Oberflächenbearbeitung im ENESKApostpro von joke

Unter einer Glaskuppel eingehaust können Oberflächen nachbearbeitet werden - dabei freiwerdende Stäube werden sicher abgesaugt. - Bild: joke

| von Richard Pergler, Ragna Sonderleittner
Aktualisiert am: 21. Nov. 2019

Entpulverung, Supportentfernung, Oberflächenbearbeitung und Finish setzen Pulverreste und Stäube frei. Diese Stäube sind lungengängig und hautreizend. Teilweise können sie sogar stark explosiv sein. Aus gutem Grund rücken deshalb Sicherheit und Arbeitsschutz immer mehr in den Fokus. 

Der Sicherheitsstandard, der für das manuelle Nachbearbeiten gilt, reicht in vielen Fällen nicht aus. Schutzanzüge werden oft nur bei einzelnen Arbeitsschritten getragen. Zudem helfen sie nicht gegen die Verpuffungsgefahr. Und manche Entgratboxen auf dem Markt sind gerade einmal bessere Schutzbrillen: Sie halten die Stäube nicht zurück. Mit der ENESKApostpro dagegen lassen sich alle Arbeitsschritte ausführen, ohne dass der Bediener dabei direkten Kontakt zu den Werkstoffen und den Feinstäuben hat. Das bedeutet mehr Sicherheit für Anwender und Betrieb.

Freiblasen im ENESKApostpro
Im abgeschlossenen Arbeitsraum des ENESKApostpro lassen sich Werkstücke und Abfälle, aber auch der Innenraum selbst freiblasen - die leistungsfähige Absaugung sorgt dafür, dass keine Stäube in die Umgebung gelangen. - Bild: joke

Checkliste: Sieben goldene Regeln gegen den Staub

Beim Bearbeiten vieler Werkstoffe lässt sich die Entstehung von Staub nicht ganz vermeiden. Wer einige wenige Leitlinien beachtet, kann jedoch sehr zuverlässig verhindern, dass dabei Probleme entstehen. Wir haben deshalb für Sie "Sieben goldene Regeln gegen den Staub" zusammengestellt.

Regel 1: Lassen Sie Staub gar nicht erst entstehen!
Staub, der nicht entsteht, kann auch nicht zu einer Gefahr werden. Leider lässt sich das nicht immer vermeiden. Allein deshalb gibt es sechs weitere Regeln.

Regel 2: Verwenden Sie ein geschlossenes System!
Wenn Staub entsteht, verhindern Sie damit zuverlässig, dass er in die Umgebung austritt.

Regel 3: Saugen Sie Staub da ab, wo er entsteht!
So halten Sie den Bereich, auf den Sie achten müssen, so klein wie möglich.

Regel 4: Entsorgen Sie auch Abfälle möglichst staubfrei!
So bringen Sie - trotz größter Vorsicht beim Bearbeiten und im Umgang mit den Werkstücken - nicht doch noch ungewollt Staub in die Umgebung.

Regel 5: Halten Sie die Arbeitskleidung sauber!
Geschlossene Systeme sorgen dafür, dass die Kleidung gar nicht erst verschmutzen kann.

Regel 6: Arbeiten Sie mit Atemschutz bei Staubentstehung!
Der optimale Atemschutz ist nicht der, der passgenau um Mund und Nase des Bedieners abschließt. Sondern das geschlossene System, das den Staub gar nicht erst nicht in die Umgebung und damit in die Atemluft entlässt.

Regel 7: Machen Sie ihren Arbeitsplatz regelmäßig gründlich sauber!
Am besten ist es, wenn das so geschieht, dass kein Mensch mit Staub in Kontakt kommt und die beispielsweise beim Ausblasen aufgewirbelten Partikel zuverlässig abgesaugt werden. Hier wird einer der großen Vorteile geschlossener Systeme deutlich.

Wieso staubt es überhaupt?

In der generativen Fertigung arbeiten bestimmte Verfahren des 3D-Drucks, nämllich das Laser-Sintern, das Laser-Strahlschmelzen und das Elektronen-Strahlschmelzen mit einem Pulverbett. Hier wird der Gegenstand schichtweise aufgebaut, indem je nach Verfahrensart ein Laser oder ein Elektronenstrahl das Pulver gezielt punktuell sintert oder verschmilzt. Nach jedem Schmelzvorgang wird eine neue Pulverschicht aufgebracht.

Diese additive Fertigung hat unbestrittene Vorteile, jedoch sind die Werkstücke im Anschluss an die Produktion von der Substratplatte zu lösen und von Restpulver zu befreien. Oft muss man die im Fertigungsprozess notwendigen Supports oder Stützstrukturen entfernen. Nach diesen Grundschritten geht es an die Details: Die Oberflächen der Werkstücke werden in der Regel manuell für das Finishing vorbereitet. So wird in vielen Fällen die Oberfläche erst grob und und dann fein bearbeitet. Dabei entstehen die feinste Stäube.

Mit der ENESKApostpro von joke können alle diese verschiedenen Bearbeitungsschritte an einem Ort erledigt werden, ohne dass es zur Staubbelastung für den Mitarbeiter kommt.

Ergonomisch arbeiten - sicher eingehaust

ENESKApostpro von joke - Innenraum
Der dichte, komplett eingehauste Arbeitsraum des ENESKApostpro ist mit verschiedenen elektrischen und pneumatischen Werkzeugen sowie leistungsstarken Absaugvorrichtungen mit Explosionsschutz ausgestattet. - Bild: joke

Die lungengängigen Stäube, die beim Postprozessing freigesetzt werden, sind unter anderem für Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen verantwortlich. Deshalb hat joke das System ENESKApostpro komplett eingehaust und verschlossen. Es verfügt über sichere Absaug- und Filtereinrichtungen. Aus dem Arbeitsbereich können deshalb keine Stäube austreten. Bevor die Anlage sich öffnen lässt, gibt es eine etwa zehnsekündige Nachsaugphase. Damit wird erreicht, dass keine Stäube mehr vorhanden sind, die in die Umgebung entkommen könnten. Erst dann entriegelt sich die Glaskuppel, und das fertige und staubfreie Werkstück kann entnommen werden.

Große Teile entgraten, fräsen, schleifen und polieren

ENESKApostpro von joke
Aufgrund der großen Glaskuppel hat man beim ENESKApostpro nicht nur eine sehr gute Sicht auf die zu bearbeitenden Bauteile – sie macht auch das Beladen sehr einfach. - Bild: joke

Im knapp einen Quadratmeter großen Innenraum der ENESKApostpro haben selbst die größten Druckplatten genug Platz. Integrierte Steuergeräte treiben elektrische und pneumatische Werkzeuge für das Entgraten, Fräsen, Schleifen oder Polieren an. Aktuell lassen sich drei unterschiedliche Mikromotoren gleichzeitig anschließen. Das reduziert die Rüstzeiten und ermöglicht ein schnelles und vielseitiges Bearbeiten. Die Werkzeuganschlüsse sind kompatibel mit den Handstücken und Feilmaschinen der ENESKA-Serie. Auch Zubehör wie Lupen, Drehteller oder Magnetspannkugeln kann verwendet werden. rw

Arbeitsschutz statt Staublunge

Professionelle Protektion im Postprocessing – der Name für die neue Systemlösung von joke Technology war schnell gefunden: ENESKApostpro. Dahinter steckt ein dichter, komplett eingehauster Arbeitsraum, ausgestattet mit elektrischen und pneumatischen Werkzeugen sowie leistungsstarken Absaugvorrichtungen. Diese in mehrfacher Hinsicht intelligente Lösung für alle Postprocessing-Arbeiten wird auf der Rapid.Tech 3D in Erfurt dem Fachpublikum präsentiert. Besuchen Sie joke Technology auf der Messe vom 05.05. bis 07.05.2020!

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