Studie „Industrie 4.0: Implement it!“

Studie „Industrie 4.0: Implement it!“ - Bild: WZL der RWTH Aachen

Der Begriff Industrie 4.0 prägt seit 2011 die gesamte produzierende Industrie. Er beschreibt die sogenannte vierte industrielle Revolution, die produzierenden Unternehmen mittels digitaler Vernetzung einen Gewinn verspricht. Diese ist außerdem eine echtzeitfähige, intelligente, horizontale und vertikale Vernetzung zum Beispiel von Menschen, Maschinen, Objekten und Informations- und Kommunikationssystemen. Ziel ist hierbei die dynamische Beherrschung komplexer Systeme sowie die Optimierung von Produktionsprozessen, Produkten und Dienstleistungen.

Weitere Informationen sowie den Download der Studie
finden Sie auf der Webseite der WBA.

Die durch die Abteilung Unternehmensentwicklung konzeptionierte Studie stellt den Leitfaden „Industrie 4.0: Implement it!“ vor, der Impulse sowie Handlungsempfehlungen in diesem Bereich gibt. Diese Empfehlungen erfolgen in Form eines Konzepts zur Umsetzung der ganzheitlichen Industrie 4.0-Implementierung. Zur erfolgreichen Umsetzung werden konkrete organisatorische Strukturen, Prozesse, und Instrumente vorgestellt.
Mit dieser Studie wirkt die Abteilung Unternehmensentwicklung gegen fehlende Umsetzungskonzepte der produzierenden Unternehmen, damit Industrie 4.0 in deren gesamte Organisation eingeführt und nachhaltig etabliert werden kann. Der Leitfaden dient außerdem der branchenübergreifenden Umsetzung der Industrie 4.0-Lösungen.

Einen Vergleich zieht die Studie hierbei zu der Entwicklung und Umsetzung des Lean-Management-Konzepts Ende der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts. Auch dieses Konzept fand schnell breites Interesse in der produzierenden Industrie. Es dauerte jedoch einige Jahre, bis geeignete organisatorische Elemente und Strukturen wie Produktionsmanagementsysteme, Lean-Management-Abteilungen und Lean-Manager installiert wurden, um das Konzept auch ganzheitlich in den Unternehmen zu implementieren. Diese jahrelange Entwicklung soll mit Hilfe des Leitfadens im Bereich der Industrie 4.0 deutlich beschleunigt und somit verkürzt werden. nh

Werkzeugmaschinenlabor WZL der RWTH Aachen

Das Werkzeugmaschinenlabor WZL der RWTH Aachen steht weltweit seit mehr als 100 Jahren für zukunftsweisende Forschung und erfolgreiche Innovationen auf dem Gebiet der Produktionstechnik.
Unter der Leitung der vier Professoren Christian Brecher, Thomas Bergs, Robert Schmitt und Günther Schuh forscht das WZL in sechs Bereichen – Fertigungstechnik, Werkzeugmaschinen, Produktionssystematik, Getriebetechnik, Fertigungsmesstechnik und Qualitätsmanagement – an der zukunftsgerechten Gestaltung der Produktion in Hochlohnländern. Zusammen mit Industriepartnern verschiedener Branchen erarbeitet das WZL in öffentlich geförderten wie auch bilateralen Projekten Lösungen für vielfältige Themenstellungen aus der Produktion. Diese Aktivitäten werden auf dem RWTH Aachen Campus im Cluster Produktionstechnik verstetigt.