Perfekt kombiniert

Thomas Schöpf, Unternehmensgründer und Geschäftsführer des österreichischen Präzisionsteileherstellers Schöpf Fertigungstechnik, öffnet mit einem zufriedenen Lächeln die Werkzeugschubladen in der Fertigungshalle seines Unternehmens. Mehr als die Hälfte der bei ihm eingesetzen Schneidplatten, Stechplatten und Fräser kommen vor Iscar. „Vor allem Schneidplatten und Eckfräser mit Wendeschneidplatten in den Durchmessern 50, 80 und 100 von Iscar kommen bei uns zum Einsatz. Neuerdings setzen wir auch auf Iscar-Stechplatten für die Kunststoffbearbeitung“, bekräftigt Schöpf. „Gerade im Aluminiumbereich – insbesondere bei der Schlichtbearbeitung – punkten die Iscar-Schneidplatten.“

Rund 30 000 Euro an Werkzeugkosten fallen bei Schöpf im Jahr für die zum Teil komplexe Herstellung von hochpräzisen Komponenten für die Medizin-, Labor-, Vakuum- und Beschichtungstechnik sowie den Maschinenbau an. Seit zehn Jahren widmet sich der Firmengründer mit seinen 20 hochqualifizierten Mitarbeitern der Fertigung von Präzisionsteilen aus den unterschiedlichsten Materialien, die von Kunststoff über Messing bis hin zu Stahl und Aluminium reichen.

Das sagt die Redaktion

Reinigen lohnt sich
Der österreichische Präzisionsteilehersteller hat sich im Laufe der Zeit mehrere Standbeine aufgebaut. Somit ist das Unternehmen stets optimal ausgelastet. Dass Geschäftsführer Schöpf ein Tüftler ist, beweist er stets aufs Neue. Nicht nur in Sachen Spanntechnik hat er an überzeugenden Lösungen mitgewirkt. Auch bei den Werkzeugen hat er stets das Wesentliche im Fokus und nebenbei natürlich auch die Kosten. Das Reinigen der Werkzeuge in Natronlauge rechnet sich!
Jürgen Gutmayr

„Wir bieten die gesamte Prozesskette aus einer Hand“, unterstreicht der Geschäftsführer das Leistungsspektrum seines kleinen aber feinen Unternehmens. Zum Maschinenpark zählen unter anderem ein dreiachsiges Vertikal-BAZ Fanuc Robodrill alpha-T2liE-L mit Beladeroboter sowie ein vierachsiges Vertikal-BAZ Okuma MB-46 VAE.

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Bearbeitung einer Aluminiumplatte für einen Dentalofen mit einem Eckfräser von Iscar.

Hohe Rüstzeiten und vor allem das Einrichten einer mannlosen Schicht auf der Robodrill mit Beladeroboter waren für den Geschäftsführer vor rund drei Jahren Anlass, eine entsprechende Automatisierungslösung von Stark Spannsystem zu installieren. Mit Speedy Classic 1 in Schnellverschlussplatten und Hilma-Werkstückspannsystemen, bestehend aus der Schraubstockpalette CS 80, Schraubstock LC 125 sowie zwei entsprechenden Schnellverschlussplatten, ist das Automatisierungskonzept perfekt umgesetzt worden.

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Vorrichtung für Zahnprothesen.

Sehr hohe Messlatte bei den Werkzeuglösungen
Kein Wunder, dass Schöpf bei den entsprechenden Werkzeuglösungen die Messlatte ebenfalls sehr hoch legt. Deutlich wird dies beispielsweise bei den für einen Dentalofen zu fertigenden Bauteilen, respektive Platten aus Aluminium. Speziell hier sind perfekte Oberflächengüten und zugleich hohe Standzeiten der Fräser gefragt.

Gefertigt werden diese komplexen Platten im Wechsel auf dem drei­achsigen Vertikal-BAZ Fanuc Robodrill alpha-T2liE-L mit Beladeroboter sowie auf dem vierachsigen Vertikal-BAZ Okuma MB-46 VAE. Zum Einsatz kommen dabei Iscar-Eckfräser, bestückt mit Schneidplatten der Sorte LNAR 1106 PN-N-P IC07. „Mit dieser Werkzeuglösung lassen sich optimale Oberflächenresultate erzielen“, erklärt Schöpf. Ein wichtiger Aspekt bei den Tools ist nach Aussage des Geschäftsführers die Betreuung durch den Iscar-Vertriebspartner VPW Werkzeugservice Hollenstein in Dornbirn. „Wir werden von VPW umfassend beraten und erhalten eine optimale Betreuung vom Standardwerkzeug über Sonderlösungen bis hin zum Nachschärfservice“, bringt es Schöpf auf den Punkt. „Speziell wenn ich eine Sonderlösung benötige, brauche ich diese sofort und nicht erst in drei Wochen. Bei VPW bekomme ich diese innerhalb von zwei Tagen – und das ist ein wichtiger Pluspunkt für den Werkzeuglieferanten.“ Diese Sonderlösungen kommen übrigens entweder direkt über Iscar oder werden vom Schleifservice von VPW vor Ort erstellt.

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Speziell bei der Aluminiumbearbeitung setzt Schöpf auf Schneidplatten aus dem Hause Iscar.

Schöpf setzt speziell bei der Aluminiumbearbeitung auf die Werkzeuge aus dem Hause Iscar. Da die Tools zum Teil recht teuer sind und sich nach einer gewissen Zeit mit Aluminiumspänen zusetzen, hat sich Tüftler Schöpf auch hier eine Lösung einfallen lassen. „Beim Einsatz eines teuren 500-Euro-Fräsers ist mir die Idee gekommen, das Werkzeug über Nacht in Natronlauge einzulegen und entsprechend zu reinigen. Dies hat wunderbar funktioniert. Somit können wir die Fräser und auch Schneidplatten heute noch länger verwenden“, erklärt Schöpf abschließend.