Die Werkzeuge aus der Sumitomo-WEZ-Baureihe sind vielseitig einsetzbar. – Bild: Sumitomo

Die Werkzeuge aus der Sumitomo-WEZ-Baureihe sollen sich sehr effektiv und extrem vielseitig einsetzen lassen. – Bild: Sumitomo

| von Sabine Königl

Während man bislang für gute Fräsleistungen und lange Standzeiten für jede Fräsaufgabe einen anderen Fräser einsetzen sollte, soll der WEZ-Fräser nun sämtliche Aufgaben schultern: Planfräsen, Schulterfräsen, Besäumen, Vollnutfräsen, Bohrungsaufweitungen, Schrägeintauchen, Zirkularfräsen oder Eintauchfräsen – der neue WEZ-Fräser von Sumitomo bietet sich für höchst unterschiedliche Einsatzfälle an.

Bei den Wendeschneidplatten gibt es eine neue universell einsetzbare Hartmetallsorte ACU2500, die viele Anwendungsbereiche abdecken soll. Sie eignet sich sowohl zur Bearbeitung von Stählen und Edelstahl als auch für Gusseisen. Basis dafür ist, wie bei aktuellen Wendeschneidplatten von Sumitomo üblich, die neu entwickelte Beschichtungstechnologie Absotech Platinum. Diese mehrlagigen Beschichtungen zeichnen sich mit extrem guter Schichthaftung und hoher Hitzebeständigkeit aus: Grundlage für lange Standzeiten und vielseitige Einsatzfähigkeit.

Die Universalsorte (AC2500) für alles. – Bild: Sumitomo
Sumitomo lässt dem Anwender die Wahl: Entweder verwendet er eine Universalsorte (AC2500) für alles oder die auf die jeweilige Materialgruppe exakt abgestimmte Hartmetallsorte. – Bild: Sumitomo

Exakt auf die Anwendung zugeschnittene Werkzeuge

Die WEZ-Fräser von Sumitomo sind sowohl als Aufsteckfräser als auch als Schaftfräser verfügbar. Dabei sind die Fräserdurchmesser eng gestaffelt und reichen von 14 bis zu 160 Millimeter. Die Serie umfasst zwei verschieden große Wendeschneidplatten, so dass verschiedene Arbeitsbereiche besser abgedeckt werden können. Zusätzlich und abgestimmt auf die gewünschten Durchmesser der WEZ-Fräser sind separate Schneidengeometrien verfügbar.

Trends µ-genau: DLC-Beschichtung

DLC-Beschichtungen (DLC steht für diamond like carbon) bestehen aus Kohlenstoffschichten mit diamantähnlichen Eigenschaften. Eine DLC-Beschichtung vereint eine hohe Mikrohärte mit einem sehr niedrigen Gleitreibungskoeffizienten. Die Schichten werden mittels PVD-/CVD-Technologien auch auf technischen Substratwerkstoffen wie Wälzlagerstahl, Kaltarbeitsstahl, Edelstahl oder auch Leichtbaumaterialien wie Titan- und Aluminiumlegierungen aufgebracht. DLC-Schichten ermöglichen reibarme, verschleißfeste Werkzeuge mit langlebigen Schneiden, die besonders gute Schneideigenschaften aufweisen können.

Wenngleich diese Fräser sehr universell eingesetzt werden können, gibt es zur Einsatzoptimierung auf die jeweilige Aufgabenstellung sechs verschiedene Schneidkantenausführungen und zwei verschiedene Wendeplattengrößen zur Wahl. Die verschiedenen Schneidkanten sorgen je nach Aufgabenstellung entweder für hohe Stabilität bei stark unterbrochenem Schnitt oder für besondere Genauigkeiten für Schlichtanwendungen. So verfügen Wendeschneidplatten des Typs F beispielsweise über scharfe Schneiden, die die Gratbildung verhindern und für noch genauere Rechtwinkligkeit bei allen Durchmessern sorgen.

Auch die Form P weist eine schärfere Schneidkannte auf. Gleichzeitig ist die Schneidplatte aber für eine noch genauere Schulterwinkligkeit entwickelt worden und erzeugt rechtwinklige Fräsflächen, vergleichbar zu sonst nur mit Vollhartmetallschaftfräsern erreichbaren Ergebnissen.

Eine Besonderheit hat die Form S zu bieten: Neben einer sehr scharfen Schneidkante verfügt dieser Plattentyp über eine geläppte Spanfläche. Die soll für optimales Abgleiten der Späne sorgen und die Bildung von Aufbauschneiden verhindern. Zusätzlich ist der Plattentyp auch mit einer besonders adhäsionsbeständigen DLC-Beschichtung lieferbar. So eignet sich diese Platte vor allem auch für die Bearbeitung von Nichteisenmetallen.

Wer sich für das neue Fräser-System WEZ von Sumitomo entscheidet, kann zwischen zehn unterschiedlichen Hartmetall- und Cermet-Sorten mit und ohne Beschichtungen wählen, was eine optimale Ausrichtung des universellen Werkzeugs auf das jeweils zu bearbeitende Material und die individuelle Bearbeitungsaufgabe erlaubt.

Die Gemeinsamkeit aller WEZ-Fräser ist nach Herstellerangaben der ungewöhnlich weiche Schnitt mit sehr geringen Schnittkräften. Ein weicher Schnitt reduziert nicht nur den Geräuschpegel in der Werkstatt, sondern sorgt auch für einen geringeren Energieverbrauch bei der Bearbeitung. Ältere und schwächer motorisierte Maschinen können so laut Sumitomo mit WEZ-Fräsern bisher unerreichte Fräsleistungen erbringen.

Sumitomo WEZ. – Bild: Sumitomo
Sumitomo WEZ: ein universell einsetzbares Frässystem für höchst unterschiedliche Aufgabenstellungen. – Bild: Sumitomo

Hohe Präzison im Plattensitz und stabile Anlage

Die Anlageflächen der Wendeschneidplatten sind je nach Typ entweder hoch präzise gesintert oder geschliffen, was diesen Wendeschneidplatten eine hohe Präzision im Plattensitz und eine stabile Anlage und Klemmung verleiht. Das verspricht hohe Wiederholgenauigkeit, verbessert den Planlauf, vermeidet Vibrationen und ermöglicht sehr gute Oberflächenqualitäten.

Die Auswahl der geschliffenen Schneidkanten, die außerdem noch speziellen Kantenbehandlungen unterzogen wurden, sind nicht nur auf hohe Schneidleistungen ausgelegt, sondern sorgen auch für die Stabilität der Schneidplatten im harten Werkstattalltag. Im Verbund mit den Hochleistungsbeschichtungen sollen sie ebenso für die ungewöhnliche Universalität wie für die extrem langen Standzeiten der neuen Fräser-Serie WEZ von Sumitomo sorgen.

Der universelle WEZ-Fräser soll, wenn es nach den Verantwortlichen bei Sumitomo geht, zu einem „Benchmark“ in den Werkstätten werden, an dem sich die Werkzeuge anderer Hersteller künftig messen lassen müssen. Der schnelle Erfolg der Werkzeuge im Heimatland Japan bestätigt das bereits.

Quelle: Sumitomo Electric Hartmetall GmbH

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