Die „Superstar“-Fräser von Nachreiner gibt es jetzt unter anderem auch in Ausführungen für hochzähe und harte Werkstoffe.
Bild: Nachreiner

Die „Superstar“-Fräser von Nachreiner gibt es jetzt unter anderem auch in Ausführungen für hochzähe und harte Werkstoffe. Bild: Nachreiner

Mit der „Superstar“-Fräserfamilie stellt Nachreiner Werkzeuge zur Verfügung, die speziell für „harte“ (< 1600 N/mm2) und „weiche“ Werkstoffe (< 800 N/mm2) universell einsetzbar sind. Zur steten Verbesserung der erfolgreichen „Superstar“-Fräser-Reihe testet Nachreiner die Tools in enger Zusammenarbeit mit Anwendern auf Herz und Nieren und optimiert sie auf die speziellen anwenderindividuellen Herausforderungen. So will der Werkzeughersteller stets den Fokus auf die Anforderungen des Anwenders legen und noch zielgerichteter die Werkzeuge an die jeweiligen Materialien und Applikationen anpassen können.

Alle relevanten Größen imFokus

Im Fokus der Optimierungen zur neuen Generation der „Superstars“ standen insbesondere die Schneidengeometrie, die Spankontrolle, der Schneidstoff und die Beschichtung. Ein Beispiel ist der Einfluss auf den Spanbruch: So veränderten Nachreiner-Experten die Stirnseite des „Superstar“-Fräsers so, dass je nach Material der Spanbruch beim Eintauchen ins Volle früher und kontrollierter stattfindet. Das erleichtet die Späneabfuhr aus der Kontaktzone. Das Werkzeug nutzt sich daher nicht so schnell ab, und in Kombination mit einer Hochleistungsbeschichtung für definierte Materialbereiche sollen sich die Standzeiten der neuen „Superstar“-Fräser gegenüber herkömmlichen Werkzeugen aus dem Marktumfeld laut Nachreiner deutlich verlängern.

Zum Bearbeiten von Aluminium, NE-Metallen, Kunstoffen und Graphit entwickelte Nachreiner einen dreischneidigen Schrupp- und einen sechsschneidigen Schlichtfräser mit optimierter Geometrie und wesentlich stabileren Schneidkanten als bei bisherigen Superstar-Fräsertypen. Zusätzlich bringt Nachreiner zwei Modelle – Vierschneider und Fünfschneider als HPC-Fräser – speziell für Superlegierungen, etwa dem schwieriger zu bearbeitenden Material Inconel 718, sowie für Titan und Nickel.

Trends µ-genau

Keine Schutzfase

Bei allen neuen Werkzeugen verzichtet Nachreiner auf eine Schutzfase. Dafür haben die Tools einen Eckenradius in Größe der Schutzfase. Das soll eine noch höhere Stabilität des Gesamtsystems ermöglichen als bisher und noch mehr Prozesssicherheit auch bei den nun noch höheren möglichen Schnittwerten. So können laut Hersteller bis zu 60 Prozent mehr Vorschub je nach Applikation beim Schlichten, Schruppen, Feinschlichten und Schruppschlichten bei optimaler Konturgenauigkeit und bester Oberflächengüte gegenüber herkömmlichen HPC-Tools gefahren werden.

Für schwer zerspanbare Legierungen

Die Nickel-Chrom-Eisen-Legierung Inconel 718 beispielsweise hat relativ hohe Gehalte an Niob und Molybdän sowie weniger an Aluminium und Titan. Diese Legierung ist besonders robust bis 700 °C. Beim Zerspanen haben die Fräser unter anderem mit der besonderen Härte und der großen Hitzeentwicklung in der Kontaktzone zu kämpfen. Diese Parameter schwer zerspanbarer Legierungen wurden bei der Modifikation der neuen Werkzeuge berücksichtigt. Danach unterscheiden sich die neuen Tools vom klassischen Schneidstoff in spezieller Zähigkeit und dem Co-Anteil.

Darüber hinaus haben die neuen „Superstar“-Fräser eine ungleiche Schneidenteilung, besitzen jedoch einen speziellen Spiraldrall. Sonderschneidstoffe und Sonderschichten speziell auf die jeweilige Applikation und Werkstoff ausgelegt sollen für noch mehr Performance sorgen. Konstruktive Merkmale sollen sie für die besonderen Zerspanbedingungen bei Superlegierungen fit machen. Der 5-Schneider ist für größere Serien ausgelegt, da der Anwender rund 20 Prozent höhere Schnittwerte fahren kann.

Im Fokus der Optimierung standen Schneidengeometrie, Spankontrolle, Schneidstoff und Beschichtung.

Eine weitere Ausführung des „Superstar“-Fräsers optimierte Nachreiner zum Bearbeiten von gehärteten Stählen bis 1600 N/mm2. Dank einer optimalen Kombination aus Schneidstoff, Geometrie, Kantenpräparation und Beschichtung haben die Werkzeuge lange Standzeiten auch bei Materialien, die aufgrund ihres hohen Chromanteils ab 12 Prozent und einem Kohlenstoffanteil ab 0,4 Prozent extrem abrasiv sind. Dank fünf Schneiden und der speziellen Stirnform für kontrollierten Spanbruch soll der Anwender sehr hohe Vorschübe fahren können, da die kurzen Späne schnell abgeführt werden.

Zum Hartfräsen von Materialien mit 55-68 HRC stellt Nachreiner ein Werkzeug bereit, dass im Substrat, im Kerndurchmesser, in der Geometrie und in der Beschichtung optimiert wurde. Das gewährleistet in Kombination mit den konstruktiven Besonderheiten der „Superstars“ die nötige Ruhe während der Bearbeitung. Eine spezielle Spannut sorgt für schnellen Abtransport der kurzen Späne.

Kontakt: Nachreiner GmbH, www.nachreiner-werkzeuge.de
Moulding Expo: Halle 8, Stand B30