Erodierprogramme mit Peps erstellen

Deutlich schneller, komfortabler und einfacher als an der Maschinensteuerung lassen sich leistungsfähige Erodierprogramme mit Peps erstellen. - Bild: werkzeug&formenbau

Gerade bei komplexen Werkstücken in anspruchsvollen Materialien sind die Laufzeiten auf Drahterodieranlagen oft sehr lang. Die Möglichkeit zum mannlosen Betrieb ist hier essenziell – das jedoch erfordert eine Prozesskette, die sehr zuverlässig und effizient die Abläufe automatisiert. Insbesondere müssen die einzelnen Prozessschritte auch unbeaufsichtigt sehr prozessstabil ausgelegt sein.

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Werkstücke aus unterschiedlichstem Material
Werkstücke aus unterschiedlichstem Material für verschiedenste Branchen entstehen bei Trob. Auch solche, für die sich sonst nicht so schnell ein Auftragnehmer findet. - Bild: werkzeug&formenbau

"Ein Schlüsselfaktor beim Drahtschneiden ist das automatische Einfädeln des Drahtes", erklärt Johannes Tröstler, Juniorchef beim Präzisionsfertiger Trob in Rohrbach. "Das muss absolut zuverlässig funktionieren, damit sichergestellt ist, dass die Bearbeitung auch komplett und wie vorgesehen ablaufen kann." Da die Präzisionsspezialisten bei ihren bisherigen Maschinen in dieser Hinsicht doch einige Defizite ausgemacht hatten, beschafften sie sich vor kurzem zwei leistungsfähige Drahterodieranlagen aus der MP-Baureihe des Herstellers Mitsubishi Electric.

Komplexe Geometrien mit hohen Ansprüchen

"Die neuen Maschinen haben eine deutlich höhere Prozessstabilität, insbesondere das Einfädeln funktioniert zuverlässig und reibungslos", betont Tröstler. "Dazu kommt die sehr gute Bearbeitungsqualität, die teilweise deutlich besser ist als zuvor. Wir schneiden keine 08/15-Teile – auch bei sehr komplexen Geometrien liegen die Anforderungen oft im einstelligen µm-Bereich."

Vom Fräsen übers Erodieren bis zum Flach- und Profilschleifen sind alle wichtigen Bearbeitungstechnologien im Haus, damit auch Werkstücke, die noch eiliger sind als die übrigen, möglichst ohne Verzögerung komplett für die Kunden gefertigt werden können. Bearbeitet werden bei Trob nahezu alle Materialien – das Spektrum reicht dabei von unterschiedlichsten Aluminiumlegierungen über Stähle, Edelstähle und Buntmetalle bis Inconel, aber auch Kunststoffe oder Keramik werden bearbeitet. Dabei wagen sich die Rohrbacher nicht selten auch an "unmögliche" Teile, für die sich nicht so schnell Auftragnehmer findet. Mit einer sehr hohen Erfolgsquote. "Wenn man nichts wagt, entwickelt man sich auch nicht weiter", ist Tröstler überzeugt. "Wir werden immer mal wieder Aufträge haben, bei denen wir Lehrgeld bezahlen müssen. Aber solange solche Risiken nicht überhand nehmen, bringt uns das weiter."

Profil

Tröstler und Oberbauer GmbH (Trob)

Trob in Rohrbach ist Spezialist für die Herstellung und den Vertrieb von Präzisionsbauteilen für Maschinen und andere technische Anlagen und Geräte – von Klein- und Mittelserien über Baugruppen bis zum Einzelwerkstück. Die gesamte Technik dazu ist im Haus. Damit wird das ganze Leistungsspektrum für die unterschiedlichsten Werkstoffe angeboten vom Schleifen übers Erodieren, Fräsen, Drehen von Bauteilen aus Hartmetall, Keramik, Stahl, Nichteisenmetallen und Kunststoffen. Das Unternehmen arbeitet für Auftraggeber in der Elektro-, Automobil-, Flugzeug- und Verpackungsindustrie sowie in der Medizintechnik. Derzeit beschäftigt die Trob GmbH rund 45 Mitarbeiter, davon 8 in der Verwaltung und alle anderen in der Fertigung (Zerspanungsmechaniker, Werkzeugmacher) und in der Qualitätssicherung. Zum Team gehören auch bis zu drei Auszubildende, die nach Ende ihrer Lehrzeit in der Regel auch übernommen werden. Auf diese Weise zieht sich das Unternehmen seinen eigenen qualifizierten Nachwuchs heran – ein Modell, mit dem man bisher gut gefahren ist.