind. Aufgrund der hohen Wechselwiederholgenauigkeit von bis zu < 0,02 mm lassen sich einmal ausgedrehte Aufsatzbacken immer wieder verwenden.

Trends µ-genau

Nullpunktspannsystem Vero-S

Die komfortabelste Möglichkeit zur Flexibilisierung der Werkstückspannung bietet sicher das Schunk-Nullpunktspannsysteme Vero-S. Über einen oder mehrere Spannbolzen ermöglicht es einen sekundenschnellen Wechsel unterschiedlicher Spannmittel mit einer Wiederholgenauigkeit < 0,005 mm. Im Nullpunktspannmodul radial angeordnete Spannschieber ziehen den Spannbolzen ein und verriegeln ihn selbsthemmend und formschlüssig. Dank einem Eil- und Spannhub liegt die Einzugskraft bei bis zu 40 000 N – ideale Voraussetzungen für eine besonders steife Spannung, die selbst extreme Querkräfte zuverlässig aufnimmt.

Für Anwender, die nicht in ein hochwertiges Schnellwechselfutter investieren oder den Backenwechsel bei einem vorhandenen konventionellen Drehfutter beschleunigen wollen, hat Schunk das Backenschnellwechselsystem Pronto auf den Markt gebracht. Mit einer Wechselzeit von nur 5 s pro Backe verspricht die Neuheit deutlich geringere Rüstzeiten für konventionelle Drehfutter der Größen 200 bis 315 mit Spitzverzahnung 1/16’’ x 90° und 1,5 mm x 60°. Der Schnellwechselnachrüstsatz besteht aus Träger- und Wechselbacken.

Getauscht wird lediglich ein Wechseleinsatz

Das Prinzip ist einfach: Anstelle der kompletten Trägerbacke wird lediglich ein Wechseleinsatz getauscht, der aufgesteckt und per Sechskantschlüssel verriegelt wird. In verriegeltem Zustand sorgt ein Sechs-Seiten-Formschluss für maximale

Schunk Direktspannung

Beim Direktspannen werden Teile mit Spannbolzen in Nullpunktspannmodulen gespannt.

Prozessstabilität und ermöglicht eine hohe Kraft- und Drehmomentübertragung. Drei Trägerbackenvarianten für kleine, mittlere und große Spannbereiche stehen zur Wahl. Als Aufsatzbacken bietet Schunk zehn harte Kralleneinsätze für unterschiedliche Durchmesser und Spannbereiche sowie drei weiche Wechseleinsätze für die Fertigteilbearbeitung an. Einmal ausgedreht lassen sich letztere immer wieder auf dem System nutzen.

Je vielfältiger die Werkstücke und die Art der Bearbeitung, desto eher lohnt der Blick auf flexibel nutzbare Spannmittel. Der Schunk-Mehrfachspanner Kontec KSM2 kann auf 3-, 4- oder 5-Achs-Maschinen mehrere Teile gleichzeitig nebeneinander spannen. Schlanke Backen ohne überstehende Störkonturen ermöglichen eine hohe Teiledichte und optimale Zugänglichkeit. Ebenso überzeugend ist seine Leistung bei der Spannung großer Werkstücke im Verbund mit anderen KSM2-Mehrfachspannern. Eine gehärtete und geschliffene Spitzverzahnung sorgt für Robustheit, Präzision und Formstabilität. Unabhängig von der Werkstückgröße bewirkt ein Keilspannsystem, dass das Werkstück beim Spannvorgang automatisch niedergezogen wird.

Wandlungsfähige Multitalente

Schunk Rota-S

Das Schunk-Handspannfutter Rota-S flex wiegt bis zu 60 % weniger als konventionelle Drehfutter und deckt einen besonders großen Spannbereich ab.

Speziell für Anwender, die auf Fräs-Drehmaschinen ein möglichst breites Werkstückspektrum bearbeiten wollen, hat Schunk das hochflexible Handspannfutter Rota-S flex entwickelt. Es kombiniert bewährte Drehfutter der Baureihe Rota-S plus mit verlängerten Führungsbahnen und verwandelt diese in leichte und zugleich besonders flexibel einsetzbare Großfutter. Im Vergleich zu konventionellen Drehfuttern für große Spanndurchmesser sinkt das Gewicht mit Rota-S flex um bis zu 60 Prozent. Bei identischer Tischbelastung lassen sich deutlich schwerere Werkstücke bearbeiten. Zudem bleibt aufgrund der geringen Bauhöhe jede Menge Platz für Werkstück und Werkzeuge.

Ausgesprochen flexibel lassen sich auch die gleichermaßen leistungsdichten wie robusten Schunk-Spannklauenkästen SPK einsetzen. Auf Fräs-Drehzentren sowie auf großen Horizontal- und Karusselldrehmaschinen punkten sie mit geringem Gewicht und kleiner Bauhöhe. Da die Spurweite einstellbar ist, passen sie auf sämtliche Aufspannscheiben mit parallel laufenden T-Nuten. Ihr großer Backenhub von bis zu 100 mm und ihre Spannkraft von bis zu 75 kN sorgen bei niedrigen Anzugsmomenten für eine sichere Innen- oder Außenspannung. Der Grundkörper aus Stahl, die allseitig gehärteten Funktionsteile sowie die integrierte Schmierung versprechen eine dauerhaft hohe Präzision.

Kontakt: Schunk GmbH & Co. KG, www.schunk.com
Moulding Expo: Halle 8, Stand A41