Spielwaren mit hohem Anspruch an Qualität

Gerade bei Spielwaren sind die Ansprüche an die Qualität inzwischen sehr hoch. - Bild: werkzeug&formenbau

Die Spritzgießexperten der Mawick Kunststoff-Spritzgusstechnik in Werl produzieren ein weites Spektrum höchst unterschiedlicher Kunststoffteile auf ihrem hauptsächlich aus verschiedenen Sumitomo-Maschinen bestehenden Maschinenpark. Die Kunden für diese Werkstücke kommen aus den unterschiedlichsten Branchen, mit Masse jedoch aus dem Bereich Automotive.

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Anspruchsvolle Kunststoffe

Maschinenpark bei Mawick Kunststofftechnik
Sauber: Der Maschinenpark bei Mawick Kunststofftechnik besteht in der Fertigung und im separaten Sauberraum in erster Linie aus Sumitomo-Demag-Spritzgießmaschinen. - Bild: werkzeug&formenbau

Unter den zu produzierenden Teilen finden sich auch immer wieder Werkstücke aus anspruchsvollen technischen Kunststoffen, die zur Verarbeitung unter anderem eine hohe Temperatur im Werkzeug erfordern.
"Diese Hochtemperaturkunststoffe sind immer mehr im Kommen. Und im Zug der Entwicklung zur Elektromobilität wird sich der Bedarf nochmals deutlich erhöhen", erläutert Benedikt Ostermann vom Technischen Büro bei Mawick. "Eine Begleiterscheinung der Hochtemperaturkunststoffe bei der Verarbeitung ist jedoch nahezu unvermeidlich die Bildung von Belägen auf der Oberfläche der Werkzeuge, die beim Erhitzen und Abkühlen aus Spaltprodukten der Kunststoffe entstehen."

Zitat

"Da wir klassischerweise unsere Werkzeuge über Säulenführungen ausrichteten, waren wir dem mittigen Zentrierungskonzept gegenüber zunächst sehr skeptisch. Aber es hat sich in der täglichen Praxis hundertprozentig bewährt." Benedikt Ostermann

Häufige Werkzeugwartung

Benedikt Ostermann
Benedikt Ostermann, Projektleitung bei Mawick Kunststoff-Spritzgusstechnik. - Bild: werkzeug&formenbau

Dabei setzen sich oft die Entlüftungskanäle zu, und die Teilequalität leidet. Konsequenz: Die Werkzeuge müssen relativ häufig gewartet werden. Um die Wartungsarbeiten zu beginnen, müssen die Werkzeuge vor dem Abspannen von der Spritzgießmaschine erst einmal von Betriebstemperatur auf Umgebungstemperatur abkühlen. "Je nach Werkzeuggröße kann das dauern", betont Ostermann. "Bei unseren Produkten waren das im Schnitt 45 min, bevor man das Werkzeug von der Maschine nehmen konnte."

Rüstzeiten senken

IsoForm-Basic-Reihe
Die IsoForm-Basic-Reihe gibt es in vier Größen. Mit ihr lassen sich bei vielen Anwendungen weitestgehend die Vorteile der Premium-Variante umsetzen. - Bild: werkzeug&formenbau

Die Folge: lange Rüstzeiten, in denen wertvolle Arbeitszeit qualifizierter Mitarbeiter gebunden war und auch die Maschinen nicht produktiv sein konnten. "Unser Ziel war, Abkühl- und Aufheizzeiten und damit die Rüstzeiten drastisch zu reduzieren", erklärt Ostermann. "Ein Schlüssel dazu ist die Auslegung unserer Spritzgießformen." Klassischerweise heizt die heiße Kunststoffschmelze nach und nach das ganze Werkzeug auf – im Spritzgießprozess wird nicht nur der Einsatz, sondern der gesamte, in der Regel wärmeleitend damit verbundene Aufbau erwärmt. "Das schien für uns unvermeidlich – bis wir auf das IsoForm-Konzept gestoßen sind, das der Normalienhersteller Nonnenmann mit dem Konstruktionsbüro Hein entwickelt hat", erinnert sich Ostermann.

Profil

Josef Mawick Kunststoff-Spritzgusswerk GmbH & Co. KG

Das Unternehmen produziert unterschiedlichste Artikel für die Automobil-, Elektro-, Haushaltswaren- und Kinderfahrzeugindustrie sowie Produkte für den Garten und landwirtschaftlichen Bereich. Dabei verspricht Mawick seinen Kunden Full-Service aus einer Hand – von der ersten Skizze bis zum fertig montierten Produkt. Rund 6000 t Rohmaterial pro Jahr in 200 Farb- und Materialzusammensetzungen werden verarbeitet. Das Unternehmen hat 240 Mitarbeiter. Der Werkzeugbau auf einer Produktionsfläche von rund 2000 m2 ist ausgestattet mit leistungsfähigen Hochleistungsfräszentren und Erodiermaschinen. Hier arbeiten 29 Mitarbeiter und 9 Auszubildende.