Die neue Steuerung soll 
die Produktivität der Mazak-
Maschinen deutlich erhöhen.
Bild: Mazak

Die neue Steuerung soll die Produktivität der Mazak- Maschinen deutlich erhöhen. Bild: Mazak

Im englischen Worcester stellte der japanische Werkzeugmaschinenhersteller Yamazaki Mazak seine neue Smooth-X-Steuerung vor. Die neueste Generation der Mazatrol-Steuerung will mit Touchscreen-Bedienung und intelligenten Bearbeitungsstrategien punkten. Dabei sorgt die neue Benutzeroberfläche für einfache und intuitive Bedienung.

Smooth Technology ist der Sammelbegriff für ein ganzes Bündel an Verbesserungen, die das neue Bedienkonzept insbesondere für komplexe Werkzeugmaschinen des Maschinenherstellers ausmachen. Zunächst sind es in erster Linie die hochkomplexen Modelle des Mazak-Produktspektrums, die von dem neuen Konzept profitieren sollen: Die Mazatrol-Smooth-X-CNC vereint die Multi-Touch-Funktionalität des Steuerungsbildschirms mit schnellen und intelligenten Strategien des neuen Technologiekonzepts. Selbstverständlich ist von den Neuerungen nicht nur die Steuerung betroffen – das Gesamtpaket enthält neben der Steuereinheit unter anderem Antriebe und Servosysteme der Maschinen. Das Konzept umfasst die gesamte Kette von der Programmierung über Einrichten, Zerspanung, durchgängige Automatisierung sowie Überwachung und Dokumentation.

Bearbeitungszeiten radikal verkürzt

Mit der neuen Mazatrol-Smooth-X-Steuerung will Yamazaki Mazak die Interpolationsgeschwindigkeit gegenüber der vorherigen Steuerungsgeneration vervierfacht haben. Damit sollen unter anderem die Bearbeitungszeiten verkürzt und Operationen wie voll simultane 5-Achs-Bearbeitung und komplexe Formbearbeitung verbessert werden. Neue Funktionen der Steuerung sind unter anderem Strategien, mit denen sich beispielsweise das Taschenfräsen intelligenter gestalten lässt: Hier versucht die Smooth-Technologie etwa, den Winkel des Werkzeugeingriffs konstant zu halten – laut Mazak konnte die Bearbeitungszeit in Versuchen um bis zu 60 Prozent reduziert werden.

Auf Programmierseite stehen neue Softwarefunktionen wie Quick Mazatrol, Quick EIA und eine volle 5-Achs-3D-Simulation zur Verfügung. Das Interface Quick Mazatrol ist ein Hybride aus CAM und Dialogprogrammierung. Damit kann man ein Volumenmodell verwenden, Teilegeometrien erhalten, aber immer noch im Dialog programmieren. Das bedeutet laut Mazak, dass ein Bediener nicht unbedingt wissen muss, wie man ein CAM-System verwendet, um von einem CAD-Modell Programme zu erstellen.

Von Computer-Games gelernt

Quick EIA soll den Benutzern ermöglichen, schnell vor der Ausführung des Programms jede Werkzeugbahn zu erzeugen und sie komplett zu simulieren. Das Geheimnis hinter der extrem schnellen Simulationsgeschwindigkeit von Quick EIA ist laut Hersteller die gleiche fortschrittliche Graphiktechnologie, mit der etwa die Graphiken für die heutigen Gaming-Systeme generiert werden. Damit lassen sich laut Mazak extrem realistische und genaue Simulationen generieren, die die gleichen Maschinenbewegungsparameter verwenden wie das tatsächliche Mazak-Maschinenmodell.

Ergonomie wird bei der neuen Steuerungsgeneration groß geschrieben. Die neue Benutzeroberfläche wurde vom bekannten Industriedesigner Ken Okuyama entworfen. Auch die Hardware trägt seine Handschrift.

Die Mazatrol-Smooth-X-Konsolen sind schwenkbar und lassen sich relativ frei so positionieren, dass der Bediener alles optimal im Blick hat. Die neue Steuerungsgeneration wird übrigens ein durchgängiges Schema zur Anordnung der Tasten haben – so wird es für Bediener einfacher, von einer Mazak-Maschine zur nächsten zu gehen.

Kontakt: Yamazaki Mazak Deutschland GmbH, www.mazak.de

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