Horizontal-Vertikal-Schwenkkopf für 5-Achs-Simultan-
bearbeitungen.
Bild: Burkhardt+Weber

Horizontal-Vertikal-Schwenkkopf für 5-Achs-Simultan- bearbeitungen. Bild: Burkhardt+Weber

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Eine „Technologielücke geschlossen“ hat die Burkhardt+Weber Fertigungssysteme GmbH mit ihrer neuen MCT-Baureihe, die speziell auf Multitasking-Anwendungen ausgelegt ist. NC-gesteuerte Schwenkspindeln, kräftige Drehstahlaufnahmen und schnelldrehende Torquetische sorgen für hohe Leistungsdichte. Dabei stehe jedoch, so die Einschätzung des Herstellers, Fräsen und schnelles Drehen im technischen Widerspruch: Braucht ein solides Bearbeitungszentrum für Fräsoperationen an ausladenden Teilen oder in hoher Spindellage ein sehr kippsteifes Tischlager, so wirkt die dafür erforderliche geringe Lagerluft und hohe Vorspannung wie Gift bei schnellen Drehoperationen.

Auf ihrer traditionellen Hausausstellung im Januar 2016 bei Deckel Maho Pfronten stellte DMG Mori unter anderem als Weltpremiere die neue DMU 600 G linear vor: Eine Hochgantry-

DMG Mori DMU600G

Hochgantry-Maschine mit Linearantrieben in X-­, Y­- und Z-­Achse für beste Oberflächengüten.
Bild: DMG Mori

Maschine für beste Oberflächengüten bei hoher Dynamik. Grundlage hierfür ist der Einsatz der innovativen berührungslosen Linearmotor-Antriebstechnik. Die Maschinenstruktur wurde hinsichtlich statischer und dynamischer Steifigkeit optimiert und garantiert eine gleichbleibende Temperaturstabilität dank umfangreicher Temperierungsmaßnahmen.

„Bereits seit vielen Jahren“, so Marcus Queins, Technologie-Direktor der Dörries Scharmann Technologie GmbH, Mönchengladbach, „liefert die Starrag Group verkettete Maschinensysteme mit automatisiertem Werkstücktransfer zwischen den einzelnen Anlagen.“ Diese Technik findet in den vergangenen Jahren vermehrt Einzug in den Bereich der Großbearbeitungszentren. Aufgrund steigender Anforderungen an die Produktivität und einen mannarmen Betrieb werden auch bei großen Bearbeitungszentren inzwischen die Rüstzeiten vermehrt von den Maschinen weg und auf Rüstplätze verlagert. Funktional vielfach ausgeführt stellt dies für Werkstücke mit bis zu 50 t Gewicht oder Längen bis 21 m besondere Herausforderungen an den Maschinenbau. Hinzu kommt der Trend, mithilfe von PPS-Systemen auch Großbearbeitungszentren untereinander zu flexiblen Fertigungssystemen zu vernetzen. Für Anwendungen wie die Fertigung von Formenbauteilen für Karosserien im Automobilbau oder Strukturbauteilen im Flugzeugbau hält Industrie 4.0 damit bereits Einzug in den Großwerkzeugmaschinenbau.

„Der Trend der zusätzlichen Automatisierung von Werkzeugmaschinen ist noch immer omnipräsent.“
Wolfgang Ziemann, Vertriebsleiter der Handtmann A-Punkt Automation GmbH, Baienfurt

Emco Fraeskopf

Universell einsetzbarer Fräskopf mit „beeindruckenden Leistungswerten“.
Bild: Emco Mecof

Für Stefan Hansch, Vorstandsvorsitzender der österreichischen Emco-Gruppe, sind in Zukunft folgende Punkte verkaufsentscheidend: hohe Genauigkeitswerte bei gleichzeitig effizienter Zerspannung, hoher Automatisierungsgrad, Reduzierung der Nebenzeiten, effiziente 5-Seiten-Bearbeitung und Energieeffizienz. Ein Beispiel für eine universell einsetzbare Maschine ist die neue UMill 1800.

Trends µ-genau

Automatisieren auch in XXL

Große Maschinen automatisieren ist eine Herausforderung. Deshalb waren die Großbearbeitungszentren von Überlegungen in Sachen Maschinenlaufzeit und Auslastung bislang oft weitgehend ausgenommen. Der Zwang zu immer höherer Produktivität und niedrigen Maschinenstundensätzen indes fordert gerade auch bei diesen Maschinen ein Umdenken. Auch bei Werkstücken, die beispielsweise eine Woche lang laufen, versuchen die Anwender, die Rüstzeiten auf der Maschine möglichst klein zu halten – Maschinenzeit ist wertvoll. Deshalb werden auch Großbearbeitungszentren immer mehr mit Lösungen ausgestattet, die ein hauptzeitparalleles Rüsten erlauben und beispielsweise über Wechselpaletten möglichst kurze Stillstandzeiten erlauben.

Der Grob-Werke GmbH & Co. KG ist es mit der G800 gelungen, ein neues Maschinenkonzept zu entwickeln, das den Kunden im Universal- und Systemmaschinengeschäft die ideale

Grob G800

Horizontal-Bearbeitungszentrum mit „idealer Palettengröße“.
Bild: Grob

Palettengröße für große Bauteile bietet. Mit dem vier- und optional fünf- oder sechsachsigen Baukastensystem kann die Maschine auf die Anwenderanforderungen ausgerichtet werden. Für Wolfgang Ziemann, Vertriebsleiter der Handtmann A-Punkt Automation GmbH, Baienfurt, „ist der Trend der zusätzlichen Automatisierung von Werkzeugmaschinen noch immer omnipräsent.“ Anwenderseitige Forderungen nach maximaler Nutzung der Maschine und besonders nach hoher Spindelauslastung werden immer lauter. Intelligente Automationslösungen leisten einen großen Beitrag dazu, diese Forderung zu erfüllen. Zusätzlich besteht nach seiner Aussage anscheinend ein rasant steigender Bedarf an der Integration von Industrierobotern.

„Die schnelle und kurzfristige Rentabilität von Großwerkzeugmaschinen rückt immer stärker in den Vordergrund.“
Benedikt Sitte, Geschäftsführer der Union Werkzeugmaschinen GmbH Chemnitz

Großteile rentabel fertigen

Heller FP 16000

Punkten mit Produktivität in der Großteilefertigung: Großbearbeitungszentrum FP 16000.
Bild: Heller

Manfred Maier, Geschäftsführer der Gebr. Heller Maschinenfabrik GmbH, fasst die Trends so zusammen: „Bearbeitungszentren im Bereich der Großteilefertigung müssen neben Produktivität, Präzision, Drehmoment- und Leistungsfähigkeit vor allem auch höchste Verfügbarkeit und Flexibilität aufweisen.“ Immer kleinere Losgrößen, kürzere Lieferzeiten und komplexere Bauteile erfordern eine kontinuierliche Optimierung und Straffung des Fertigungsablaufs. Die Werkzeugmaschinenhersteller müssen daher ihren Anwendern dabei helfen, zu optimalen Stückkosten produzieren zu können.

Michael Auer, Geschäftsführer der Hurco GmbH, Pliening, sieht „im Bereich Großbearbeitungszentren viel Potenzial, schließlich wollen auch komplexe Großteile rentabel gefertigt

SHW Gabelfraeskopf

Neuer Gabelfräskopf mit integrierter Hochfrequenzspindel.
Bild: SHW

werden“. In der Fertigung zählt die hohe Bearbeitungs-geschwindigkeit. Das gilt auch für komplexe große Fertigungsteile, die mit besonders hoher Präzision bearbeitet werden müssen: „Hier können wir mit unserer integrierten, intuitiv bedienbaren CNC-Steuerung punkten.“Danny Basic, Marketingleiter der SHW Werkzeugmaschinen GmbH, Aalen, sieht 2016 im Zeichen der konsequenten Weiterentwicklung: „Wir bieten erstmals eine komplett umhauste flurebene Variante unserer kleinsten Fahrständerbaureihe, die mit dem neuen Gabelfräskopf mit integrierter Hochfrequenzspindel besonders für Leichtmetallbearbeitung und 5-Achs-Simultanbearbeitung im Formenbau geeignet ist.“

Union Bohrwerk

Bohrwerk mit Tragbalken und automatischem Werkzeugwechsler bei der Bearbeitung einer Rotornabe für ein Windrad.
Bild: Union Chemnitz

Dass auch in der Großteilebearbeitung mit Serienmaschinen zunehmend anwender- und bauteilspezifische Lösungen gefragt sind, erklärt Benedikt Sitte, Geschäftsführer der Union Werkzeugmaschinen GmbH Chemnitz: „Dies erfordert sowohl die Anpassung der Maschinenkonstruktion als auch der Bearbeitungstechnologie. Die schnelle und kurzfristige Rentabilität von Großwerkzeugmaschinen rückt immer stärker in den Vordergrund.“
Walter Frick 

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