Vorhang auf für neue Portale

Die CNC-Portalfräsmaschinen der Baureihe GR werden in Europa jetzt in der Grundausstattung mit Späneschutz ausgeliefert. Bereits zuvor waren geringe Stückzahlen dieser in den USA gebauten Maschinen nach Europa exportiert worden. Allerdings mussten die Anwender jeweils einen Späneschutz von Drittanbietern installieren, um die in Europa geltenden Vorschriften einzuhalten.

Nun hat das Designteam von Haas Automation für diese nach Herstellerangaben äußerst erfolgreichen Portalfräsmaschinen eine innovative Umhausung mit einem Lichtvorhang entwickelt, der die gesamte äußere Begrenzung erfasst. Um zu verhindern, dass der Maschinenbediener von sich bewegenden Teilen verletzt wird, funktioniert dieser verfahrbare Späneschutz nach einem einfachen Prinzip: Späne und Kühlmittel bleiben drinnen, der Bediener draußen. Dieses Konzept bietet den Anwendern in Bezug auf Sicherheit und Sauberkeit eindeutige Vorteile. Alle seit dem 01. Januar 2014 verkauften GR-Modelle von Haas sind in der Grundausstattung mit dem neuen Späneschutz versehen. Die ersten verbesserten Modelle der GR-Reihe werden seit März dieses Jahres ausgeliefert.

Die Portalfräsmaschinen besitzen einen leistungsstarken Fräskopf mit 40er-Steilkegel und werden in zwei Konfigurationen als GR-510 und GR-712 angeboten. Die GR-510 bietet Verfahrwege von 3073 x 1549 x 279 mm in X, Y, Z, während die GR-712 in der Z-Achse zwar die gleichen 279 mm, dafür in der X-Achse und Y-Achse aber größere Verfahrwege von 3683 x 2159 mm besitzt.

Trends µ-genau

Für Metall und Kunststoff
Beide Portalmaschinen sind laut Hersteller für die Bearbeitung unterschiedlicher Werkstoffe ausgelegt. Damit zielt Haas unter anderem auf den Markt der Modellbauer, sieht die Maschine indes auch als ernsthafte Alternative zur Metallbearbeitung – speziell mit der stärkeren Spindel. Der Aufbau soll dafür auch ausreichend steif sein.

Beide Portalfräsmaschinen sind mit einer Spindel mit 10 000 min-1 und 11,2 kW Vektorantrieb ausgestattet. Damit sind sie nicht nur schnell genug, um Kunststoffe und andere leichte Werkstoffe zu bearbeiten, sondern verfügen auch über ausreichend Leistung zum Fräsen von Aluminium und anderen Metallen. Das bedeutet, dass diese Maschinen mühelos in der Lage sind, auch lange Profile und große Bleche zu verarbeiten.

Sehr steife Stahlkonstruktion
Die steife Stahlkonstruktion der Modellreihe GR sorgt für stabile Zerspanungsbedingungen. Standardgemäß kommt ein 25 mm starker Aluminiumtisch zum Einsatz. Die Fräsmaschinen besitzen einen direkten Riemenantrieb und erzeugen bei 4600 min-1 ein Drehmoment von 23 Nm für einen Vorschub von bis zu 20,3 m/min. Zur Ausstattung gehören ein automatischer Werkzeugwechsler mit 10 Magazinplätzen, ein Speichersperre-Schlüsselschalter, ein 15-Zoll-LCD-Farbmonitor und ein USB-Anschluss. Die bedienerfreundliche CNC-Steuerung mit vollem Funktionsumfang von Haas ermöglicht die G-Code-Standard-Programmierung.

Das Sonderzubehör umfasst unter anderem eine Spindel mit 5000 min-1 und größerem Drehmoment, einen erweiterten Abstand und damit einen größeren Verfahrweg in der Z-Achse, die High-Speed-Bearbeitung mit „Look-Ahead“-Funktion, synchronisiertes Gewindebohren. Ebenso einen automatischen Werkzeugwechsler mit 20 Magazinplätzen, das Intuitive Programmiersystem (IPS) von Haas, ein Kühlmittelsystem mit 360-l-Tank, ein tragbares Bedienpult, anwenderdefinierbare Makros und eine Ethernet-Schnittstelle.