Firmensitz; MKB, Zwickau

Der Firmensitz der MKB in Zwickau. - Bild: Schuler

MKB ist auf die Fertigung von Prototypen und Kleinserien im Automobilsektor spezialisiert. Zum Kundenkreis des Unternehmens mit zuletzt rund sieben Millionen Euro Jahresumsatz gehören führende Autohersteller.
Erste Kundengespräche über eine Fortführung der Geschäftsbeziehungen seien positiv verlaufen, teilte der Käufer WVL mit. Die Aweba-Tochter WVL Werkzeug- und Vorrichtungsbau Lichtenstein GmbH will mit der Übernahme ihr eigenes Leistungsspektrum deutlich erweitern und den Jahresumsatz der MKB rasch wieder über die Zehn-Millionen-Schwelle heben. Der Produktionsstandort in Zwickau ergänzt künftig den WVL-Standort in St. Egidien.

"Mit der WVL ist es gelungen einen Investor zu finden, der mit der Übernahme langfristige strategische Ziele verfolgt. Ich freue mich besonders, dass der Produktionsstandort Zwickau erhalten bleibt", sagte Insolvenzverwalter Kai Dellit. "Der erfolgreiche Abschluss der Verhandlungen zeigt, dass sich unser Sanierungskurs und der große Einsatz aller Beteiligten, insbesondere der Mitarbeiter, der Lieferanten und der Kunden, die der MKB treu geblieben sind, in den letzten Monaten ausgezahlt hat," ergänzte Dellit.

WVL-Geschäftsführer Udo Binder erklärte: "Die Erfahrung und Kompetenz der Mitarbeiter und die Qualität der Kundenbeziehungen sind wichtige Stärken von MKB. Gemeinsam werden wir nun hart daran arbeiten, unseren neuen Geschäftsbereich so auszurichten, dass er sich nachhaltig und erfolgreich im Wettbewerb durchsetzen kann."

Die Metall-Konstruktions- und Betriebsmittelbau Zwickau GmbH & Co. KG hatte im Juli 2017 Insolvenzantrag gestellt, das Verfahren war im Oktober 2017 eröffnet worden. Bei Antragsstellung waren 75 Arbeitnehmer bei MKB tätig.
Mit dem Kauf durch die WVL konnten der Standort Zwickau erhalten und 42 Arbeitsplätze gesichert werden. nh